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Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter

Ferdinand Gregorovius: Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter - Kapitel 247
Quellenangabe
typetractate
booktitleGeschichte der Stadt Rom im Mittelalter
authorFerdinand Gregorovius
year1988
publisherDeutscher Taschenbuch Verlag
addressMünchen
isbn3-423-05960-5
titleGeschichte der Stadt Rom im Mittelalter
created20011006
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1859
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Fünftes Kapitel

1. Friedrich II. in Deutschland und Italien. Er beschließt den Krieg gegen den Lombardenbund. Die Kommunen und der Papst. Der umbrisch-toskanische Städtebund. Ansicht des Papsts von seinem Recht auf Italien und auf die Weltherrschaft. Der Prokonsul-Titel der Römer. Petrus Frangipane. Johannes Poli und Johannes Cinthii Senatoren. Rückkehr des Papsts 1237. Schlacht bei Cortenuova. Das Mailänder Carrocium in Rom. Johannes de Judice Senator.

Schon ein Jahr lang war Gregor IX. im Exil in Tuszien, und noch zwei andere Jahre blieb er trotz jenes Friedens in der Verbannung; denn in Rom würde er keinen Augenblick Ruhe gefunden haben. Des Stoffs zu Haß und Hader gab es genug, und Friedrich vermehrte ihn, um den Papst in seinem Verhältnis zum Lombardenbunde zu lähmen. Die Empörung des Königs Heinrich hatte den Kaiser im Sommer 1235 nach Deutschland gerufen, wo sein verblendeter Sohn sich ihm gefangen gab; er selbst vermählte sich in Worms am 15. Juli zum drittenmal, mit Isabella von England, und verbündete sich dadurch mit derjenigen Macht, welche die Stütze der Guelfen gewesen war. Nachdem er die Angelegenheiten Deutschlands in mehr als jähriger Anwesenheit glücklich geordnet hatte, versammelte er im Juni 1236 sein Heer auf dem Lechfelde bei Augsburg und kehrte dann durch Tirol nach Italien zurück, die Lombarden zu bestrafen. Er stand auf der Höhe seiner Herrschermacht. Italien, so schrieb er damals an den Papst, ist mein Erbland, und dies der ganzen Welt wohl bekannt. Dies stolze kaiserliche Wort war ein Programm, welches den Bruch mit den Grundsätzen von Konstanz und Eger aussprach. Die ganze Halbinsel wollte Friedrich in seine Monarchie verwandeln.

Seine Geduld war erschöpft. Langwierige Unterhandlungen, in denen sich der Papst stets parteiisch für die Lombarden bewies, hatten den Trotz der Städte nur vermehrt. Diese kühnen Bürger sperrten die Verbindung zwischen Italien und Deutschland, hinderten die Beschickung der Reichstage in oberitalischen Städten und ließen keine deutschen Truppen mehr durch die Alpenpässe. Das war zu viel für den Stolz des großen Kaisers. Als er im September aufs Roß stieg, gegen Mantua zu ziehen und den Krieg mit den Eidgenossen zu beginnen, ergriff er das kaiserliche Banner und rief: die Pilger wandern überall frei in der Welt und Ich sollte mich nicht in den Grenzen meines Reiches frei bewegen dürfen? Im guten Glauben an sein Recht begann demnach Friedrich II. den Kampf gegen denselben Lombardenbund, welchem sein Großvater erlegen war. Ein legitimes Prinzip, ein tragischer Irrtum stürzte sein glorreiches Haus. Glänzt nicht die weise Mäßigung Barbarossas heller durch den Wahn seines genialen Enkels, welcher sich der Strömung des Jahrhunderts entgegenwarf und in ihr zugrunde ging? In den Kommunen lag die Zukunft der Welt, in ihnen, nicht mehr im Reich, das Prinzip der Kultur; ihr Sieg war zeitgemäß; der Sieg des Papsttums wurde es durch sie, weil sich die Kirche wie im XII. Jahrhundert sofort zur Beschützerin des Bürgertums und seiner Freiheit aufwarf und aus diesen Machtquellen der Zeit verjüngende Kräfte an sich zog. In dem großen Prinzipienkampf, der jetzt neu beginnen sollte, war das nächste und praktische Objekt das Investiturverhältnis der Städte zum Reich, das höhere endlich die Selbständigkeit der italienischen Nation, welche den Anspruch der deutschen Kaiser, daß Italien ihr Erbland sei, nicht mehr anerkannte. Neben den Kommunen stand das national gewordene Papsttum, kämpfend für die irdische Grundlage seiner Macht, den italienischen Kirchenstaat, welchen es ausdrücklich als Symbol seiner Weltherrschaft betrachtete; kämpfend für die Freiheit von der Staatsgewalt und begierig, durch die Erniedrigung des Reichs unter das Tribunal des Heiligen Stuhls seine Ansprüche auf jene Weltherrschaft zu verwirklichen. Die Städterepubliken wurden den Päpsten Vorwand und Mittel, ihre eigene Sache durchzufechten, die im Prinzip mit dem italienischen Bürgertum nichts gemein hatte, aber durch die Nationalität innig mit ihm verflochten wurde.

Ganz Italien ward in den neuen Kampf des Reichs mit der Kirche hineingerissen; beide Mächte strebten nach der italienischen Herrschaft, jene durch das ghibellinische Prinzip monarchischer Einheit, diese durch ein hierarchisches Ideal, gestützt auf die guelfischen Triebe der Nationalunabhängigkeit. Noch immer ruhte der Schwerpunkt der Geschichte in Italien, der Heimat jener Gegensätze, welche die Menschheit fortdauernd bewegten. Die Kämpfe, die das schöne Land erschütterten, bilden die Größe seines mittelalterlichen Lebens; seine ruhmvollsten Zeiten, seine schönsten Taten der Vaterlandsliebe gehören der Epoche des Schwabenhauses an. Der starke eidgenössische Bürgergeist der Italiener, ein schnell und glänzend vorübergehendes Kulturphänomen, überlebte das Zeitalter der Hohenstaufen nicht. Die großen Ideen der Guelfen und Ghibellinen versanken bald nachher in kleinlichen, lokalen Parteihader zwischen Adel und Bürgertum, und die herrlichen Republiken wurden am Ende die Beute von Stammtyrannen ohne Sinn für Nation und Vaterland.

Wenn Friedrich II. die Lombarden bezwungen hätte, so würde er Italien unter seinem Zepter vereinigt haben. Die Päpste waren daher die natürlichen Verbündeten jener Eidgenossenschaft, in welcher sie nach dem Verlust der normannischen Stütze in Sizilien das einzige Bollwerk der Kirche erkannten. Sie fanden auch bei dem tuszischen und umbrischen Städtebund Schutz, wo das guelfische Florenz, die dauernde Feindin italienischer Einheit, wo Viterbo, Orvieto, Assisi und Perugia, in dieser Zeit stets Asyle der Päpste, ihnen unschätzbare Dienste leisteten. Mit großer Vorsicht und ohne das Recht offen zu verletzen ging der Papst zu Werke; mit gleicher Vorsicht verfuhr der Kaiser. Beide scheuten noch einer des andern Macht. Aber nichts konnte den Wiederausbruch des offenen Krieges zwischen Gegnern hindern, von denen der eine die alte Reichsgewalt herzustellen beabsichtigte, der andere zu behaupten fortfuhr, daß das Imperium kirchen- und staatsrechtlich dem Heiligen Stuhl gehöre.

»Der Nacken der Könige und der Fürsten«, so schrieb Gregor an Friedrich, »beugt sich zu den Füßen der Priester, und die christlichen Kaiser müssen ihre Handlungen nicht allein dem römischen Papst unterwerfen, sondern selbst andern Geistlichen. Der Herr hat den Heiligen Stuhl, dessen Richterspruche er den Erdkreis im Verborgenen und Offenbaren untergab, seinem Urteil allein aufbewahrt. Die ganze Welt weiß es, daß der Weltmonarch Constantin mit dem Willen des Senats und Volks der Stadt und des ganzen Römischen Reichs für Recht erkannte, daß der Stellvertreter des Apostelfürsten als Gebieter im Weltreiche über das Priestertum und alle Seelen auch die Herrlichkeit über alle irdischen Dinge und Leiber erhalte. Indem er also dafür hielt, daß derjenige, welchem Gott die himmlische Gewalt auf Erden übertrug, auch im Weltlichen als Richter regieren müsse, so übergab er dem römischen Papst die Insignien und das Zepter des Kaisertums, die Stadt mit ihrem ganzen Dukat, welche du Uns durch dein Gold zu verführen trachtest, und das Reich für ewige Zeit. Indem er es für gottlos hielt, daß der irdische Kaiser dort Gewalt ausübe, wo das Haupt der ganzen christlichen Religion vom himmlischen Kaiser eingesetzt wird, so überließ er Italien dem Regiment des Papsts und suchte sich in Griechenland eine Stätte aus. Von dort übertrug der Heilige Stuhl in der Person Karls (welcher eine für die römische Kirche zu schwere Last in Demut auf sich nahm) das Reich den Deutschen, aber indem der Papst das Reichstribunal und die Schwertgewalt durch die Krönung und Salbung deinen Vorgängern und dir zugestand, hat er deshalb von seinem oberherrlichen Rechte nichts vergeben; du aber beschädigst dieses Recht des Papsts und nicht minder deine Ehre und Treue, wenn du deinen eigenen Schöpfer nicht anerkennst.«

Darf man im Angesicht so unsinniger Maximen, ohne aller Gerechtigkeit Hohn zu sprechen, die Schuld jenes großen Zwiespalts den Kaisern allein auf bürden? Wenn Gregor IX. es offen bekannte, daß dem Papst die Universalmonarchie gebühre, daß der Besitz des Kirchenstaats nur das symbolische Zeichen derselben sei, darf man sich dann noch verwundern, daß Friedrich II. dieses Symbol zu vernichten unternahm?

Gesandte aller Städte waren vom Kaiser zum Sommer des Jahres 1236 nach Piacenza beschieden; die mit gutem Recht noch grollenden Römer kamen nicht, worauf sie Friedrich entartet schalt und ihnen vorwarf, daß Mailand, die trotzige Feindin des Reichs, jetzt größer sei als Rom. Sooft die Kaiser Roms bedurften, schmeichelten sie der Stadt mit den Erinnerungen an ihre alte Erhabenheit, als ob die Majestät des Reichs noch immer in ihr versammelt sei. Friedrich berief sich sogar auf die Lex Regia, um aus ihr die allgemeine richterliche Autorität abzuleiten, die ihm vom römischen Volk übertragen sei, während der Papst seine Herrscherrechte über Rom, Italien und das Abendland von der fabelhaften Großmut Constantins ableitete, von der Machtfülle Christi aber seine höchste Richtergewalt über Kaiser und König herschrieb. Der römische Adel fügte seinen Titeln gerade in dieser Zeit noch einen andern antiken hinzu. Edle Römer nannten sich, ohne über sich selbst zu lächeln, »Prokonsul der Römer«, wenn sie bereits in der Stadt oder Provinz eine hohe Magistratur bekleidet hatten und nun als Podestaten im Gemeindehaus einer Republik saßen oder als Rektoren eine päpstliche Landschaft regierten. Das für den Ehrgeiz des Adels zu kleine Theater hatte sich nämlich seit Innocenz III. dadurch vergrößert, daß die Päpste edle Römer bisweilen als Legaten mit Zivilgewalt in eine Provinz schickten, und mehr noch durch die Berufung zu Podestaten in den mittelitalischen Städten. Zwar blieb der alte Titel Consul Romanorum, welchen einst der Adel geführt hatte, als er der Gemeinde gegenüber einen politischen Körper bildete, auch jetzt noch in Gebrauch; doch er verlor seit dem Verschwinden der regierenden Gemeindekonsuln und seitdem sich die Zunftvorstände Konsuln nannten sein Ansehen, welches jetzt auf den ausschließlich dem hohen Adel eigenen Titel Prokonsul überging. Es ist nicht unwahrscheinlich, daß außerdem die vornehmsten Großen dieses Prädikat als Bezeichnung einer wirklichen Würde im Senat zu führen begannen, wo sie eine Art von Pairskammer darstellen mochten. Ihre neue Titulatur wurde seit dem ersten Drittel des XIII. Jahrhunderts von den Päpsten wie vom Kaiser offiziell anerkannt.

Die kaiserliche Faktion fand damals an Petrus Frangipane, einem Sohne Emanuels und Enkel Oddos, ihr Haupt. Man warf Friedrich vor, daß er diesen Prokonsul und andere Edle bestochen habe, um Unruhen zu erregen, welche wiederum den Charakter eines Stadtkrieges annahmen. Aber die päpstliche Partei besaß am Senator eine kräftige Stütze; die Burg Peters am Titusbogen, die Turris Cartularia, wurde erstürmt und eingerissen, worauf Petrus sein Heil in der Flucht suchte. Die Ruhe war kaum im März 1237 hergestellt, als die im Mai erfolgte Wiederwahl des Johann von Poli zum Senator neue Aufstände veranlaßte; denn Johannes Cinthii, ein Anhänger des Kaisers, wurde jenem von der Volkspartei entgegengestellt. Die Faktionen kämpften in der Stadt, bis der im Turm Conti bestürmte Poli darein willigte, daß sein Nebenbuhler Senator blieb. Johannes Cinthii hielt die Gegenpartei mit Waffengewalt nieder, bewachte die Stadttore und suchte die Rückkehr des Papsts zu hindern, welche ein Teil der ermüdeten Römer laut begehrte. Ein Sturm auf das Kapitol zwang ihn nachzugeben, worauf Jacobus Capocci, der Sohn des berühmten Johann und Bruder des Kardinals Petrus, nach Viterbo geschickt wurde, um Gregor IX. zur Heimkehr einzuladen. Der Papst kam im Oktober 1237. Das Volk empfing ihn mit hergebrachtem Jubel, und selbst der Senator zog ihm feierlich entgegen. Schiffe brachten Wein und Getreide nach der verhungerten Stadt, welches regionenweise durch Priester verteilt wurde. Mehr als 10 000 Pfund baren Goldes kostete den Papst seine Rückkehr und Versöhnung mit Rom. Das Elend dieser Stadt wuchs; schon Innocenz III. hatte die Geld- und Getreideausteilungen für Marken wie zur alten Zeit wieder einführen müssen, und sein Lebensbeschreiber zählte bei einer Hungersnot bereits 8000 öffentliche Arme. Es gab in Rom einen zahlreichen verschuldeten und verarmten Adelspöbel, das wesentliche Element der städtischen Revolutionen; und im ganzen war das Volk so mittellos, daß es die lange Abwesenheit der päpstlichen Kurie und ihrer Reichtümer nicht ertragen konnte. Vielleicht erließen die durch Gregor IX. wieder beglückten Römer damals wirklich ein Edikt, daß fortan kein Papst die Stadt verlassen dürfe.

Unterdes war Friedrich II. im siegreichen Kampf mit der Lombardei gewesen. Am 1. November 1236 hatte er Vicenza erstürmt und das kühnste Haupt der Ghibellinen, Ezzelin, den Sohn Ezzelins des Mönchs, dort zum Signor gemacht. Die Angelegenheiten Österreichs hatten ihn in demselben Winter nach Deutschland zurückgeführt, wo in Wien sein zweiter Sohn Konrad an Stelle des verstoßenen Heinrich zum Könige der Römer erwählt wurde. Im August 1237 versammelte der Kaiser bei Augsburg sein Heer zum Zuge nach Italien. Er kündigte dem Senat, den Konsuln und dem Volk der Römer seine Rückkehr an. Er kam im September, nachdem Ezzelin schon im Februar in das mächtige Padua eingezogen war. Mantua ergab sich am 1. Oktober, und der große Sieg bei Cortenuova am 27. November rächte den Unglückstag von Legnano. Die Kaiserlichen zersprengten dort die tapferen Scharen Mailands und seiner Bundesgenossen unter dem Feldgeschrei: Miles Roma! Miles Imperator! Das Reich triumphierte noch einmal. Auf dem blutigen Felde bei Cortenuova schien für das italienische Bürgertum alles verloren, der Friede von Konstanz und die Gewinste eines ganzen Jahrhunderts. In Cremona hielt der Kaiser seinen Einzug mit dem erbeuteten Fahnenwagen der Mailänder, der von einem weißen Elephanten gezogen wurde, während der gefangene Podestà Mailands, Pietro Tiepolo, des Dogen von Venedig eigener Sohn, mit Ketten gefesselt am Mastbaum dieses Carrocium zu sehen war. Römische Abgesandte waren Zeugen von des Kaisers Triumph; sie gaben ihm Kunde von der Rückkehr des Papsts, und er trug ihnen auf, für seine Zwecke zu wirken.

Dem römischen Volk schickte er in seinem Siegesgefühl die Reste des Mailänder Fahnenwagens und viele erbeutete Feldzeichen, um sie im Kapitol zu verwahren. Das Carrocium galt nämlich als Palladium der Städte. Ein reich gezierter, von Stieren gezogener Wagen, auf welchem sich die Fahnenstange mit dem goldenen Kreuzbild und einer Glocke erhob, wurde als heiliges Symbol der Republik in den Schlachten aufgefahren und von einer auserlesenen Schar todesentschlossener Streiter bewacht. Seinen Verlust betrachtete man als das tiefste Unglück oder die größte Schmach, welche die Ehre einer Stadt betreffen konnte. Friedrich begleitete das seltsame Geschenk mit einem Briefe an die Römer, worin er in der Weise eines alten Triumphators redete und mit pomphaften Versen, die irgendein Hofpoet in seinem Lager verfaßt hatte.

Der Papst sah mit Unwillen den Einzug dieser Trophäe, aber er konnte die kaiserliche Partei nicht an ihrem feierlichen Empfange hindern. Die Spolien Mailands wurden auf dem Kapitol über antiken Säulen aufgestellt, die man in Eile errichtet hatte. Man setzte darunter eine Inschrift, die man noch heute über der Treppe des Konservatorenpalasts sieht, wo sie in der Wand eingemauert ist. So schmückten die Römer ihr bemoostes Kapitol noch mit Siegeszeichen; aber diese Trophäen, die Gemeindeglocke, die Kette oder die Riegel eines Stadttors von Tusculum, Tivoli und Viterbo, und endlich die Räder eines Fahnenwagens würden das laute Gelächter der antiken Welteroberer erregt haben.

Die kaiserliche Partei gewann einen Augenblick lang die Oberhand, als der Papst im Juli 1238 wieder nach Anagni gegangen war. Seither finden sich bisweilen zwei Senatoren in Rom, so daß man annehmen darf, die ghibellinische Faktion habe den einen von ihnen aufgestellt, und dies wurde später zur Regel. Die Guelfen hielten indes so guten Widerstand, daß Gregor IX. im Oktober 1238 zurückkehren und seine Gegner zum Gehorsam zwingen konnte. Die bisherigen Senatoren Johann von Poli und Oddo Petri Gregorii traten ab, und Johannes de Judice von der päpstlichen Faktion wurde als alleiniger Senator eingesetzt. Er trat mit Kraft gegen die Ghibellinen auf und brach ihre Türme, wobei manches schöne Monument des Altertums und, wie es scheint, auch ein Teil des Cäsarenpalasts zerstört wurde.

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