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Friedrich Gerstäcker: Gold - Kapitel 34
Quellenangabe
typefiction
booktitleGold
authorFriedrich Gerstäcker
year1989
publisherUnion Verlag
addressStuttgart
isbn3-8139-5652-0
titleGold
pages15-594
sendergerd.bouillon@t-online.de
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Der Tisch war fast ganz geräumt worden. Alle Goldwäscher fühlten sich zu sehr interessiert, um nicht Feuer und Flamme für etwas zu sein, was ihnen darüber Aufschluß gab. Hale schien auch wirklich noch etwas auf dem Herzen zu haben, und die Teilnahme für den Alkalden war das nicht. Alle Welt wußte, wie er mit ihm stand. Was es aber auch sein mochte, er schien sich außerordentlich darüber zu amüsieren, und sagte jetzt mit kaum verbissenem Lachen:

»Der gute, würdige Alkalde hat so das Beste für euch gewollt und war so besorgt, daß ihr hier in den Minen den Mut verliert. Jetzt so behandelt zu werden ist wirklich unschön.«

»Ja, aber wer hat ihn denn so behandelt?« rief Briars ärgerlich. »Der Teufel soll aus Ihrem Geschwätz klug werden!«

»Na, die drei Hoosiers«, sagte der Sheriff. »Er hatte ihnen den Klumpen Gold geborgt, der drüben am Macalome vor sechs oder acht Monaten gefunden wurde...«

»Den Klumpen geborgt?« riefen acht oder neun gleichzeitig.

»Das ist doch unmöglich!« schrie Briars. »Ich habe die rote Erde, die noch in den Ritzen stak, mit eigenen Augen gesehen!«

»Ja, das spricht natürlich für einen Fund in der ›roten Erde‹«, lachte der Sheriff. »Es wäre ein unumstößlicher Beweis, wenn sie das bißchen roten Staub nicht vielleicht doch mit der Hand hineingerieben hätten. Wie dem auch sei, unser wackerer Major hat ihnen den Klumpen geborgt, und zwar völlig uneigennützig. Die paar hundert Dollar, die er für das Registrieren der Claims bekommen hat, können dabei nicht in Betracht kommen. Und jetzt wollen die nichtsnutzen Hoosiers das Gold nicht wieder herausgeben.«

»Nicht wieder herausgeben?« wiederholte einer.

»Nein«, sagte der Sheriff. »Sie meinen, er solle ihnen einmal beweisen, daß sie den Klumpen nicht gefunden hätten. Er selber hatte das doch allen, die ihn deshalb gefragt hatten, bestätigt. Außerdem hätten sie nur ihm zuliebe das Loch in den verdammt harten Boden gegraben und noch keine Viertelunze dabei gefunden – außer dem Klumpen.«

»Hahaha!« schrie Briars. »Das geschieht ihm recht! Das ist die richtige Strafe für den Lump, und unser Gold für das Registrieren der Claims muß er uns noch außerdem herausgeben.«

»Hm«, sagte der Sheriff trocken. »Euch kann ich nicht als Geschworene gebrauchen, denn es sieht so aus, als hättet ihr euch schon ein Urteil gebildet.«

»Geschworene?« rief Green. »Was wollen Sie mit Geschworenen? Wozu eine Jury?«

»Der Alkalde will die Hoosiers wirklich verklagen«, sagte der Sheriff. »Ich habe ihm den guten Rat gegeben, das Maul über die Sache zu halten und lieber die paar hundert Dollar in den Wind zu schreiben. Er ist aber so wütend auf die Burschen, daß er wirklich eine Jury zusammenrufen will.«

»Und er hat ihnen wirklich den Klumpen gegeben, um uns damit anzuführen?« schrie einer aus der Gruppe.

»Er ist bereit, das mit einem Eid zu belegen«, versicherte feierlich der Sheriff. »Er erwartet dabei von dem Gerechtigkeitssinn der Goldgräber, daß sie...«

»... ihm die Knochen entzweischlagen!« unterbrach ihn wütend Green. »So ein Schuft will Alkalde sein und schämt sich nicht, uns auszubeuten, wo wir ihn selbst gewählt haben?«

»Gentlemen!« sagte der Sheriff. »Sie sehen die Sache von einem falschen Gesichtspunkt. Das Wohl des Staates darf nicht dem des einzelnen untergeordnet werden. Die Maßnahme war nur zum Besten für das Paradies getroffen. Die Möglichkeit, daß Sie wirklich Gold in der ›roten Erde‹ gefunden hätten, ist doch nicht zu leugnen!«

»Wir wollen ihm das Beste gern anstreichen!« schrie aber Briars. »Ich gehe jetzt zu ihm, und wenn er mir meine zwei Dollar nicht wieder herausgibt, hol ich die ganze Flat zusammen.«

»Briars, fangen Sie um Gottes willen keinen Streit an!« rief der Sheriff hinter ihm her. Aber Briars war schon in wilder Hast aus dem Zelt gesprungen. In wenigen Augenblicken folgte ihm die ganze Gesellschaft in der gleichen Absicht. Der Sheriff blieb zurück, sah ihnen eine Weile nach, bis sie an der Biegung am Teufelswasser verschwanden. Dann schlug er eine andere Richtung ein und rieb sich vergnügt die Hände.

Sein Zweck war erreicht. Die Betrügerei des Alkalden, den er schon lange in Verdacht gehabt hatte, war aufgedeckt. Der Major mußte jetzt selbst sehen, wie er mit den Burschen fertig wurde. Daß er sich für heute aus dem Weg halten mußte, war alles, was er noch zu tun hatte. Das erreicht er am besten dadurch, daß er eben einmal einen Spaziergang in die Berge machte.

Sowie er das Städtchen verlassen hatte, bog er rechts zu den nächsten Hügeln ab. Hier kam er an der Verschanzung vorüber, an der der Justizrat damals festgenommen worden war.

Die fünf biederen Deutschen, die, durch gräßliche Mordgeschichten verunsichert, den kalifornischen Boden betreten hatten, machten sich die Mühe, selbst am Wegrand jeden Abend in zwei, drei Stunden harter Arbeit eine kleine Schanze aufzuwerfen. Mit aufgestellter Wache und schußbereiten Waffen legten sie sich dann in die Mitte. Hier oben war ihre Festung noch viel besser organisiert worden, da sie sich länger aufhalten wollten. Deshalb hatten sie einen etwa einen Meter breiten und fast doppelt so tiefen Graben ausgehoben, der einen Raum von zehn mal zehn Schritt umfaßte. Die aufgeworfene Erde bildete gleichzeitig den Damm. Dahinter lag das breite, niedrige Zelt, vor dem auch jetzt eine Wache auf- und abging.

Der kleine Bursche, der dort seine Schrotflinte schulterte, war in voller Uniform: Er trug eine grüne Bluse mit weißem Gürtel, einen weißen, breitrandigen Filzhut und einen Hirschfänger. Neben der Bewachung des Zeltes hatte er aber auch noch die Pflicht übertragen bekommen, für die im Flat arbeitende Mannschaft zu kochen. Er ging am Feuer auf und ab, hob von Zeit zu Zeit den Deckel von dem dort brodelnden Topf und kostete mit einem langen Holzlöffel vorsichtig die heiße Mischung.

Der Sheriff lachte, als er sich die martialisch friedliche Gestalt betrachtete. Ringsum lagen die Zelte der übrigen Goldwäscher vollkommen unbewacht. Sie wurden nur mit einer einfachen Schleife zugebunden, und die Eigentümer gingen sorglos ihrer Arbeit nach. Hatten diese Leute etwa besondere Schätze zu bewachen? Wohl kaum, sie waren erst kürzlich von San Francisco her eingetroffen. Er hatte die anderen Kameraden des Burschen an ihrer gleichen Bekleidung erkannt und sie schon mit Pistolen und Gewehren neben sich in der ›roten Erde‹ arbeiten sehen.

Da er im Moment keinen besonderen Zweck verfolgte und sich nur für ein paar Stunden aus der Nähe des Alkalden fernhalten wollte, trat er an die Verschanzung und rief der Wache einen ›guten Tag‹ hinüber. Der Gruß wurde sehr freundlich und in sehr schlechtem Englisch erwidert. Der Sheriff erkundigte sich weiter:

»Na, wie geht's? Nichts passiert?«

»Was sagen Sie?« fragte die Schildwache auf deutsch zurück und lüftete höflichkeitshalber etwas den Hut.

Ein Gespräch war also mit dem Burschen nicht anzuknüpfen, und der Sheriff mußte sich auf das beschränken, was er verstehen mußte, wenn er nur einen Tag in den Minen verbracht hatte. Deshalb sagte er:

»Viel Gold gefunden?«

»Gold?« erwiderte aber die Wache achselzuckend. »Lieber Gott, not mutsch, bad hier, very bad, very harter Boden, god dam Califonium!«

Der Sheriff lachte und ging an der Schanze vorüber, durchschritt hier den schmalen Flat und folgte dem Lauf des Teufelswassers. Bald erreichte er die bewaldeten, reizenden Hügel, die das enge Tal umschlossen.

Es gibt wenig Länder auf der Erde, die reicher an Naturschönheiten sind als Kalifornien. Besonders mit dem prachtvollen Baumwuchs können sich nur wenige vergleichen. Ganz stattliche Eichen mit ihrer langen, ziemlich süßen Frucht standen auch hier schon am Fuß der Berge. Höher und höher hinauf wichen sie den schlankwüchsigen Zedern und Kiefern, Pinien und Zuckertannen, die ihre Riesenstämme dem blauen Himmel entgegenstreckten.

Einen wunderbaren Eindruck machten besonders die Zedern mit ihren rötlichen, wirklich riesigen Stämmen und den zierlichen Konturen ihres immergrünen, duftigen Laubes. Der Unterwuchs wurde von einer eigenen Buschart gebildet, die alle aufragenden Schößlinge aus einer einzigen Wurzel treiben und mit ihrem saftgrünen Laub und ihren zarten Blüten einem künstlich zusammengebundenen Strauß gleichen.

Der Sheriff hatte das nun schon oft genug gesehen, blieb aber doch von Zeit zu Zeit wieder stehen, um eine besondere Baumgruppe zu bewundern oder um die Fernsicht zu bewundern, die sich ihm hier durch das Grün der dichten Büsche in das Tal öffnete.

Endlich erreichte er eine kleine Waldblöße auf einer vorspringenden Bergspitze. Den unteren Rand bildete ein steil abfallender, mächtiger Felsenhang. Dadurch gewann man aber auch von hier aus einen vollen Überblick über den ganzen Talkessel des Teufelswassers mit dem kleinen Minenstädtchen und seinen zahlreichen Zelten. Das ganze Paradies lag verkleinert, wie durch ein umgedrehtes Fernglas betrachtet, zu Füßen des Beobachters. Durch die reine Luft zeichneten sich die Umrisse ganz scharf ab. Am Fuß einer Pinie warf sich der Sheriff ins weiche Gras, um den wundervollen Anblick in aller Ruhe zu genießen.

Es war nicht nur dem Namen nach ein Paradies, denn Gott hatte alles getan, um das kleine freundliche Tal mit seinen Reizen zu überschütten. Von nicht sehr hohen, aber scharf geschnittenen und dichtbewaldeten Bergen eingerahmt, lag der nicht breite Talkessel fest und warm in das Land hineingeschmiegt. Wo nicht die Spitzhacke des Goldwäschers den Boden aufgerissen hatte, stach das helle Grün freundlich gegen die viel dunklere Färbung der Zedern und Kiefern ab, die es umschlossen.

Wie hübsch die bunten, winzigen Zelte dort überall zerstreut lagen! Hier im Schatten einer einzelnen Eiche, dort auf dem offenen Hang zwischen Busch und Strauch herausschimmernd. Der dünne blaue Rauch an anderen Stellen verriet ebenfalls den Aufenthalt von Menschen, die sich hier aus grünen Zweigen eine Hütte aufgeschlagen hatten. Wie belebt auch die Straße war, kleine, mit weißen Planen bespannte Wagen kamen von dort herauf, wo sich der Bergstrom seine Bahn gebrochen hatte. Unter dem dort überhängenden Felsen konnte man deutlich die kleinen, sich bewegenden und langsam vorrückenden Gestalten erkennen, auf die das Sonnenlicht fiel.

Überall herrschte reges Leben und Treiben. Kleine Trupps von Menschen kamen und gingen von und aus allen Richtungen, und in dem Städtchen selbst – der Sheriff fuhr empor und nahm rasch sein kleines Fernrohr aus der Tasche. Während er es auszog, wandte er nicht den Blick ab. Bald hatte er auch den Platz gefunden, den er suchte. Sein heimliches Lächeln, mit dem er hindurchsah, bewies das genügend.

»Jetzt ist die Bombe geplatzt!« schmunzelte er dabei leise vor sich hin. »Donnerwetter, sie werden ihm noch das Zelt über dem Kopf abreißen... und aus der roten Flat strömen sie nur so hinein. Briars hat sicher Lärm geschlagen. Prächtiger Kerl, der Briars! Wenn der Holzkopf klug gewesen wäre und sein Maul gehalten hätte, konnte ihm nichts bewiesen werden. Die Hoosiers sagen schon nichts, und sein Gold war er doch los. Daß ihm das keine Jury in den Minen wieder zugesprochen hätte, mußte er wissen! Aber der Geizteufel stak ihm in den Knochen, und jetzt soll er die Geschichte ausbaden. Wohl bekomm's, würdiger Alkalde! Hahaha, wie der jetzt nach dem Sheriff schreien wird, um ›Ruhe und Ordnung‹ wiederherzustellen. ›Wo steckt der Hale, der Lump, wieder einmal!‹ Hahahaha, der besieht sich den Volksaufstand aus der Vogelperspektive, und wenn er zurückkommt, wird er eine Versammlung einberufen müssen, um einen neuen Alkalden zu wählen. Wenn wir ihn auf diese Weise nicht loswerden, behalten wir ihn für immer.«

Noch immer betrachtete er sich das rege Leben in der Stadt. Wenn sich auch die einzelnen Menschen deutlich erkennen ließen, so war das Glas doch nicht scharf genug, und die Entfernung zu groß, um bestimmte Persönlichkeiten unterscheiden zu können.

Vollkommen befriedigt schob er es endlich wieder zusammen, steckte es in die Tasche und streckte sich dann behaglich unter dem hohen Baum aus. Durch die Zweige sah er in den Himmel und blieb da so lange liegen, bis ihm die Augen schwer wurden und er in einen leichten Schlaf fiel.

Die Sonne neigte sich schon stark gegen Westen, als er endlich wieder erwachte. Er hatte Stimmen gehört, die vom Berghang gerade auf ihn zuzukommen schienen. Vielleicht waren es Goldwäscher, die sich einen neuen Platz für ihre Arbeit suchten. Vielleicht aber auch Indianer, von denen ein ganzer Stamm in der Nähe lagerte und selbst an dieser Stelle schon einmal ihre Feuer entzündet hatten. Um seine Sicherheit brauchte er sich nicht zu sorgen, denn die Indianer waren vollkommen harmlos. Nur mit ihren kleinen, knapp 90 Zentimeter langen Bogen und Pfeilen bewaffnet, wußten sie recht gut, daß sie gegen die Überzahl der mit Gewehren bewaffneten Fremden nichts ausrichten konnten. Aber selbst gegen einzelne waren sie freundlich. Sie wichen ihm am liebsten aus, grüßten ihn jedoch, wenn sie ihm begegneten, und belästigten ihn nie.

Als er zum Paradies hinuntersah, schien dort wieder Frieden eingekehrt zu sein. Nur hier und da standen noch einzelne Gruppen zusammen. Die ›rote Erde‹ war aber ganz verlassen, nicht einen einzigen Arbeiter konnte er dort noch erkennen.

Die Stimmen kamen inzwischen näher. Nach dem scharf singenden Ton der Sprecher glaubte der Sheriff Mexikaner oder doch Südamerikaner unterscheiden zu können. Die Mexikaner standen nun in dieser Zeit nicht gerade im besten Ruf. Verschiedene Morde waren ihnen zur Last gelegt worden. Der Sheriff hatte aber seinen Revolver bei sich, ohne den er nie ausging, und kannte keine Furcht. Er blieb auch ruhig unter seinem Baum liegen, um die Nahenden erst abzuwarten.

In ihrer Abstammung hatte er sich auch nicht geirrt. Schon von weitem konnte er die bunten Zarapen, die über ihre Schulter hingen, durch die Büsche schimmern sehen.

Es waren tatsächlich Mexikaner, und zwar drei kräftige, hochgewachsene Burschen mit krausen Bärten und sonnengebräunten Gesichtern. Zwischen ihnen ging im eifrigen Gespräch ein alter Bekannter. Der Sheriff erschrak richtig, als er ihn in dieser Gesellschaft sah – Kesos, der indianische Häuptling. Er schien so in sein Gespräch vertieft, daß er noch nicht einmal den Weißen am Boden bemerkte.

An der offenen Stelle blieben sie stehen, ohne ihr Gespräch zu unterbrechen. Es wurde jedoch Spanisch gesprochen, und der Sheriff verstand kein Wort davon. Ehe er aber noch überlegen konnte, ob er sich aufrichten oder dort liegenbleiben sollte, um den kleinen Trupp vorüberzulassen, stieß der kleine Bursche, der zwei Pferde am Zügel führte, einen leisen Warnruf aus. Der Indianer sah sich rasch um und erblickte im nächsten Moment den Amerikaner.

»Hallo, Kesos!« sagte der und richtete sich langsam auf. »Bist du noch hier in der Gegend? Ich dachte, du wärst schon lange zu deinem Stamm zurückgekehrt.«

Der Indianer antwortete ihm nicht. Fast war es, als ob er in den Augen des Weißen erst lesen wollte, ob er etwas von ihrer Unterhaltung verstanden hatte. Beruhigte er sich deswegen oder fiel ihm ein, daß der Sheriff die spanische Sprache nicht beherrschte? Jedenfalls nickte er ihm endlich freundlich zu und sagte:

»Noch nicht – Kesos ist ein großer Capitano und hat viele Stämme, die ihn anerkennen. Er wird morgen zu den Witongs zurückkehren.«

Der Sheriff war jetzt aufgestanden, trat auf den Indianer zu und legte seine Hand auf dessen Schulter. Dabei sagte er freundlich:

»Das ist gut, Kesos. Ich würde etwas dafür geben, wenn ich wüßte, daß du es dir nicht anders überlegst. Wenn du aber meinem Rat folgen willst, dann laß dich nicht zu sehr mit den Burschen da ein, mit denen du wohl schon gut bekannt bist.«

»Wie meinst du das?« erkundigte sich der Indianer vorsichtig.

»Du wirst schon verstehen, was ich meine«, sagte der Amerikaner gelassen. »Es ist feiges, nichtsnutzes Gesindel und sitzt locker auf der Scholle. Zu Dummheiten sind sie immer bereit und kümmern sich nicht darum, ob es gut geht oder nicht. Im schlimmsten Fall nehmen sie ihre Holzpfannen und Brechstangen und verschwinden bei Nacht und Nebel in den Bergen. Ihr Indianer habt aber eure Heimat hier und kommt dabei nur schlecht weg!«

»Ich verstehe dich nicht!« sagte der Indianer finster.

»Das tut mir leid für dich«, erwiderte Hale, nickte ihm zu und ging langsam wieder schräg den Hang hinunter, ohne auf die Mexikaner auch nur einen Blick zu werfen.

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