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Friedrich Gerstäcker: Gold - Kapitel 11
Quellenangabe
typefiction
booktitleGold
authorFriedrich Gerstäcker
year1989
publisherUnion Verlag
addressStuttgart
isbn3-8139-5652-0
titleGold
pages15-594
sendergerd.bouillon@t-online.de
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5. Ein Abend in San Francisco

Die Nacht brach an. So wie sich hier gleich nach Sonnenuntergang die Dunkelheit rasch und fast plötzlich auf die Erde legt, so unterbrach sie auch hier das geschäftige Treiben der Menge. Die Karren verschwanden, die Lastträger, die meistens mit ihrem eigenen Gepäck durch die Straßen gekeucht waren, brachten ihre Bürden unter. so gut das in der Eile ging. Die hell erleuchteten Spielsalons der Plaza sandten jetzt ihren vollen, strahlenden Glanz durch die geöffneten Türen ins Freie. Lockten sie doch damit mehr Menschen heran als bei hellem Tageslicht, wo die meisten außerdem andere Beschäftigung hatten. Jetzt war fast jeder frei, und in die zurückgeschlagenen Zelte und geöffneten Pforten strömten die Menschenscharen.

Das Parkerhaus, das damals den größten und bestdekoriertesten Saal aufwies, strahlte besonders in heller Pracht. Um die Spieltische, von denen jeder eine enorme Pacht zahlen mußte, drängten sich Leute. Hier galten weder Rang noch Stand – nur Gold.

Wieder kreischten dazu oben auf dem Orchester die Violinen, schmetterten die Trompeten und donnerten die Pauken. Durch den weiten, menschengefüllten Saal lief das dumpfe Murmeln der Menge, klang der Laut der springenden Münzen und tönte manchmal der gellende Jubelschrei eines glücklichen Spielers oder der Fluch eines Verlierers. Manchmal knallte auch ein Champagnerkorken dazwischen. Leicht gewonnenes Geld mußte auch leicht vergeudet werden, und die Gläser der Zecher klirrten zusammen. Aber den Gang des Spieles konnte das nicht unterbrechen. Für die alten, abgefeimten Spieler war das sogar ein angenehmer Ton. Die Leute, die dort ihr Geld verpraßten, glaubten, sie hätten es gewonnen. Tatsächlich war es nur geborgt, denn in einer Stunde brachten sie es, mit dem Alkohol im Blut, sicher mit Zins und Zinseszins an die Bank zurück.

Mitten durch die Menge drängte sich ein Mann, ohne die Tische nur mit einem Blick zu würdigen. Schon seine Hast fiel auf, da es hier keiner eilig hatte. Man war hier eben hereingekommen, um den Abend zu verbringen. Schritt für Schritt, alle Augenblicke an der einen oder anderen Stelle haltmachend, so wogte der Menschenschwarm auf und ab im Saal. Wer da schneller vorwärts kommen wollte als die übrigen, mußte natürlich die ganze Ordnung stören.

»Hallo!« brummte ein Mann in einem blauen Hemd, den der Eilige etwas derb zur Seite geschoben hatte. Er sah sich mehr erstaunt als ärgerlich nach ihm um. »Na, du wirst dein Geld doch in diesem verbrannten Nest noch früh genug loswerden! Warum der Narr so läuft?«

»Hat sich sicher neuen Geldvorrat geholt«, lachte ein anderer, ein Bursche, der einem Strauchdieb ähnlicher sah als einem ehrlichen Menschen. »Wenn er zurückkommt, geht er langsamer – er ist noch grün.«

»Je früher sie ihm dann die Flaumfedern ausrupfen, desto besser«, sagte der erste, drehte sich wieder dem nächsten Spieltisch zu, um das Spiel zu beobachten.

Der Fremde hörte wahrscheinlich diese Bemerkungen gar nicht oder achtete nicht darauf. Unaufhaltsam drängte er vorwärts, und sein ängstlicher Blick schien jemand im Saal zu suchen.

»Hier, Sir, hier ist der Platz, um Ihre Taschen mit Gold zu füllen!« rief ihm da oder dort ein gerade nicht beschäftigter Spieler zu. Aber er konnte ihn damit nicht aufhalten, bis er plötzlich den Gesuchten an einer Säule entdeckte und sich nun rasch zu ihm hinarbeitete.

»Siftly'« rief er dabei, als er die Schulter des Mannes berührte. »Ich habe ihn gefunden!«

»Heda, Hetson!« sagte der Amerikaner, als er sich langsam umdrehte. »Mensch, was hast du? Du siehst ja leichenblaß aus!«

»Er ist da!« war die einzige Antwort, die er bekam. Der junge Mann drehte den Kopf, als ob das gefürchtete Schreckbild ihm schon auf den Fersen folgen würde.

»Er? – Wer?« erkundigte sich sein Freund ruhig. Er hatte andere Sachen im Kopf und die Mitteilung des Mannes schon wieder vergessen.

»Charles Golway!« flüsterte da Hetson in sein Ohr und sah ihn mit einem Blick an, als ob er sein Todesurteil von ihm erwarte.

»Charles Golway?« wiederholte erstaunt der Amerikaner. »Ah – der frühere Verlobte!«

»Pst! Um Gottes willen!« bat Hetson und drückte seinen Arm.

»Ach, Unsinn«, lachte der aber. »Wer kennt hier den Burschen oder deine fixe Idee. Und wenn man sie kennen würde, wer kümmerte sich darum? Komm, laß den sein, wo er will. Hier, dieser Tisch hat heute abend nur Unglück, und ich glaube, du hättest keine bessere Stunde wählen können, um dich für heute nachmittag zu revanchieren.«

»Laß mich um Gottes willen in Ruhe mit deinem Spiel«, bat aber Hetson und ergriff seinen Arm nur fester. »Was soll ich tun? Gib mir deinen Rat!«

»Und wenn ich ihn dir gebe, befolgst du ihn doch nicht.«

»Versuch's!«

»Gut, aber das ist auch mein letztes Wort in dieser langweiligen Geschichte. Laß ihn laufen und kümmere dich so wenig um Charles Golway in San Francisco oder in Kalifornien, als ob Charles Golway auf dem Mond säße.«

»Du weißt nicht...«

»Ich weiß genug, um dich ernsthaft zu bitten, dir diese fixe Idee aus dem Kopf zu schlagen. Kommt er dir in den Weg und merkst du, daß er mit deiner Frau anbändeln will, so schieß ihn über den Haufen. Weshalb läuft er der Frau eines anderen Mannes hinterher? Ist er aber nur durch Zufall hierhergekommen...«

»Durch Zufall?« unterbrach ihn rasch und bitter der Unglückliche. »Er ist uns von Valparaiso aus direkt gefolgt!«

»Von Valparaiso aus? Ich dachte, du hättest ihn auf eine australische Fährte gesetzt?«

»Er muß wohl die Wahrheit erfahren haben«, stöhnte Hetson. »Schon diese Hast bestätigt meinen schlimmsten Verdacht. Das Schiff, mit dem er angekommen ist, ist drei Tage später von Valparaiso ausgelaufen als wir selbst, aber schon vorgestern, also zwei Tage früher als wir, hier eingetroffen.«

»Sein Schiff wird eben besser gesegelt sein als euers«, brummte der Amerikaner. »Aber wir vergeuden die kostbare Zeit hier mit reinem Unsinn. Willst du spielen?«

»Laß mich mit deinem Spiel zufrieden. Ich habe es nie gemocht und bin jetzt nicht in der Stimmung, es zu beginnen. Hilf mir lieber, den Mann hier in diesem Gewirr einer Stadt aufzufinden.«

»Ich hin doch nicht verrückt!« lachte Siftly. »Wenn du keine bessere Beschäftigung hast, kann dir das keiner verwehren. Erlaube mir aber, meine Zeit besser zu verbringen.« Damit drehte er dem Freund den Rücken zu und wandte sich einem der anderen Tische zu. Hetson blieb allein zurück. Hier hatte er aber keine Ruhe, warf einen scheuen Blick über seine nächste Umgebung und drängte dann der hinteren Saaltüre zu, um seine Frau im oberen Teil des Hauses aufzusuchen.

Er fand sie allein in dem noch dunklen Zimmer mit gefalteten Händen auf ihrem Bett sitzen. Wußte sie, daß ihr früherer Verlobter angekommen war? Hatte sie ihn vielleicht schon gesehen oder gesprochen? Hetson wagte den Gedanken nicht auszudenken, trat nach kurzer Begrüßung an das Fenster und sah auf den dunklen Platz hinunter.

»Hetson«, sagte da seine Frau mit leiser Stimme. »Fehlt dir etwas?«

»Mir? Nein – warum?«

»Du bist so still. Ist dir etwas Unangenehmes passiert?«

»Nicht daß ich wüßte«, sagte Hetson, dessen Herz zum Zerspringen voll war. »Aber du bist noch im Dunkeln? Warst du allein?«

»Unser Schiffsarzt, der alte Doktor Rascher, war am Nachmittag kurze Zeit bei mir«, sagte seine Frau. Sie ging zum Tisch und zündete eine Kerze an. »Ich freue mich, daß wir ihn im Hause haben. Hier in dem wilden, fremden Leben hat ein Freund den doppelten Wert.«

»Du fühlst dich nicht wohl hier?«

»Wohl?« antwortete seine Frau und seufzte. Sie warf einen wehmütig lächelnden Blick in dem kleinen Zimmer umher, in dem ihr Gepäck noch wild und unordentlich umhergestreut stand. Es befand sich noch nicht einmal ein Möbel darin, um nur das Notwendigste unterzubringen. Ein großes Bett, ein Tisch und zwei Stühle bildeten die Möblierung. Alles schien aus neuen, kaum gehobelten Brettern gerade erst schnell zusammengefügt zu sein. Von Tapeten keine Spur, nicht einmal die Fensterrahmen oder Türen waren gestrichen. Decke, Fußboden und Wände bestanden nur aus nacktem Tannenholz, gegen das der Mahagonitisch und die beiden Kirschbaumstühle nicht gerade freundlich abstachen.

»Wie kann man sich hier wohl fühlen, Frank? Dazu der ständige wilde Lärm, das ewige Türenschlagen, bei dem jedesmal das ganze Haus zittert und die Fensterscheiben klirren, das Rennen der Leute in den Gängen, als ob ein Unglück sie in Bewegung hielte. Ich wollte, wir wären nicht nach Kalifornien gegangen.«

Der Mann erwiderte kein Wort. Er war zum Tisch getreten und hielt Stirn und Augen mit seiner rechten Hand bedeckt. Als seine Frau zu ihm aufsah, entging ihr nicht, wie blaß er geworden war. In plötzlicher Angst ergriff sie seinen Arm und rief:

»O Gott, Frank! Du bist krank, dein Gesicht ist totenblaß! Was ist passiert?«

»Nichts, mein Herz«, antwortete er leise. »Ich bin nur müde vom vielen Umherlaufen. Aber du hast natürlich recht, der Aufenthalt in diesem eingezwängten, ungemütlichen Raum muß für dich unerträglich sein. Er scheint noch schlimmer zu sein als an Bord, und dabei befinden wir uns im größten und wohnlichsten Gebäude der ganzen Stadt. Je eher wir also San Francisco verlassen, desto besser. Ich will gleich morgen die Vorbereitungen dafür treffen.«

Sie hatte kaum auf seine Worte geachtet, denn ihr Blick hing noch immer an seinem vor Aufregung zerfurchten Gesicht.

»Sag mir, was du hast, Frank«, flüsterte sie und schmiegte sich an ihn. »Dir ist etwas passiert, du kannst es leugnen, wie du willst. Ich merke es an deinem ganzen Wesen, am Zittern deiner Hände. Vertraue es mir an, bei meiner Liebe zu dir beschwöre ich dich! Oder soll ich annehmen, daß ich in dieser freudlosen Außenwelt auch noch dein Vertrauen verscherzt habe?«

Hetson ließ seine Hand langsam sinken und blickte einen Moment scharf und forschend in die Augen seiner Frau. So treu und unschuldig sah sie ihn an, sie konnte nicht falsch sein. Sie konnte jetzt noch nichts von der Nähe des früheren Verlobten wissen. Aber sollte er es ihr jetzt selbst sagen, daß er angekommen war? War es nicht möglich, daß sie ihm doch noch entkommen konnten, die sicheren Berge erreichten, ehe der Verfolger auf ihre Spur kam?

»Frank, was hast du?« bat erneut seine Frau. »Sind es die alten Träume und Sorgen, die dich bedrücken? Ich hoffe, nicht! Habe ich nicht alles getan, um dir zu beweisen, daß die Vergangenheit tot für mich ist? Daß ich nur dir gehöre? Bin ich dir nicht selbst in dieses abgelegene Land gefolgt, und verlangst du einen stärkeren Beweis meiner Liebe?«

»Abgelegen?« flüsterte Hetson verstört vor sich hin. »Nicht abgelegen genug, als daß dieser Unglückselige nicht hierher finden würde.«

»Glaub doch das nicht!« bat sie tröstend. »So wie ich Charles kenne, kann ich überzeugt sein, daß er jeden Versuch aufgeben wird, mich wiederzusehen, wenn er erfährt, daß ich mit einem anderen verheiratet bin.«

»Charles!« zischte Hetson durch die zusammengebissenen Zähne.

»Stört dich der Name, Frank?« Sie legte ihren Kopf an seine Schulter. »Denk daran, wie lange ich an ihn nur unter diesem Namen gedacht habe, so daß der andere mir fast fremd geworden ist. Aber auch das will ich vermeiden, und gebe Gott, daß nicht einmal Mr. Golway mehr zwischen uns genannt zu werden braucht.«

»Ich glaube dir – ich glaube dir«, flüsterte erregt der Mann. »Aber wird er selbst dafür sorgen, daß das nicht geschieht? Du traust ihm zuviel Edelmut, zuviel Entsagungskraft zu.«

»Nein, Frank, bestimmt nicht«, sagte sie zuversichtlich. »Wenn du doch bloß einmal diese trüben Gedanken vergessen könntest, dann würdest du auch wieder froh und heiter werden. Mutwilliger hat sich noch niemand das Leben verbittert als du selbst, und während du...«

»Mutwilliger?« unterbrach er sie. »Mutwilliger, sagst du? Glaubst du, daß das Schreckgespenst, das mich während der langen Reise quält, nur Phantasie ist? Daß es nur zu meiner kranken, überspannten Einbildungskraft gehört, wie du mir immer weismachen willst? Er ist hier!«

»Wer, Frank, um Gottes willen, wer?« rief sie erschrocken aus.

»Wer? Dein Charles, wenn du wirklich noch nichts von seiner Anwesenheit weißt. Er ist dir gefolgt, und warum? Um dich zurückzuholen!«

»Das ist nicht möglich!« hauchte seine Frau. Blaß trat sie einen Schritt zurück.

»Nicht möglich?« wiederholte Hetson mit fest aufeinandergebissenen Zähnen. »Ich kann dir das Schiff nennen, mit dem er drei Tage später als wir von Valparaiso uns nachgefahren ist. Er hat sich nicht einmal die Zeit genommen, in Chile von der langen Reise zu rasten und die erste Gelegenheit benutzt, um seine Pläne durchzusetzen.«

Hetsons Frau erwiderte kein Wort. Erschüttert verbarg sie ihr Gesicht für einen Augenblick in den Händen. Es war aber auch nur ein Augenblick, dann richtete sie sich rasch wieder auf und rief:

»Und wenn er hier wäre, Frank, hast du so wenig Vertrauen zu deiner Frau, daß du dir solche Sorgen, solchen Kummer machst?«

»Er war deine erste Liebe«, flüsterte Hetson scheu. »Nur wenige Stunden lagen dazwischen, und er hätte dich noch frei gefunden, frei für den, zu dem dich dein Herz zog. Ich selbst bin dir nur aufgedrungen, durch blinden Zufall verheiratet. Ich weiß, daß ich etwas halte, was mir nicht gehört. Aber ich bin nicht imstande, es wieder aufzugeben.«

Der Mann war außer sich, und in dem Gefühl des furchtbaren Schmerzes, der ihm durch die Brust zuckte, warf er sich auf das Bett und verbarg sein Gesicht in den Kissen.

Seine Frau war starr und regungslos in ihrer Stellung geblieben, folgte ihm nur mit den Augen. Vor ihrem inneren Blick glitten jetzt die alten Bilder vorüber, die er leichtsinnig wieder zu neuem Leben weckte. Ja, sie hatte den ersten Jugendfreund geliebt, geliebt mit aller Kraft. Der Augenblick, in dem sie erfuhr, daß er doch noch lebte und daß er für sie nur durch die Hochzeit für immer verloren war, stand in diesem Moment überdeutlich vor ihr. Aber Hetson war ihr Mann, freiwillig hatte sie ihn geheiratet, sie wußte, mit welcher innigen Liebe er an ihr hing. Als sie die Hand fest und krampfhaft auf ihr Herz drückte, drängte sie auch den letzten Gedanken zurück, der vielleicht noch zwischen ihr und ihrem Mann gestanden hatte. Behutsam, als fürchtete sie sich vor dem Geräusch ihrer Schritte, trat sie zu dem Bett und legte den Arm um seinen Nacken.

»Frank!« flüsterte sie.

Er antwortete nicht, aber sein Zittern verstärkte sich.

»Frank«, wiederholte sie. Das Wort war nur wie ein Hauch, der sein Ohr kaum streifte, aber doch bis in sein Innerstes drang. »Frank, sei ein Mann. Wenn mein Herz auch früher an dem anderen hing, das ist doch jetzt vorbei. Ich bin deine Frau, und bei allem, was dir und mir heilig ist, schwöre ich, daß ich keinen Gedanken mehr an ihn verschwende. Alles, was früher war, existiert nicht mehr. Seitdem wir verheiratet sind, hat für mich ein neues Dasein begonnen. Glaubst du mir jetzt?«

»Jenny, süße, liebe Jenny!« rief er aus und drückte sie an sich.

»Es ist gut, daß wir uns ausgesprochen haben«, fuhr sie fort. »Der innere Gram hätte dir sonst noch den Lebenswillen zernagt, ohne daß ich dir hätte helfen können. Jetzt, wo du alles gesagt hast, was dich bedrückt, kann ich auch frei mit dir reden. Alles wird gut werden.«

»Und... Charles?« flüsterte Hetson so scheu, als ob er selbst sich vor dem Namen fürchtete.

»Wenn er uns wirklich begegnen sollte, wird er wohl die Stellung achten, in der er mich jetzt findet. Er muß sie achten, oder er verdient nicht einmal den Schatten der Gefühle, die ich früher für ihn empfand. Bist du nun ruhig?«

Hetson drückte sie fester. Als sie sich über ihn bog und ihre Lippen seine Stirn berührten, löste sich der starre Schmerz des Mannes in Tränen auf. Er weinte, wie er nur als Kind geweint hatte. Seine Frau hatte sich über ihn gebeugt und hielt ihn in ihrem Arm.

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