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Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter

Ferdinand Gregorovius: Geschichte der Stadt Rom im Mittelalter - Kapitel 198
Quellenangabe
typetractate
booktitleGeschichte der Stadt Rom im Mittelalter
authorFerdinand Gregorovius
year1988
publisherDeutscher Taschenbuch Verlag
addressMünchen
isbn3-423-05960-5
titleGeschichte der Stadt Rom im Mittelalter
created20011006
sendergerd.bouillon@t-online.de
firstpub1859
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5. Kultur Roms im XI. Säkulum. Guido von Arezzo erfindet die Noten. Zustand der Bibliotheken. Die Pomposa. Monte Cassino. Farfa. Gregor von Catino. Subiaco. Anfänge von Sammlungen römischer Regesten. Deusdedit. Mangelhafte Fortführung der Papstgeschichte. Die Regesten Gregors VII. Pier Damiani. Bonizo. Anselm von Lucca. Streitschriften über die Investitur.

Wir beschließen die Geschichte des XI. Jahrhunderts der Stadt mit einem Blick auf den Zustand ihrer damaligen geistigen Kultur, und wenig genug haben wir davon zu sagen.

Im X. Jahrhundert nahmen wir nicht ein einziges literarisches Talent in Rom wahr, auch im ganzen XI. finden wir dort keines heimisch. Eine so lange wissenschaftliche Öde hat etwas Erschreckendes, selbst wenn man sie durch die Geschichte eines so blutigen Jahrhunderts erklären will. Seit der Mitte des XI. Säkulum entwickelten sich doch im übrigen Italien die Keime neuer Bildung. Die beginnende Freiheit der Städte spornte die Bürger zu geistiger Regsamkeit; die Profanschule machte die ersten Versuche, sich der Kirche zu entziehen; die Rechtswissenschaft wurde gepflegt; der Handel schöpfte und verbreitete Kenntnisse, und große Ereignisse forderten sie zu beschreiben auf. Nur Rom befruchteten solche Einflüsse nicht; alle Kräfte wurden dort von dem großen Reformkampf aufgezehrt; die in Deutschland oder Gallien gebildeten Päpste, welche ihn leiteten, strengten sich an, die Kirchen und Klöster von der Sittenverderbnis zu reinigen, ohne die Zeit zu haben, eine gebildete Priesterschaft zu erziehen. Die Reihe zum Teil verworfener Päpste bis auf die Synode in Sutri (die Römer selbst nannten sie »Idioten«) mag die Periode der tiefsten Barbarei bezeichnen, bis Rom wiederum durch germanische und gallische Bildung belebt wurde wie zur Zeit Silvesters II. und Gregors V. Die Reformpäpste waren Fremde, und die besseren Kardinäle um sie her waren es auch.

Wir wissen nichts von dem Zustande der römischen Schulen in dieser Zeit. Urkunden zeigen uns Doktoren des Rechts, Scholasten und Magister anderswo, nur nicht in Rom. Wipo forderte Heinrich III. auf, das Beispiel der Italiener nachzuahmen und die Söhne des deutschen Adels in die Schule zu schicken, aber solche löbliche Sitte hatte er kaum in Rom gelernt. Dort waren Adel und Bürgerstand weniger unterrichtet als in Bologna und Pisa, in Pavia und Mailand, obwohl es in Rom immer grammatische Schulen geben mußte, wo die Kenntnis der Alten gelehrt wurde. Denn das Studium der Grammatik war damals in Italien sehr verbreitet, und man gab viel auf einen künstlichen und rhetorisch gefärbten Stil.

Rom blieb in schönen und profanen Wissenschaften hinter dem übrigen Italien in demselben Verhältnis zurück wie im X. Jahrhundert. Die Reimchroniken des Mönchs Donizo von Canossa, welcher das Leben der großen Gräfin Mathilde in freilich barbarischen Versen beschrieben hat, des Wilhelm von Apulien, an welchem die Heldenlaufbahn Robert Guiscards wenn auch nicht einen Virgil, so doch einen verständigen Darsteller fand, ermunterten keinen römischen Mönch zur Nachahmung; noch vermochten dies die lyrischen Poesien des Damiani und des Alfanus von Salerno. Selbst der Inschriften oder Epigramme gibt es in dieser Epoche nur wenige. Aber der Kirchengesang hätte einen Aufschwung nehmen dürfen, seit Guido von Arezzo, Benediktiner im Kloster Pomposa bei Ravenna, die Noten erfand und damit die Reihe der genialen Erfindungen eröffnete, welche die Barbarei von dem Menschengeschlecht abgestreift haben. Der Neid seiner Kuttenbrüder vertrieb Guido, so daß dieser erste Erfinder in der Geschichte der christlichen Kultur auch ihr erster Märtyrer wurde und sich selbst mit jenem Künstler verglich, welchen Tiberius töten ließ, weil er ein unzerbrechliches Glas erfunden hatte. Tedald, Bischof von Arezzo, nahm ihn bei sich auf, und bald rief ihn der unwissende Johann XIX. nach Rom. Dieser ließ sich sein Antiphonarium erklären, lernte in kurzer Zeit eine Strophe singen und befahl, die wunderbare Methode in der lateranischen Sängerschule einzuführen. Wir lesen noch den Brief Guidos, der von seinem Triumph erzählt. Der beglückte Mönch verließ Rom, aber er versprach wiederzukommen, um seine Erfindung dort zu lehren. Vielleicht bemühte sich Rom nicht, einen so ausgezeichneten Mann festzuhalten, oder er floh die fiebervolle Öde, wie er selbst gestand. Unter den Gründen der Unwissenheit der römischen Geistlichen führte ein Kardinal zur Zeit Gregors VII. neben der Armut, die sie hinderte, fremde Schulen zu besuchen, auch die Ungesundheit Roms an, welche fremde Magister entfernt hielt. Die Versumpfung vieler Teile der Stadt mußte sie in der Tat zu einer wahren Katakombe machen. Außerdem war sie arm, von Parteien erfüllt, und der päpstliche Hof pflegte damals die Wissenschaften nicht. Weder Lanfrank aus Pavia, der Lehrer Alexanders II., noch der berühmtere Anselm von Aosta, Lanfranks Schüler, der Vater der scholastischen Theologie, wurden nach Rom gezogen. Diese Sterne erster Größe des XI. Jahrhunderts erhellten nacheinander Frankreich und das Abendland aus dem Kloster Bec in der Normandie, und beide Lombarden starben, einer des andern Nachfolger, als Erzbischöfe in Canterbury.

Selbst von den Reformpäpsten haben wir kein Dekret zugunsten der Schulen bemerkt, und erst Gregor VII. erneuerte im Jahr 1078 den Befehl, an allen Kirchen Schulen für die Geistlichkeit einzurichten.

Die Bibliotheken Roms in jener Zeit sind uns unbekannt; man mochte wohl dafür sorgen, sie zu erhalten, denn die Reihe der Bibliothekare wurde auch im XI. Jahrhundert nicht unterbrochen, während aus dem folgenden nur drei, aus dem XIII. kein einziger uns namhaft geworden sind. Der Verfall der Wissenschaften lähmte den Eifer für die Vervollständigung der lateranischen Bibliothek, und in römischen Klöstern gab es kaum Mönche, welche Codices zu schreiben verstanden. Damiani klagte selbst über den Mangel an Abschreibern, und daß es nur wenige gäbe, die, was er schreibe, schnell vom Blatte wegzulesen wüßten. Rom wurde fortdauernd von italienischen Klöstern beschämt, welche hie und da die Wissenschaften pflegten. Wir besitzen einen Katalog der Bibliothek der Pomposa aus jener Zeit; sein Schreiber prahlt mit der Bemerkung, daß er sogar reichhaltiger sei als der in Rom, und diese Bemerkung zeigt doch, daß die römischen Bibliotheken noch immer für ansehnlich galten. Am Ende des X. Jahrhunderts hatte sich auch der berühmte Gerbert, ehe er Papst wurde, um Bücher für seine Bibliothek zu erwerben, nach Rom gewandt. Die Äbte Guido und Hieronymus hatten in jener Abtei Pomposa mit großen Kosten Bücher aus aller Welt zusammengebracht, deren Zahl für die damalige Zeit sehr bedeutend war. Der Profanschriften gab es darunter freilich wenige; Eutrop und die Historia Miscella, Plinius, Solinus und Justin, Seneca, Donatus und der schon verstümmelte Livius werden unter einer Masse theologischer Schriften bemerkt.

Noch rühmlicher war die Tätigkeit der Mönche Monte Cassinos im Sammeln und Schreiben von Handschriften. Das goldene Zeitalter dieser Abtei gehört dem Desiderius an. Viele Codices ließ er sammeln und fertigen, darunter selbst mehr Profanschriften, als anderswo zu finden sein mochten. Noch heute betrachtet der Kundige dort voll Pietät manchen schönen Pergament-Codex mit langobardischer Schrift, den er schreiben ließ. Monte Cassino glänzt in der Literaturgeschichte des XI. und XII. Jahrhunderts; der Poesien eines Alberich und Alfanus, Desiderius und Oderisius können wir leicht entbehren, aber die Verdienste, die sich Amatus (um 1080) durch seine Geschichte der Normannen und Leo Marsicanus, nachmals unter Paschalis II. Kardinalbischof Ostias, durch die Chronik von Monte Cassino erwarben, sind groß und bleibend. Selbst die Wissenschaft der Medizin, im nahen Salerno durch arabische Einflüsse blühend, wurde im Kloster gepflegt; als einer ihrer Förderer glänzte dort seit 1060 der in Karthago geborene Constantinus Africanus, Übersetzer arabischer und griechischer Schriften ins Lateinische, ein wahres Wunder chaldäischer Weisheit, die er im Orient sich erworben hatte; er war der erste Gelehrte in Europa, von dem es feststeht, daß er die arabische Sprache verstand.

Während sich Monte Cassino diese Verdienste erwarb, schmückten keine solche die Benediktiner-Abteien Farfa und Subiaco in der Nähe Roms. Monte Cassino war eifrig römisch gesinnt, ja zwei Reformpäpste gingen von dort hervor, doch Farfa verteidigte standhaft die Rechte der kaiserlichen Gewalt. Die literarische Tätigkeit der farfensischen Mönche war nur klösterlicher Natur. Zur Zeit Ottos III. bemerkten wir den Eifer des Abts Hugo, von dem wir einige Schriften besitzen, welche den Verfall seiner Abtei schildern. Deren Freiheit zu verteidigen, war überhaupt das fortgesetzte Streben seiner Nachfolger. Diesem Bedürfnis entsprang daher am Ende des XI. Jahrhunderts das berühmte Registrum farfensischer Urkunden. Der Mönch Gregor von Catino, ein edler Sabiner, vom Abt Berard II. aufgefordert, alle Farfa betreffenden Instrumente zusammenzutragen, brachte dies mühsame Werk zwischen den Jahren 1092 und 1099 zustande, worauf es sein Schüler Todinus minder gut bis zum Jahr 1125 fortsetzte, mit welchem die Urkunden schließen und die Abtei selbst in die päpstliche Gewalt fiel. Diese ausgezeichnete Regesten-Sammlung ist eine Hauptquelle der Geschichtsforschung des römischen Mittelalters, woraus seit dem vorigen Jahrhundert geschöpft worden ist und auch diese Geschichte der Stadt geschöpft hat. Die Sorgfalt, mit der die Mönche Diplome von Fürsten, Kaisern und Päpsten, die Register der Besitzungen, die Urkunden der Emphyteuse, die Prozeßakten seit mehr als drei Jahrhunderten auf Pergament zusammentrugen, ist bewundernswert. Derselbe Archivar Gregor sammelte die Pachtverträge in einem eigenen Codex und häufte noch außerdem Diplome, Instrumente, geschichtliche Daten zu der formlosen, ja ungeheuerlichen »Chronik von Farfa« zusammen. Alle diese Arbeiten gehören nicht dem Geschichtschreiber, sondern dem Archivisten und Advokaten, denn Gregor wollte nicht ein Geschichtswerk liefern, vielmehr nur die Rechte Farfas beurkunden, und mit Grund hat man ihm auch eine »Verteidigung der Kaiserrechte« in betreff der Investitur zugeschrieben, eine der Streitschriften aus der Zeit des Reformkampfes.

Subiaco legte im XI. Jahrhundert ein ähnliches Registrum an, ohne es zu einer Chronik zu verarbeiten. Dies uralte Kloster gewann keine große Bedeutung, obwohl es reich wurde und allmählich die Umgegend sich unterwarf. Der Abt Humbert, ein Franzose, verschönerte es zur Zeit Leos IX. durch Bauten, errichtete den Klosterhof und begann die merkwürdige Grottenkirche (Santo Speco). Aber die Abtei wurde durch fortdauernde Spaltungen erschöpft, und sie führte zu gleicher Zeit heiße Kämpfe mit dem Bistum Tivoli, mit den marsischen Grafen, den Crescentiern in der Sabina und anderen kleinen Tyrannen ihrer Nachbarschaft.

Auch die bischöfliche Kirche Tivolis besaß einen Schatz von Urkunden. Aber erst in der zweiten Hälfte des XII. Jahrhunderts wurde ein Registrum derselben zusammengetragen. Diesen nicht durch die Zahl der Dokumente, jedoch durch ihr Alter ausgezeichneten Codex bewahrt das Vatikanische Archiv. Die Kirche in Rom hätte noch mehr Veranlassung zu solcher Tätigkeit haben müssen. Die Archive der Stadtklöster waren voll von Urkunden, doch deren keines schrieb sie zusammen. Während der Unruhen des X. und XI. Jahrhunderts ging ohne Frage ein Teil des Lateranischen Archivs unter, allein das noch Vorhandene würde die Mühe eines Sammlers reich belohnt haben. In der Tat machte man am Ende des XI. Jahrhunderts damit einen Anfang, um die Freiheiten der römischen Kirche der Kaisergewalt gegenüber zu behaupten. Der gregorianische Kardinal Deusdedit trug in seiner Victor III. gewidmeten Sammlung von Canones die Diplome der Kaiser, die Schenkungsurkunden, die Register der Patrimonia und des Census, Lehnsverträge, selbst alte Pachtgefälle noch aus der Zeit der ersten Gregore und Papstkataloge zusammen. Diese Verzeichnisse wurden seit dem Ende des XII. Jahrhunderts wiederholt aufgenommen in die Censusregister des Kanonikus Benedikt, des Albinus und Cencius.

Der Aufschwung des Papsttums mußte, so scheint es, auch dessen Geschichtschreibung beleben; trotzdem besteht die römische Fortsetzung der Papstgeschichte auch in diesem Jahrhundert nur in sehr dürftigen Katalogen oder in formlosen Notizen chronistischer Natur. Nichts verklagt die römische Geistlichkeit so sehr als die Tatsache, daß sie unfähig war, die großen Ereignisse jenes Zeitalters der Nachwelt zu überliefern. Die Lebensbeschreibung der größten Reformpäpste mußte Rom dem Auslande überlassen; das Leben Leos IX. schrieb ein Archidiaconus von Toul und auf den Wunsch Gregors VII. der heilige Bruno von Segni, der indes nur ein schwaches Produkt zustande bringen konnte; das Leben Gregors VII. selbst verfaßte ein deutscher Kanonikus aus Regensburg, Paul von Bernried, doch in höchst mangelhafter Weise.

In einem Zeitalter, wo die italienische Geschichtschreibung die Werke des Arnulf und Landulf in Mailand, des Amatus, des Gaufried Malaterra, des Wilhelm von Apulien und des Leo Marsicanus hervorbrachte, wäre eine der wichtigsten Epochen der Papstgeschichte dunkel geblieben, hätten sich nicht zum Glück die zahlreichen Briefe Gregors VII. erhalten. Diese berühmte Sammlung, ein Seitenstück zu den Briefen Gregors I., hat man mit Recht als das wahrhafte Erzeugnis der römischen Literatur im XI. Jahrhundert betrachtet. Der Literarhistoriker darf aus ihr ein Urteil über die Latinität der damaligen römischen Kanzlei fällen; der Geschichtschreiber zieht aus ihr ein unschätzbares Material, und der Biograph erblickt in diesem getreuen Spiegel den großen, gemütlosen und kalten Verstand eines Monarchen, dessen Seele keine Gabe der Muse je verschönert und erwärmt hat.

Gregors Gegensatz war Pier Damiani, aber dies lebhafte Talent zweiten Ranges gehört Rom nur vorübergehend an. Sein Wirken haben wir dargestellt, seine Schriften vielfach benutzt; in ihnen vereint sich mystischer Sinn mit einem edlen christlichen Geist. Damiani hat einen großen Teil der Bildung des XI. Jahrhunderts in sich aufgenommen; seine Schriften, Homilien, theologische und exegetische Traktate, Heiligenleben, Lobschriften auf das Mönchtum, Briefe an die Zeitgenossen, Poesien, zeigen einen Mann von guter grammatischer und theologischer Schule, einen liebenswürdigen Träumer, doch nirgend einen philosophischen Denker.

In den engen Kreis der Literaturgeschichte Roms dürfen wir kaum einen andern namhaften Schriftsteller der gregorianischen Zeit hineinziehen; dies ist Bonizo, der um 1075 in Sutri Bischof war. Als einer der eifrigsten Anhänger Gregors wurde er von Heinrich verfolgt, und nach unbekannten Schicksalen soll er endlich von den Kaiserlichen umgebracht worden sein. Er erwarb sich Verdienste um die Papstgeschichte seiner Zeit. In seinem Hauptwerk »Über die Verfolgung der Kirche« gab er einen flüchtigen und unwissenden Abriß ihrer Geschichte bis zu Heinrich II., dann schilderte er die Ereignisse ausführlich bis zum Tode Gregors VII. Seine Darstellung ist ziemlich klar, von Fanatismus frei, sein Material bei vielen Irrtümern und Entstellungen oft unschätzbar, und wir besitzen in seinen Büchern den ersten Versuch, die Geschichte des Papsttums, wenn auch als Tendenzschrift, zu schreiben. Bonizos Angaben gingen in viele andere Sammlungen von Papstleben und Chroniken über.

Auch der gelehrte Bischof Anselm von Lucca, der geistliche Rat Mathildes, gehört nicht Rom an, für dessen Sache er so eifrig tätig war. Der große Reformkampf erzeugte überhaupt eine lange und heftige Bewegung in der Literatur Deutschlands und Italiens; in unsern Tagen, wo nach fast acht Jahrhunderten das Papsttum durch die Umwälzungen des Jahres 1859 in einen tödlichen Kampf mit dem italienischen Volk selbst geraten ist, sehen wir eine ähnliche Literatur von Flugschriften emporkommen, und sie erinnert uns vielfach an die Zeit des Investiturstreits. Aber auch heute liefert die Stadt Rom selbst nur den geringsten Beitrag zu dieser Flut von Libellen und Schriften für und wider die Einheit Italiens, für und wider das Dominium Temporale und die weltliche Herrlichkeit des Papsts.

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