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Adda von Liliencron: Giovanna - Kapitel 7
Quellenangabe
authorAdda Freifrau von Liliencron
titleGiovanna
publisherSchriftenvertriebsanstalt Berlin
year1897
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
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Sechstes Kapitel.
Horaces Ankunft in Paris.

Es war am späten Nachmittage des 5. Mai, als die leichte Reisekalesche des jungen Marquis vor dem Hotel St. Herbert hielt.

Horaces eifrige Frage nach seinem Vater beantworteten die herbeieilenden Diener dahin, daß der Herr Marquis eben sehr erschöpft aus Versailles zurückgekehrt sei und befohlen habe, vor einer Stunde ihn nicht zu stören. »So melden Sie meine Ankunft noch nicht,« gebot Horace, »ich werde auf mein Zimmer gehen und später meinen Vater selbst aufsuchen.«

Es war dem jungen Offizier, als er die Treppe heraufschritt, als wäre er lange fortgewesen. Die alten Räume, die bekannten Gesichter umgaben ihn wieder, alles fand er unverändert, nur er selbst war ein anderer geworden. Der Aufenthalt in Schloß Boncourt war für ihn nicht nur ein märchenhafter Traum gewesen, der ihn für kurze Zeit verzauberte, sondern den Einfluß jener Zeit empfand er als einen bleibenden, der alle schlummernden Kräfte seiner Seele geweckt hatte.

In dem Arbeitskabinett des alten Marquis waren die schweren Vorhänge dicht geschlossen, jeder Strahl der heiteren Maisonne blieb verbannt, und nur ein trübes Halbdunkel herrschte in dem Zimmer. In der eleganten Staatsrobe, die er in der Versammlung getragen hatte, saß er auf dem Fauteuil am Schreibtisch. Sein Kopf ruhte gegen die Lehne des Stuhls, das matte Licht, das durch die Vorhänge drang, warf dunkle Schatten auf seine Züge, und die zusammengesunkene Haltung machte einen eigentümlich greisenhaften Eindruck. Er wußte, daß er jetzt allein und unbeobachtet war, daher verbarg er nicht die drückende Sorge und den Kummer seines warmen, königstreuen Herzens.

Der alte Royalist sah wie die Sachen standen und sagte sich, daß Recht und Sitte, Glauben und Gesetz, diese notwendigen Stützen, die in einem Staate fest sein müssen, daß diese alle bis in ihre Grundvesten erschüttert waren. Der letzte Versuch der Regierung war die Versammlung der Reichsstände gewesen; dort vereinigte sich alles, was Frankreich an hervorragenden Namen besaß. Doch der Eröffnung dieser Versammlung sah die Regierung unthätig entgegen, und der Winter war vergangen, ohne daß man sich mit der Idee beschäftigt hätte, worüber nun diese ll-l200 Köpfe beraten sollten.

»Es wäre wenigstens des Versuches wert gewesen,« so dachte der Marquis bitter, vonseiten der Regierung irgend etwas Bestimmtes zu bringen, und sich klar zu sein über das, was man durchsetzen wollte.«

Der Marquis hatte gestern der Eröffnungsfeier der Versammlung beigewohnt. Er hatte mit Beschämung erkannt, wie der Ceremonienmeister und der Hofmarschall mehr bei der Sache gethan hatten, als die ganze Regierung. Man hatte die alten wunderlichen Etikettenformeln aus der Rumpelkammer hervorgeholt. Aber hatte man auch in der Regierung die alte Kraft und Energie wecken können?

Die Festrede, mit welcher der Bischof von Nancy die Versammlung eröffnete, war keine Predigt, es war eine Volksrede gewesen, die überfloß von Schlagwörtern wie »Freiheit, Gleichheit, Menschenrechte.« Dem alten Herrn war kein Wort entgangen, er hatte die Zornesröte auf den Wangen gefühlt, als jede anzügliche Stelle eifrig beklatscht wurde, und hatte später mit bitterem Unmut bemerkt, wie die Masse den König, als er sich im feierlichen Zuge nach dem Schlosse begab, zwar mit einem matten Lebehoch empfing, sich aber vollständig stumm verhielt, als die Königin vorüberschritt, während Orleans, den man mit dem Hofe verfeindet wußte, mit Jubel begrüßt wurde.

Alle diese Erinnerungen zogen im Geiste an dem alten Royalisten vorüber. Er durchlebte noch einmal die Demütigungen und fühlte noch einmal die Hoffnungslosigkeit, die ihn ergriff, als er heute der Eröffnungsrede des Königs beigewohnt hatte.

Aus dem königlichen Munde ging kein Befehl, kein Beschluß, nur der Wunsch, daß der allgemeinen Unruhe gegenüber die Vertreter der Nation durch weise Ratschläge der Regierung einen Halt geben möchten. Er überließ durch dieses Bekenntnis das Staatsschiff den Wellen und dem Sturm und wollte die drückenden Sorgen auf andere Schultern wälzen. Ach, der Marquis wußte wohl, daß diese Königsschultern nicht stark genug waren, um solche Lasten zu tragen, und daß die Hand, die das Zepter führte, nicht Energie genug besaß, um kräftig durchzugreifen.

Was aber würde das Ende sein von alle diesem?

Da schreckte ihn ein Klopfen an der Thür aus seinen Gedanken. Müde erhob er sich und öffnete die verschlossene Thür.

»Horace, mein teurer Sohn,« rief er freudig überrascht, »du bist frisch und blühend heimgekehrt, in dem jungen, sprießenden Reis zeigt sich der Saft des alten Stammes. Wir brauchen Männer in dieser Zeit und ich setze meine Hoffnung auf dich.«

»Das kannst du auch,« versicherte Horace bewegt, »ich kehre als ein anderer zurück. Laß dem Sohne nun das heilige Recht, gemeinsam mit dem Vater zu kämpfen und zugleich von diesem teuren Vater eine Treue zu lernen, in der unsere Ahnen ihren Ruhm gesucht haben.«

Der Marquis blickte voll Rührung auf den Sohn. »Das ist nicht die sorglose Sprache, die du früher so gerne führtest. Du hast gehalten, was du mir beim Abschied versprachst, ich lese es aus deinen Zügen, es klingt mir aus deinen Worten entgegen, die ernste Zeit hat dich schnell gereift. So laß uns denn Hand in Hand gehen, die alte sinkende Kraft mit der jungen aufwärtsstrebenden.

Es war ein ernster Händedruck zweier Männer, die mit warmem Herzen ihr bestes Ringen und Wollen ihrem Könige weihten.

Die späte Abendstunde vereinigte in dem Hotel St. Herbert mehrere Freunde des Hauses. Der Marquis trennte sich nur ungern von dem Sohne, der nach einem langen, eingehenden Gespräche den Vater verließ, um seine Mutter vor dem Erscheinen der Gäste zu begrüßen.

Die Marquise empfing Horace in ihrem Boudoir.

»Du hast uns sehr gefehlt,« sprach sie freundlich und küßte ihn auf die Stirn. »Das gesellige Leben schläft ein, auch bei Hofe wird es immer stiller, da die Königin um den kranken Dauphin sorgt. Die Männer treiben Politik, und alles andere geistige Streben geht in diesem einen Interesse unter. Du hast dich damit beschäftigt, das alte Eulennest auszubauen und vor allem,« fügte sie mit einem leichten spöttischen Lächeln hinzu, »sollst du weite Ritte gemacht und dabei deine Freude in der schönen Natur gefunden haben. Nun, vielleicht hast du dadurch besser gelernt, Rousseaus Sprache zu verstehen.«

»Ich habe mancherlei gelernt,« versetzte der Sohn mit ernster Betonung, »nicht die Sprache Rousseaus, aber die Sprache der Gesellschaft verstehe ich jetzt, denn ich habe erfahren, wie manches verdeckte Spiel von zarten Händen getrieben wird. In Nancy bin ich mit Männern zusammen gewesen, die das Leben klar und unparteiisch beurteilen, und dabei sind mir die Augen geöffnet worden, um Wahrheit von Trug, ein frisches, naturwüchsiges Leben von einem Scheinleben unterscheiden zu können.«

»Schon gut,« unterbrach ihn die Marquise und zuckte ungeduldig mit den schönen Schultern. »Solche Phrasen schmecken nach der Provinz und taugen nicht für den Salon. Rühren wir nicht mehr daran; von deinem guten Verstande und der Pariser Luft erwarte ich, daß du alle thörichten Schäferidyllen vergißt, welche du möglicherweise auf deinen romantischen Spazierritten erlebt zu haben glaubst.«

Eine dunkle Zornesröte überzog das Gesicht des Sohnes. Jean mußte schon bei der Marquise gewesen sein und Bericht erstattet haben. Empört über die elende Spionage, hatte er bereits eine heftige Antwort auf der Zunge, als seine Mutter mit einem entschiedenen »ich wünsche nichts mehr darüber zu hören,« ihm das Wort abschnitt.

»Du warst von jeher der verwöhnte Liebling der Damen und wirst es jetzt wieder sein,« fuhr die Marquise begütigend fort. »Die ersten Häuser stehen dir offen, du kannst unter den besten und reichsten Geschlechtern wählen, ich denke, man wird dem Marquis St. Herbert so leicht nicht die Hand der Tochter verweigern. Bereite deinem Vater und mir die Freude, zu sehen wie in dir der alte Glanz unseres Hauses neu erblüht.«

»Es wird allezeit mein Bestreben sein, unserem Stamm einen guten Klang zu bewahren und den alten Familientraditionen treu nachzuleben,« gab Horace kühl zurück, »aber was die Heirat anbetrifft, so muß ich meiner Mutter auf das entschiedenste erklären, daß ich meine Hand nur mit meinem Herzen fortgeben werde.«

Die Marquise spielte mißmutig mit ihrem Fächer, die Worte des Sohnes verstimmten sie mehr, als sie sich selbst eingestand, aber sie fühlte, daß alles weitere Sprechen über die Sache nutzlos, wenn nicht gar schädlich sei. Nur scharf beobachtet sollte Horace werden, ob er nicht irgendwelche Verbindungen mit Nancy aufrecht erhielt, daher bekämpfte jetzt die Dame ihren Unmut und wandte sich wieder freundlich an Horace. »Meine Vorschläge scheinen heute leider wenig Anklang bei dir zu finden,« klagte sie, »aber ich gebe es noch nicht auf, dennoch deinen Wünschen zuvor zu kommen. Da du diese Tage Jean als Diener gebraucht hast, so wirst du seine Geschicklichkeit François' Tölpelei gegenüber sehr angenehm empfunden haben. Ich will ihn dir gern überlassen, und auch für François bietet sich ein ausgezeichneter Posten bei einer deutschen Familie, die in nächster Zeit nach Heidelberg zurückkehrt. Sein Fortgehen würde uns allen angenehm sein« ...

»Nur mir nicht,« ergänzte Horace. »Einen treueren Diener als François könnte ich nirgends finden. Ich werde ihn keinenfalls entlassen, denn seine deutsche Gradheit und Beharrlichkeit macht ihn mir besonders schätzenswert. Jean hingegen mit seinem verschlagenen Gesicht kommt mir vor wie ein Spion, den ich nie in meiner Nähe länger dulden würde, als ich müßte.«

Trotz der Schminke konnte Horace das flüchtige Erröten seiner Mutter bemerken.

Der Eintritt der ersten Gäste beendigte das Gespräch, das anfing für beide peinlich zu werden. –

Sobald Horace am anderen Morgen seine Meldungen beendigt hatte, fuhr er nach Gonesse, wo Gilbert seit wenig Wochen sein Pfarramt angetreten hatte. Er sehnte sich nach dem Bruder, und ungeduldig trieb er daher die munteren Pferde zu erneuter Eile an. Endlich lag das niedere Pfarrhaus in geringer Entfernung vor ihm. Es schimmerte freundlich aus dem frischen Grün hervor; schlicht und voll strenger Einfachheit erschien es gerade angemessen für den ernsten Sinn des Mannes, der im dunklen Priesterkleide eben aus der Thür des Hauses trat und aufmerksam die Straße hinabblickte. Ein Freudenschimmer flog über seine bleichen Züge, als er Horace erkannte, der schnell vom Wagen sprang und in seine Arme eilte. Innig war die Begrüßung der beiden Brüder, und Arm in Arm schritten sie über den schmalen Kiesweg in das Haus.

»Warum hast du die besseren Stellen ausgeschlagen und statt dessen dieses bescheidene Domicil gewählt?« erkundigte sich Horace.

»Du weißt, mir graut vor allem äußeren Pomp beim Klerus,« entgegnete der junge Geistliche. »Je bescheidener mein Platz ist, je leichter kann ich ihn ausfüllen.«

»Du setzest zu wenig Vertrauen in deine Kraft,« wandte Horace ein. »Glaube nur an dich selbst und an deinen geheiligten Beruf.«

Gilbert seufzte schwermütig. »Der Klerus, der sich jetzt unter den Reichsständen versammelt, ist wenig erfüllt von der Heiligkeit seines Berufes. Das Amt Frieden zu stiften und Segen zu verbreiten ist ihm fremd, denn die eifernden Prälaten suchen nicht Gottes Ehre, wollen nicht die Macht der Kirche heben, sondern es ist ihnen nur darum zu thun, ihre eigene Ehre und ihre persönliche Macht zu heben. O daß ich Priester werden mußte, um mit sehenden Augen ohnmächtig dem Verfall der Kirche zuzuschauen!«

Er bedeckte das Gesicht mit den Händen und blickte erst wieder auf, als er Horaces Hand auf seiner Schulter fühlte.

»Kannst du die heilige Sache fördern, wenn du dich in nutzlosen Klagen erschöpfst?« klang des Bruders ernste Stimme. »Nur der versteckte Feind ist gefährlich, vor deinen Augen aber liegen klar die Schäden der Kirche: Wohlan, so kämpfe dagegen!

Strafe die Unsitten in deiner Gemeinde, du kannst es, denn kein Makel klebt an deinem Leben. Bringe deinen Pfarrkindern ein unverfälschtes Gotteswort, wenn gleich ihre Ohren jetzt noch verzaubert sind durch Rousseaux lockende Sprache, du wirst dennoch Eingang bei ihnen finden, sobald du mit helfender Hand ihre Leiden linderst. Als Führer der Seelen, die Gott dir anvertraute, kannst du Tausende retten, dann wirst du ein Bollwerk bilden gegen die zerstörenden Wogen der Glaubenslosigkeit, welche wie eine Brandung die Kirche umtoben. Fest und unerschüttert wirst du stehen und bis zum letzten Atemzuge für die sinkende Kirche leiden und streiten. So kämpfen wir beide, du mit der Kreuzesfahne; ich mit dem Lilienbanner, treu bis in den Tod.«

Die begeisterten, fast prophetischen Worte des Bruders machten einen überwältigenden Eindruck auf Gilbert. Staunend blickte er auf ihn. »Wie kommt es, daß du mir das Innerste der Seele bewegen kannst?« fragte er sinnend. »Mir ist es, als könnte ich deinen Worten glauben, als müßte auch für mich einmal die Stunde schlagen, wo die Verzagtheit unter meinen Füßen liegt und ich für meine Kirche eine laute Stimme erheben darf. Aber sage mir, Horace, wie geht es zu, daß mir aus dem Munde meines leichtherzigen Brausekopfes solche Worte kommen?«

»Wie das zugeht?« wiederholte Horace träumerisch, »ich weiß es selbst nicht. Der Umgang mit ernsten Männern hat mich tiefer über das Leben und über unsere Zeit Nachdenken lassen. Aber nicht das ist es, was mich so völlig umgewandelt hat, der Zauber lag darin, daß ich aus dem Quell einer unberührten Weiblichkeit schöpfen durfte.«

»Bruder,« rief Gilbert halb erschreckt, halb freudig, »sage mir alles. Wer ist es, der eine solche Macht über deine Seele ausgeübt hat?«

»Wie soll ich dir das Mädchen beschreiben, das dies vermocht hat? Ein Himmelsstrahl verklärt ihre Schönheit, und wenn ich sie ansehe, kommt es über mich wie Gebet! Ich schwärme nicht,« fuhr Horace schneller fort, als er Gilberts verzweifeltes Gesicht sah. »Ich sehe sie vor mir stehen, lebenswarm und frisch. Wie eine Flut von lichten Sonnenstrahlen umrahmt sie das goldblonde Haar. Die Augen sind tiefschwarz, wie geheimnisvolles Waldesdunkel, träumerisch und sinnend, dann wieder leuchten sie auf in einem Glanze, der nicht von dieser Welt stammt.«

Gilbert zog den erregten Bruder auf einen Sessel nieder. »Nun rede einmal deutlich und mit ruhigem Blut,« lächelte er, »damit ich endlich weiß, ob du von einem Wesen sprichst, das aus Fleisch und Blut geschaffen ist, oder nur von einem Bilde deiner Phantasie.«

In beredten Worten erzählte nun Horace von seiner ersten Begegnung mit St. Pierre und seiner Tochter, von seinen inneren Kämpfen, als er sich seiner Liebe bewußt geworden war und von seinem Verlöbnis. Alles berichtete er, auch das letzte Gespräch mit seiner Mutter, deren Spionage er nicht verhehlte.

Gilberts Herz war voll Sorge für den Bruder, als er die Geschichte seiner Liebe vernommen hatte. Er konnte ihm nur recht geben, daß jetzt, wo der Marquis mit Sorgen überhäuft war, nicht der Augenblick sei, um ihm diese Liebe zu. gestehen, in welche er schwerlich einwilligen würde. Im Geheimen hatte Gilbert noch einen Nebengedanken, den er freilich nicht aussprach. Er traute dem beweglichen Herzen des jungen Offiziers nicht die nötige Beharrlichkeit zu, um in Treue an einer Liebe fest zu halten, die ihm zwar groß und ideal erschien, aber doch auch zugleich völlig hoffnungslos.

Horace hatte den Bruder gebeten, sobald als thunlich einen Besuch in Boncourt zu machen, und dieser war bereit dazu, denn ihn verlangte selbst nach dieser Reise, um zu ergründen, weß Geistes Kind das Mädchen sei, welches Horace mit feinem heißen Herzen und seiner glühenden Phantasie in so wunderbaren Farben schilderte.

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