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Geschichte der Hexenprozesse. Band I

Wilhelm Gottlieb Soldan: Geschichte der Hexenprozesse. Band I - Kapitel 9
Quellenangabe
typetractate
authorWilhelm Gottlieb Soldan
titleGeschichte der Hexenprozesse. Band I
publisherMüller & Kiepenheuer
editorMax Bauer
year1911
firstpub1843
correctorJosef Muehlgassner
senderwww.gaga.net
created20140309
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Fünftes Kapitel. Die Etrusker und Römer

Zur Zeit, wo Italien in der Geschichte des Abendlands hervortritt und die Zustände der mannigfachen italischen Völkerschaften durchsichtiger zu werden beginnen, finden wir, daß die Etrusker, Sabiner, Marser und die latinische Stadt Gabii wegen ihrer Kunde von göttlichen Dingen zu Rom in besonderem Ansehen standen Clemens, Alex. Strom. L. III, Horat, Epod. V. 76 u. XVII 28 ff.; Verg. Aen. VII. 758 und Ovid., Art. am. II. 102.. Die Marser, die von der Circe abstammen wollten, waren wegen ihrer Kunstfertigkeit in der Beschwörung von Schlangen besonders berühmt Aul. Gell. N. A. XVI. 11; Plin. XXVIII. 2.; die Marsae voces und die Sabella carmina waren fast sprichwörtlich, und in Gabii war Romulus, den man in Rom als den Urheber der Auguralwissenschaft ansah, der Sage nach erzogen worden Dionys. I. 84; Plutarch Rom. 6 u. Steph. B. s. v. Τάἀιοι.. Doch galt als italischer Ursitz aller mantischen Weisheit das Land der Etrusker, bei denen darum die patrizische Jugend Roms lange Zeit in die Schule zu gehen pflegte.

Wie im Orient die Chaldäer, so standen nämlich im Okzident die Etrusker überhaupt in dem Rufe einer vorzüglichen Gottesverehrung und dadurch einer besonders tiefen Einsicht in die Geheimnisse des Weltlaufes und der Zukunft, indem »die tuskische Divination der am meisten charakteristische Zug der Nation, seit alten Zeiten ein Hauptpunkt ihrer Geistestätigkeit und Erziehung war« O. Müller, Die Etrusker, neu bearb. von Deeke, Stuttgart 1877, B. II. S. 1., weshalb in Etrurien die Divination namentlich von den Söhnen der Edlen erlernt zu werden pflegte. Die Abkunft dieser etruskischen Mantik aus dem Orient ist nicht zu bezweifeln.

Am entwickeltsten waren unter den verschiedenen Zweigen der etruskischen Divination Müller und Deeke, S 165 ff. die Beobachtung des Blitzes und der Eingeweide von Opfertieren. Die erstere war zu einer eigentlichen ars fulguritorum entwickelt, die in besonderen Fulguralbüchern niedergelegt war. Zur Zeit des Diodorus waren etruskische Blitzseher über den ganzen Erdkreis verbreitet. Die Eingeweideschau oder die Haruspicin im engeren Sinne des Worts hing mit dem eigentlichen Kultus der Etrusker zusammen, indem sie ganz außerordentlich fleißige Opferer waren.

Über etruskische Zauberei liegen Nachrichten nicht vor. Allerdings glaubten die Etrusker an eine Unterwelt, die sie sich mit finsteren, den Menschen feindlichen Mächten bevölkert dachten. Unter diesen furchtbaren Wesen werden genannt die Mania, die Acca Larentia, eine Menge von Furien usw. Zu ihrer Versöhnung und zum Schutz gegen ihre Verderben bringende Macht brachte man ihnen sogar Menschenopfer dar; dagegen von der alten Dämonenlehre und der Zauberei Chaldäas zeigt sich ebenso wie von der Sternseherei der Chaldäer in dem Etruskerlande nirgends eine Spur.

Anders aber war es in Rom. In der ältesten Zeit glaubte man hier allerdings für die Leitung der öffentlichen Angelegenheiten und für den Bedarf des Privatlebens durch das althergebrachte, heimische Auguralwesen, in dem jeder, der auf Bildung Anspruch machte, unterwiesen sein mußte, und durch die Haruspicin der Etrusker, der man unbedingt vertraute, hinlänglich versorgt zu sein. Es war ganz gewöhnlich, daß vornehme römische Jünglinge nach Etrurien reisten und sich dort in den mannigfachen Zweigen der Seherkunst unterrichten ließen; und außerdem pflegte man bei allen öffentlichen Vorkommnissen bedenklicher Art etruskische Haruspices, und zwar deren immer mehrere zusammen, nach Rom kommen zu lassen. Nur vorübergehend sahen sich die letzteren durch die Chaldäer – die zur Zeit der punischen Kriege unter dem prunkenden Namen der Mathematici auftraten, sonst aber auch Genethliaci und Magi genannt wurden – in Schatten gestellt.

Lange Zeit hindurch war daher Rom von dem Aberglauben und Zauberspuk der späteren Zeit frei. Allein bald fanden in Rom allerlei fremde Kulte bei einzelnen Eingang, ohne daß sich der Staat darum kümmerte. Praktisch, wie die Richtung des Volkes war, faßten seine gesetzlichen Bestimmungen vor allem das Staatsganze, nächst diesem die Rechtsverhältnisse der einzelnen ins Auge; was beiden zur Seite lag, nahm die Aufmerksamkeit wenig in Anspruch. Um seiner Meinungen willen wurde vor Nero niemand verfolgt, nur die Tat unterlag richterlichem Erkenntniss. Darum hat das Fremde in Religion und Philosophie zu Rom stets willige Aufnahme gefunden; der Versuch, den der Staat einst machte, als er noch klein war, sich auf seine einheimischen Götter zu beschränken, war kurz und erfolglos Liv . IV. 30.. Im Laufe der Zeit wichen die altitalischen Gottheiten der griechischen Mythologie. Der korybantische Kultus der Cybele kam aus Kleinasien herüber, der Isisdienst schlich sich aus Ägypten ein, und selbst das verachtete Judentum wußte sich in einzelnen Punkten eine Geltung zu verschaffen, die die Satiriker ihrer Aufmerksamkeit würdigten. Waren die Bacchanalien verboten, so war es hauptsächlich deshalb, damit sie nicht als Deckmantel für staatsgefährliche Anschläge benützt wurden. So bestanden auch neben denjenigen Arten der Mantik, die der Staatskult durch die Auguren und Haruspices verwalten ließ, ungestört eine Menge von abergläubischen Übungen, die teils auf Divination, teils auf praktische Wirkungen berechnet waren. Die mantischen Künste der Griechen, die Totenbeschwörungen und Liebeszauber füllten nicht allein die Phantasie der Dichter, sie schlugen auch im Volksleben Wurzel. Auf Straßen und Märkten trieben die Sortilegi ihr Wesen Tibull. I. 3. Juvenal. VI. 588., auf Scheidewegen und Begräbnisplätzen ereigneten sich die nächtlichen Schauerszenen einer Sagana und Canidia.

Bald goß auch der Orient seine entarteten Sitten und seinen Aberglauben über Rom aus. Als man anfing, den Glauben an die Eingeweide der Opfertiere und den Vogelflug als altväterisch zu verlachen, blendete der Schein einer tieferen Wissenschaftlichkeit, die aus den Sternenbahnen die Zukunft zu enthüllen oder geheimnisvolle Mächte dem Willen des Menschen dienstbar zu machen verhieß. Zwar hat Rom, sobald es einmal der Kindheit entwachsen war, jederzeit Männer gehabt, die mit hellerem Blicke das Nichtige solcher Künste durchschauten, wie Ennius, Cicero De nat. deor I., Seneca Nat. Quaest IV. 67., Tacitus Hist. I. 22.; aber auf der andern Seite zeigen wiederum die zahlreichsten Beispiele, wie selbst die trefflichsten Köpfe Roms sich nicht über den Glauben an magische Dinge vollkommen zu erheben vermochten. Cato Censorius, der geschworene Feind aller griechischen Charlatanerie, war gleichwohl ein Verehrer höchst abergläubischer Hausmittel De re rust. 160. Plin. H. N. XXXVIII. 2.; Sulla ließ sich von sogenannten Magiern unter den parthischen Gesandten aus gewissen Zeichen seines Körpers wahrsagen Vell. Paterc. lib. II. p. 32, ed. Lips 1627.; der gelehrte Varro empfahl geheime Sprüche gegen das Podagra Plin. H. N. XXXVIII. 2.; Julius Cäsar bestieg seinen Wagen nicht, ohne eine bestimmte Formel dreimal auszusprechen, die eine glückliche Reise verbürgen sollte Plin. ibid.; der Kaiser Vespasian gab sich den Priestern des Serapis zu Alexandria zum Werkzeug einer magischen Kur an einem Blinden her Tacit. Hist. IV. 81. Sueton. vit. Vespas. 7..

Die Tradition rückt die Zauberkunde in Italien bis in die ältesten Zeiten hinauf. Selbst Faunus und Picus werden von der späteren Sage zu Inhabern magischer Künste gemacht Plutarch. v. Num. 15.. Ihr Herbeibeschwören des Jupiter Elicius für Numa, wie es Ovid erzählt Fast. III. 321 ff., ist, wenn auch hier in durchaus frommem Sinne vorgenommen, doch ein Vorbild der späteren Theurgie, die die Götter zwingt. Tullus Hostilius soll vom Blitze erschlagen worden sein, weil er bei einem ähnlichen Versuche gegen den Ritus fehlte Plin. H. N. XXVIII. 2.. Ein sehr alter Glaube war es, daß man durch Zauberkunst das Getreide von fremden Äckern zu sich herüber locken könne (alienos fructus excantare, alienain segetem pellicere); bereits die zwölf Tafeln kennen ihn, Vergil Eclog. VIII. 99. und Tibull El. I. 8. 19. spielen darauf an. Hieran knüpft sich das willkürliche Herbeiziehen und Entfernen von Regengüssen und Hagel durch Beschwörungen, das bereits dem Verfasser der Schrift de morbo sacro bekannt ist, von Seneca als Albernheit einer längst zu Grabe gegangenen Zeit verlacht, aber vom Kaiser Konstantius wiederum mit der Todesstrafe bedroht wird Senec. Quaest. Nat IV. 7. Cod. Just. lib. IX. Tit. 18 de malef. et mathem. Vgl. Gothofred ad Cod. Theodos. IX. 16. 5.. Gewisse Arten magischer Heilungen sind ebenfalls alt. Als Lehrer in der Kunst, Krankheiten durch Sprüche zu vertreiben, erkannten die Römer die Etrusker an Dionys. Halicarn. I. p. 24.; die Astrologie wurde erst von dem massilischen Arzte Krinas in die Medizin eingeführt Plin. H. N. XXIX. 1. Sprengel, Gesch. der Medizin Th. II. S. 13.. Im Liebeszauber, dessen sich die Poesie mit Vorliebe bemächtigte, hielt man sich meistens an griechische Muster, ebenso in der Nekromantie, obgleich für diese letztere auch auf Hetrurien hingewiesen wird Clem. Strom. III. redet von Ίυῤῥηνῶν νεκυομαντείαις.. Überhaupt trugen sich fast alle griechischen Vorstellungen von der Macht der Zauberer auf die Römer über. Der Zauber erforscht das Verborgene, gebietet dem Monde, beherrscht die Natur, heilt, verwandelt, beschädigt und tötet, erregt Liebe und Haß und lähmt die intellektuellen Fähigkeiten des Menschen. Voll genug klingt es, wenn Ovid seine Medea sagen läßt Metamorph. VII, 199 ff. nach Voß.:

– – – – – – – Götter der Nacht, o erscheint mir!
Ihr schuft, daß, wenn ich wollte, den staunenden Ufern die Flüsse
Aufwärts kehrten zum Quell; und ihr, daß geschwollene Meerflut
Stand und stehende schwoll die Bezauberung. Wolken vertreib' ich.
Mir durch Wort und Gemurmel zerplatzt der Rachen der Natter;
Auch den lebenden Fels und die Eich', aus dem Boden gerüttelt,
Raff' ich, und Wälder, hinweg; mir bebt der bedräuende Berg auf;
Mir auch brüllet der Grund, und Gestorbene geh'n aus den Gräbern.
Selbst dich zieh' ich, o Mond, wie sehr temesäisches Erz auch
Dir Arbeitendem hilft; es erblaßt der Wagen des Ahnen
Unserm Gesang; es erblaßt vor unseren Giften Aurora ...

siehe Bildunterschrift

Teil einer altrömischen Verwünschungstafel (Wunsch, Lethian. Verfluchungstafeln)

Ähnlich schildert Lucan die Macht der thessalischen Zauberinnen Pharsal. VI. 452 ff., und doch hat man nicht anzunehmen, daß hier der Dichter durch seine Phantasie im wesentlichen über die Höhenlinie des herrschenden Zauberglaubens emporgetragen worden sei.

siehe Bildunterschrift

Harpyie (Nach einem Relief des Harpyiendenkmals zu Xanthos. Britisches Museum, London)

Wie die Magie auf die geistigen Vermögen des Menschen einwirkte, zeigt uns nicht nur Tibull an dem Beispiele des Hahnreis, der durch Zauberkünste in Blindheit erhalten werden soll Tibull. I. 2. 55 ff., sondern auch Cicero in der drolligen Anekdote, die er von dem Redner Curio erzählt Cic. Brut. 60..

Von dem fortlebenden Glauben an Tierverwandlungen geben Apulejus und Petronius Proben. Bei Apulejus, der ein griechisches Muster vor sich hatte, sehen sich die Feinde der Zauberinnen plötzlich in Biber, Frösche, Böcke und andere Tiere umgestaltet. Der Lykanthropie gedenkt Petronius im Gastmahle des Trimalchio. Dort erzählt Niceros Kap. 61. wie ein Mensch, der mit ihm wanderte, die Kleider auszog, ein Wolf wurde und in die Wälder lief. Als Niceros nach Hause zurückkehrt, wird ihm berichtet, daß ein Wolf das Vieh angefallen habe, aber von einem Knechte mit der Lanze in den Hals gestochen worden sei. Niceros findet hierauf seinen Gefährten wieder als Menschen im Bette, wo ein Arzt den verwundeten Hals behandelt. Diese Erzählung ist das Muster der zahlreichen Werwolfsgeschichten der späteren Zeit. Plinius leugnet die Lykanthropie; aus dem herrschenden Glauben an sie aber leitet er das Schimpfwort versipellis ab Plin. H. n. VIII. 22..

Ein Glaube, der mit dem neueren Hexenglauben wesentlich zusammenhängt, ist der an die Strigen, Lamien und Empusen.

Der Name Strix, der heutzutage auf das Eulengeschlecht übergegangen ist, gehörte im Altertum weit mehr dem Reiche der Träume als der Ornithologie an. Zwar wissen die Poesien eines Ovid, Horaz und Seneca von den Federn, Eiern und Eingeweiden der Strix zu reden Ovid. Amor. 1. 12. 20. Metam. VII. 269. Horat. Epod. V. 20. Senec. Med. IV. 731.; aber es geschieht jedesmal mit Bezug auf unheimlichen Nachtspuk, und Plinius, der Naturhistoriker, bekennt offen, daß er sich hinsichtlich der Einverleibung der Strigen in irgendeine der bestehenden Vogelklassen in Verlegenheit befinde H. n. XI. 39.. Der gewöhnlichen Sage zufolge, bemerkt er weiter, pflegten diese Vögel den Säuglingen ihre Brüste zu reichen, und ihr Name war schon von den Alten bei Verwünschungen gebraucht worden. Auf dieses Säugen spielt auch der Rhetoriker Serenus Sammonicus (um 220 n. Chr.) in seinem Gedichte von der Heilkunde an; er legt ihnen giftige Milch bei. Als gefräßige Wesen in Eulengestalt, den Harpyien verwandt, finden wir die Strigen wiederum bei Ovid Fast. VI. 131 ff.. Nachts fliegen sie zu den Wiegen der Kinder; aber statt der Ammendienste saugen sie ihnen Blut und Eingeweide aus. Auf diese Ansicht Ovids berief sich im 14. Jahrhundert noch Torreblanca, als er den Hexen nachsagte, daß sie das Blut ungetaufter Kinder aussaugen. – Auch ein toter Knabe erleidet bei Petronius einen solchen Überfall; seine Eingeweide werden aufgezehrt, eine Strohpuppe an seine Stelle gelegt. Ein Sklave, der mit dem Schwerte nach den Unholden haut, um sie von der Leiche zu treiben, wird am Körper blau und grün, als wäre er gegeißelt worden, verliert die Gesichtsfarbe und stirbt nach wenigen Tagen. Ebenso wurde bei Erwachsenen auch plötzliche Kraftlosigkeit, besonders das Versiegen der männlichen Kraft, der Bosheit der Strigen zugeschrieben Petron. 134.. Der Koch im Pseudolus des Plautus, indem er die schädlichen Wirkungen schlechter und übermäßiger Gewürze schildert, sagt von den pfuschenden Köchen:

– – – – – – cum condiunt,
Non condimentis condiunt, sed strigibus,
Vivis convivis intestina quae exedint Pseudol. III. 2. 31.

Zum Präservativ gegen diese innere Aufzehrung durch die Strigen genoß der Römer Speck und Bohnenbrei an den Calenden des Junius Ovid. Fast. VI. 170.; dieselbe Kost erhielt auch Polyän bei Petronius von der Priesterin des Priap als Heilmittel gegen den schon wirklich eingetretenen Schaden.

Daß nun diese Strigen nicht etwa als bloße gespenstische Ungetüme, sondern als boshafte Zauberinnen zu fassen seien, wird sich leicht dartun lassen. Zwar will Ovid in einer dem Dichter sonderbar anstehenden Anwandlung von kritischer Vorsicht die Frage nicht entscheiden, ob die Strigen, die zu Procas kamen, natürliche Vögel oder durch Zaubersprüche in Vogelgestalt verwandelte Weiber seien Fast. VI. 141.; doch bekennt er sich selbst anderwärts zum Glauben an Zauberinnen, die als Nachtvögel umherstreichen. So sagt er von der alten Kupplerin Dipsas Amor I. 8. 13.:

Hanc ego nocturnas versam volitare per umbras
Suspicor, et pluma corpus anile tegi.
Suspicor et fama est.

Ebenso verwandelt sich bei Apulejus die Pamphile, wenn sie auf nächtliche Liebesabenteuer ausgehen will, in eine Eule (bubo) Der goldene Esel, S. 95 ff.. Über allen Zweifel aber wird die Sache durch Festus erhoben Fest. Fragm. e. cod. Farn. L. XVIII. ed. Müller..

Das Aussaugen menschlicher Körper dient den Zauberinnen zu einem doppelten Zweck: entweder zum Liebeszauber für andere wie in der fünften Epode bei Horaz, wo aus dem Mark und der Leber des verhungerten Knaben ein Philtrum bereitet werden soll, – oder zur eignen Ernährung wie bei Ovid, wo den Strigen von der Masse des getrunkenen Blutes der Kropf schwillt. In letzterer Beziehung findet sich hier also schon bei den Alten die Grundlage des Vampirglaubens. Das Blut galt den Philosophen, namentlich Empedokles, als Prinzip der Lebenskraft, diente also den alten Zauberweibern als Mittel der Verjüngung, wie es in der Nekromantie den herbeigezogenen Schatten Kraft und Sprache wiedergeben sollte.

Nahe verwandt oder fast gänzlich identisch mit den Strigen sind anderwärts die Empusen oder Lamien Vgl. Stephan. Thesaur. v. Ἔμπουσα.. Die Empusa tritt bald als Einzelwesen in Hekates Gesellschaft oder als Hekate selbst auf, bald findet sich der Name von einer ganzen Gattung von Unholden in der Mehrzahl gebraucht. Bei Aristophanes Ran. 295. Schol. ecclesiaz. 1049. erscheint Empusa mit einem ehernen und einem Eselsfuße, feurig leuchtend im ganzen Gesichte; sie verwandelt sich in rascher Folge in die Gestalt eines Ochsen, eines Maultiers, einer schönen Frau und eines Hundes. Auf seiner Wanderung zum Indus findet sie Apollonius von Tyana ebenso vielgestaltig; er schilt sie und gebietet seinen Gefährten, dasselbe zu tun, da verschwindet das Ungetüm mit schwirrendem Geräusch Philostrat. vit. Apollon. II. 4. Aber in Korinth ist es dem Wundertäter abermals beschieden, ein Wesen dieser Gattung zu bannen Ibid. IV. 25..

Menippus, sein Schüler, sonst ein wackerer Philosoph, nur in der Liebe nicht, läßt sich mit einem fremden Weibe von wunderbarer Schönheit ein, ißt, trinkt und buhlt mit ihr und steht bereits auf dem Punkte, seine wirkliche Vermählung; zu vollziehen. Dies merkt Apollonius, erscheint unangemeldet beim Hochzeitmahle und fragt nach der Braut. Sie wird ihm vorgestellt. »Das ist eine von den Empusen,« – sagt er – »die man sonst auch Lamien nennt. Es ist ihnen weniger um Liebeslust zu tun, als um den Genuß des Menschenfleisches; sie locken durch Liebreiz denjenigen, den sie aufzehren wollen.« Hiergegen will die Empuse Einwendungen machen; da aber Apollonius auf seinem Satze besteht, so verschwinden plötzlich Gold- und Silbergeräte, Mundschenk, Koch und die übrige Dienerschaft, und der Unhold selbst bittet mit Tränen um die Erlassung eines beschämenden Geständnisses. Aber es hilft nichts, er muß bekennen, daß er eine Empusa ist und an des athletischen Menippus Körper nur einen trefflichen Schmaus gesucht hat; denn schöne Jünglinge sind diesen Wesen am liebsten, weil ihr Blut am reinsten ist Horat. A. P. 340..

So treffen die Strigen, Lamien und Empusen zusammen in den wesentlichen Stücken der Verwandlungsfähigkeit, des Ausgehens auf Liebesabenteuer und der Begierde nach dem Blute und den Eingeweiden des Menschen. Wenn nun in einigen anderen Punkten Abweichungen bemerkbar sind, wenn z. B. die Strix an die Eulengestalt gebannt scheint, während den Lamien und Empusen alle Formen gerecht sind, wenn ferner die Schriftsteller in dem Treiben dieser Unholde bald mehr menschliche Zauberkunst, bald mehr dämonischen Spuk hervortreten lassen: so darf nicht vergessen werden, daß für das Reich des Aberglaubens keine Physiologie geschrieben ist, und daher bei allem Durchleuchten wesentlicher Grundzüge Spielraum genug bleiben musste, um die Einzelheiten nach Laune verschieden zu gestalten, wie es eben Zeitalter, Lokalität oder die Phantasie des einzelnen Dichters mit sich brachte. Übrigens soll in dem Namen der Strigen entweder das schwirrende Geräusch ihres Fluges oder ihre kreischende Stimme sich aussprechen Στριγξ = strix von στρίζω = τρίζω, lat. stridere. – Est illis strigibus nomen; sed nominis hujus Caussa, quod horrenda stridere. nocte solent. Ovid. Fast. VI. 139.. Derselbe Ton wird von Philostratus der Empusa beigelegt Καὶ τὸ ϕάσμα ϕυγᾓ ψχετο τετριγός. Vit. Apollon. II. 4., deren Name jedoch nach seiner eigentlichen Bedeutung bis jetzt nicht genügend festgestellt ist. Die Lamien aber sind, wie bereits die alten Grammatiker annahmen, von ihrer Gefräßigkeit benannt Λάμος, λαιμὸς, Höhle. Schlund. Schol. Horat. Epist. I. 13.. Auf den dumpfen, murmelnden Ton der Unholde scheint auch der Name Mormolykia sich zu beziehen, den Philostratus als synonym mit Lamia und Empusa bezeichnet. Mormo war ein weiblicher Popanz, mit dem man die Kinder schreckte; davon bildete sich das Verbum μορμολύσσειν, erschrecken, und das Hauptwort μορμολυκία, Schreckbild. Mormo wurde aber auch bei den Griechen, des furchtbaren Aussehens halber, eine Theatermaske mit weit aufgerissenem Munde genannt. Im Latein des Mittelalters sind nun strix oder striga und masca auch wieder gleichbedeutend; beide bezeichnen ein nächtliches Zauberweib.

Es möge bei dieser Veranlassung zweier verwandter Gegenstände gedacht werden, der römischen Larva und der griechischen Gello. Daß larva ebenso wie das angeführte langobardische masca diejenige Vermummung des Angesichts bedeutet, die wir noch heute Larve und Maske nennen, ist bekannt. Beide Wörter bedeuten aber auch einen Nachtspuk, mit dem Unterschiede, daß die masca, wie bereits bemerkt, eine Strix oder ein lebendes, auf Menschentötung ausgehendes Weib, also eine Zauberin, ist, die larva aber eine abgeschiedene Menschenseele, die zur Strafe umherwandelt, allen Menschen ein Schrecken, den Sündern gefährlich, den Reinen unschädlich Augustin. de Civ. Die IX. 11, mit Bezug auf Platon.. Gello, die bei den neueren Griechen Gillo heißt S. Stephan. Thesaur. v. Γελλώ., war nach dem Glauben der Lesbier eine frühverstorbene Jungfrau, die nach dem Tode umging und Kinder tötete. Schon Sappho soll ihrer gedacht haben. Insofern sie als Tote auf Menschenmord ausgeht, stellt sich Gello allerdings dem Vampirismus näher als der eigentlichen Zauberei, aber es ist schon oben darauf hingedeutet worden, wie auch die lebenden Hexen des Altertums den Vampirn der neueren Zeit in der Begierde nach der Auffrischung ihres Lebensprinzips durch Menschenblut begegnen. Übrigens wird der Name Gellus (Γελλοὺς), der ohne Zweifel nur eine andere Form für Gello ist, von den Griechen des Mittelalters ganz auf die eigentlichen Strigen übertragen. Bei Johannes von Damask kommen die Gelluden durch die Luft geflogen, dringen durch Schloß und Riegel und fressen die Lebern der Knaben Joann Damasc. Tractat. de strigibus..

Die Mittel, die man zur Verwirklichung des Zaubers empfahl, waren ebenso zahlreich wie mannigfaltig. Als Cagliostro einst nach der Grundlage seiner Kunst gefragt wurde, antwortete er, ihre Kraft beruhe in verbis, in herbis, in lapidibus Diese Dreiheit findet sich auch schon in Jacobs I. Dämonologie (lib. I. cap. 4.), wo sie freilich nur als das Abc der Zauberei bezeichnet wird.. Die römische Magie bestrich ein größeres Gebiet. Sie zog auch das Tierreich, die Sterne und gewisse symbolische Zeichen oder Charaktere in ihren Kreis. Vor allem freilich war die Kraft des Wortes hochgeachtet (carmen, incantatio, deprecatio) Plin. H. n. XXVIII. 2.. Gesprochen, gesungen, gemurmelt, geschrieben diente es zum Zauber wie zum Gegenzauber; es machte Schnee, Sonnenschein und Regen und lockte das Getreide Tibull. I. 2. 45 f. 8, 20 ff. Virg. Eclog. VIII. 64 ff.. Selbst den Himmlischen war es furchtbar und brachte sie zum Erscheinen Lucan. Pharsal. VI. 527. 685.. Das fromme Vertrauen, das eine frühere Zeit auf die Kraft des Gebetes gesetzt, hatte sich längst in den Rechtsanspruch umgewandelt, durch Bannformeln die Götter nach menschlichem Willen nötigen (numini imperare), und mittelst symbolischer die leblose Natur nach Gefallen einwirken zu können Hermann, Gottesdienstl. Altert, der Griechen S. 210.. Alte oder ausländische Worte galten für die kräftigsten Clem. Alex. Strom. I., jedem einzelnen wurde seine bestimmte Wirkung beigelegt. Ägyptische, babylonische, chaldäische Sprüche waren berühmt Lukian. Pseudomant. 13., besonders verehrt die sogenannten Έϕέσια γράμματα S. Eustath. ad Odyss. XIX. 247.. Zettel und Bleche, mit gewissen Buchstaben beschrieben, dienten als Amulette oder sollten Gegenliebe erwecken.

Ein Mittelpunkt vieler abergläubischen Anschauungen und Operationen war bei den Alten die Vorstellung von der Macht des bösen Blicks. Man glaubte (und glaubt noch heute), daß Neid und Mißgunst imstande wären, auf das Wohlbefinden und Glück eines anderen Einfluß auszuüben, Handlungen selbst in weite Fernen auf Personen wie auf und daß ganz besonders die Augen das Organ wären, durch das diese Wirkung ausgeübt würde. Unter allen übrigen abergläubischen Vorstellungen der Alten trat dieser Gedanke mit solcher Stärke hervor, daß man die Worte βασκαίνειν, fascinare, ganz besonders von dem bösen Blick gebrauchte Dr. S. Seligmann, Der böse Blick und Verwandtes. I. Bd. S. 30, 33, 73, 75, 108, 116 u. a. a. O. m..

Die Zahl der sonstigen abergläubischen Vorstellungen war Legion. Ein Uhuherz, auf die linke Brust eines schlafenden Weibes gelegt, entlockt ihr alle Geheimnisse. Die Asche der Sterneidechse, um die linke Hand festgebunden, erregt den Geschlechtstrieb, um die rechte stillt sie ihn. Fledermausblut unter dem Kopfkissen des Weibes wirkt stimulierend, und die Haare der Mauleselin verbürgen die Konzeption. Die Prozeduren für den Liebeszauber sind aus Theokrit, Horaz, Virgil, Ovid, Tibull, Properz u. a. bekannt Horat. Sat. I. 8. Epod. V. u. XVII. Virg. Eclog. VIII. Theocrit. Id. II. Ovid. Heroid. VI. Amor I. 8. Tibull. I. 2 u. 8. Propert. III. 5. Lucan. VI. 460.. Schmilzt man das wächserne Bild des Geliebten am Feuer, so wird dieser zur Gegenliebe gezwungen; auch Puppen von Wolle oder Ton werden in gleicher Absicht zu symbolischen Handlungen gebraucht und Venusknoten aus farbiger Wolle geschlungen oder Fäden um den Zauberhaspel gewickelt. Als ganz besonders wirksam zur Entzündung unwiderstehlicher Liebesglut gilt Leber und Mark des Menschen, ein Glaube, den Horaz bis zum abscheulichsten Knabenmorde führen läßt Epod. V..

Außer der gewöhnlichen Nekromantie, wie sie so häufig von den Dichtern nach griechischen Mustern angedeutet wird Virg. Ed. VIII. 98. Aeneid. IV. 490. Horat. Sat. I. 8. Ovid. Met. VII. 243. Tibull. I. 2. 45. Seneca Oedip. 547. Lucan. Phars. VI. 550. und wie sie unter andern auch von Ciceros Freunde Appius wirklich geübt worden zu sein scheint Cic. Tusc. Quaest. I. 16. De divinat. I. 58. Ein anderes Beispiel: Tac. Annal. II. 28., gab es auch eine Art verruchter Extispizien aus menschlichen Leichnamen. Cicero wirft solche dem schändlichen Vatinius vor Vatin. VI., Juvenal spielt darauf an Sat. VI. 550. Lucan. VI. 554 ff., und noch in der späteren Kaiserzeit finden sich Spuren davon Cassiodor. Hist. tripart. VI. 48.. Den Tod eines Feindes glaubte man zu erzielen, wenn man dessen Namen in eine Metallplatte einschnitt oder sein Bildnis mit einer Nadel durchbohrte Tacit. Annal. II. 69.. Ein ähnliches Verfahren sollte auch dazu dienen, die männliche Kraft zu rauben Ovid. Amor. III 7. 29. Herod. II. 181..

Daß wirklichen Giftmischereien zuweilen auch magisches Beiwerk zugesellt wurde, ist sehr wahrscheinlich.

In der späteren römischen Zeit bildete sich auch der Glaube an die Macht eines spiritus familiaris oder Paredros aus Justin. Apol. II. p. 65. Tertullian. Apologet 23. Irenaeus I. 24. Arnob. adv. gent. I. p. 25., wie sie Simon der Magier und Apollonius von Tyana gehabt haben sollen. Ersterer rühmt sich bei Clemens von Rom Clem. Rom. Recognit. II. pag. 33. Ed. Basil. 1526., er habe sich die Seele eines unschuldigen, gewaltsam ermordeten Knaben dienstbar gemacht. Mit Hilfe solcher Geister glaubte man nicht nur die Zukunft erforschen, sondern auch die Zunge eines Gegners vor Gericht hemmen, Pferde vor dem Wagen festbannen S. Gothofred. ad. Cod. Theodos. lib. IX. Tit. 16. Leg. 11., einem Feinde Krankheiten und böse Träume zusenden und mancherlei andere Beschädigungen zufügen zu können Recognitionen (lib. II. p. 32)..

Noch könnten gar manche andere Zaubermittel erwähnt werden; wir gedenken jedoch hier nur noch der vielgepriesenen magischen Ringe, die teils der Mantik dienten, teils dem Körper Gesundheit, Kraft, Schönheit und Unverwundbarkeit geben sollten Clem. Alex. Strom. I. Lukian. Navig. 42 ff. Philostr. vit. Apoll. III. wie heute amerikanische Schwindelmittel.

Die Zauberei war ursprünglich im alten Römerreich an sich nicht strafbar. Sie wurde dies erst, wenn magische Künste angewendet wurden, um einem andern Gesundheit, Leben oder Vermögen zu zerstören oder zu schädigen. Die Menschen, die diese verderblichen Künste übten, sind die magi oder malefici, wie sie erst volkstümlich, seit Diocletian auch offiziell genannt wurden. Daneben behielt das Wort auch stets die allgemeine Bedeutung als Übeltäter Theodor Mommsen, Röm. Strafrecht, Berlin 1899. S. 635 ff..

Schon die zwölf Tafeln enthalten eine Bestimmung, die den Schutz des Eigentums gegen Zaubereien bezweckt Seneca Quaest. nat. IV. 7.. Es wird eine Strafe über den verhängt, der die Erzeugnisse des Bodens durch excantatio von fremden Äckern zu sich herüberlockt. Bei Plinius findet sich ein Beispiel, daß auf Grund dieses Gesetzes eine wirkliche Anklage erhoben wurde Plin. H. N. XVIII. 6.. Seneca berichtet (Quaest. nat. IV, 7), daß auf Veranstaltung der Decurionen Feldhüter zur Strafe gezogen worden seien, weil sie das zauberische Verhageln von Saaten und Weinpflanzungen nicht verhindert hätten. – Plinius (Hist. nat. 28) teilt mit, daß ein ganzer Ölberg, der einem Verwalter des Kaisers Nero gehörte, infolge einer excantatio sich plötzlich samt den auf ihm stehenden Wirtschaftsgebäuden erhoben und, die öffentliche Straße innehaltend, sich anderswohin geschoben habe. Viele italische Flurgesetze verboten, eine Spindel im Freien zu drehen oder auch nur unverdeckt zu tragen Plin. H. N. XXVIII. 2.; man glaubte nämlich, daß dadurch die Hoffnungen des Landmanns vernichtet würden. Den Schutz der Person beabsichtigte die Lex Cornelia de sicariis et veneficis. Tötung durch Zauberei sollte nach ihr mit der höchsten Strafe belegt werden Institut. IV. Tit. XVIII. 5.. Nach Marcian Digest. XLVIII Tit. VIII. 2. 4. bestand die ursprüngliche Strafe in Deportation und Gütereinziehung; die spätere Praxis verfügte bei Niedrigen die Tötung durch wilde Tiere, bei Vornehmeren die Verbannung auf eine Insel. In den Zeiten des Freistaats wurde mehrmals polizeilich eingeschritten, wenn gewinnsüchtige Betrüger die öffentliche Meinung durch fremde Vaticinien irre zu leiten suchten Liv. IV. 30. XXV. 1. – Paul. Sentent. V. 21. 1.. Eine solche Maßregel war schon im Jahre 425 v. Chr. nötig geworden. Im Jahre 139 verwies ein Edikt des Prätors Cornelius Hispallus die Chaldäer unter ausdrücklicher Hervorhebung ihrer habsüchtigen Betrügereien aus Italien Valer. Max. 1. 3.. Sulla, obgleich Urheber des Gesetzes gegen zauberische Tötung, war ein Verehrer der magischen Weissagungen; dagegen sahen sich unter August († 14 nach Chr.) wiederum die Astrologen durch Agrippa vertrieben Dio Cass. Lib. 49. pag. 60. ed. Reimar.. Ihre Schicksale unter den folgenden Kaisern hingen hauptsächlich von persönlichen und politischen Verhältnissen ab; aus vorkommenden Ereignissen nahm man bald zur Unterdrückung, bald zur Begünstigung des magischen Treibens Veranlassung.

Tacitus berichtet von nicht weniger als drei verschiedenen Verordnungen, in denen die Verbannung der Magier verfügt wurden, und bei der Erwähnung der dritten drängt ihm sein patriotischer Grimm die Bemerkung ab, daß man diese schädliche Menschenklasse in Rom stets verdamme und doch niemals von ihr loskommen könne Hist. I. 22.. Tiberius (14-37) hatte ganze Scharen von ihnen in Capreä um sich versammelt; als aber Libo Drusus, durch ihre Weissagungen verlockt, mit Neuerungen umging, wurden zwei Mathematiker hingerichtet und die übrigen durch Senatsbeschluß aus Italien verwiesen Tac. Annal. II. 32.. Beim Tode des Germanicus fiel der Verdacht des Meuchelmordes nach Angabe des Todfeindes des Tiberius, des glühenden Hassers Tacitus, auf den Kaiser selbst; man fand es jedoch angemessen, das Gerücht zu verbreiten, daß Piso durch Zaubersprüche und den in eine Bleitafel eingeschnittenen Namen des Ermordeten die Übeltat begangen habe Tac. Annal. II. 69.. Sehr gehässige Anklagen kamen auch unter Claudius (41-54) vor. Furius Scribonianus ward verbannt, weil er über den Tod, Lollia, weil sie über die Vermählung des Kaisers die Chaldäer befragt haben sollte Tac. Annal. XII. 22 u. 52.. Letztere fiel als Opfer von Agrippinas Eifersucht. Erwägt man aber, daß eben diese Agrippina, die hier die Anklage der Magie erhob, selbst diesem Aberglauben ergeben war und noch bei des Claudius Tod sich auf Sprüche der Chaldäer berief Tac. Annal. XII. 68, vgl. XIV. 9., so ergibt sich daraus, daß an Furius und Lollia nicht die chaldäische Kunst an sich, sondern das durch sie verübte Majestätsverbrechen bestraft wurde. Dies wird noch einleuchtender dadurch, daß neben den Magiern und Chaldäern auch das Orakel des klarischen Apollon als von Lollia befragt genannt wird, eine Handlung, die unzweifelhaft nur wegen des Gegenstands der Frage zum Verbrechen gestempelt werden konnte. Das Senatuskonsult zur Vertreibung der Mathematiker unter dem schwachen Claudius Tac. Annal. XII. 52. war eben wegen der Vorliebe der Kaiserin für diese ohne Erfolg.

Unter Nero (54-68), obgleich auch er eine Zeitlang der geheimen Kunst anhing Plin. H. N. XXX. 2., wiederholten sich Anklagen in ähnlichem Sinne. Zwei Bürger, deren Treue verdächtig schien, sollten aus dem Wege geräumt werden; man verurteilte sie unter dem Vorwande zum Tode Tac. Annal. XVI. 14., daß sie die Nativität des Kaisers gestellt hätten. Servilia, die Tochter des unschuldig verfolgten Barea Soranus, mußte den Tod leiden, weil man ihr schuld gab, ihr Geschmeide hergegeben zu haben, um von den Magiern über die Wendung des Schicksals ihres Vaters und die Dauer des kaiserlichen Zornes Aufschluß zu erhalten Tac. Annal. XVI. 30..

An Otho fanden die Chaldäer wiederum einen eifrigen Jünger; durch ihre Weissagungen bestärkt, hatte er sich zu Galbas Sturze erhoben Tac. Hist I. 22.; nichts war darum natürlicher, als daß sie nach seiner kurzen Regierung vor Galbas Rächer Vitellius das Weite suchen mußten Tac. Hist. II. 62.. So zeigt uns Tacitus die Schicksale der Magier fast durchgängig in nächster Beziehung zur Person des Regenten; nirgends gibt er ein Beispiel, daß die Anklage der Magie an sich erhoben worden wäre. Bei Mamercus Scaurus unter Tiberius erscheint sie im Gefolge des Ehebruchs mit Livia Tac. Annal. VI. 29., bei Statilius Taurus, nach dessen schönen Gärten Agrippina strebte, wird sie dem crimen repetundarum beigegeben Tac. Annal. XII. 59.; in beiden Fällen läßt es die Kürze des Geschichtsschreibers zweifelhaft, ob nicht auch hier Majestätsbeleidigung mit ins Spiel kam. Im letztgenanntem Fall drang die Kaiserin nicht einmal durch; ihr Werkzeug, der nichtswürdige Tarquinius Priscus, wurde aus der Kurie gestoßen.

Die folgende Zeit zeigt unter den Kaisern weit mehr Freunde als Feinde des magischen Unwesens. Hadrian (117-138) Ael. Spartian. vit. Adrian. 2 und 16., Marcus Aurelius (161-180) Jul. Capitolin. v. Marc. Aurel. 19. Vgl. Dio Cass. LXXI. p. 1187. Reimar. und Alexander Severus (222-235) Lamprid 44. werden unter den ersteren genannt; Maximin verschleuderte an die Gaukler, die ihn mißbrauchten, die angesehensten Staatsämter Euseb. Hist. Eccles. VIII. 14.; Maxentius († 312) schnitt schwangeren Weibern und neugeborenen Kindern den Leib auf, um seine verruchten Extispicien anzustellen Euseb. a. a. O. und IX. 9..

Dabei ist aber zu beachten, daß die Kaiser immer im Alleinbesitz der Kenntnis der Zukunft zu sein wünschten. Daher zogen sie eine Menge von Sterndeutern u.dgl. an ihre Höfe, während sie diese in den Provinzen verfolgen oder sie dorthin verbannen ließen Maury, Histoire de la Magie (Paris, 1860), ch. IV..

Während so die divinatorische Seite der Magie am meisten hervortrat, blieb jedoch auch die operative nicht ohne Anwendung. Die Veneficien zur Tötung und zum Liebeszauber Juvenal. VI. 609., zusammengesetzt aus leeren Formeln und wirklichen Mitteln, wurden von den höchsten Personen geübt, wußten sich aber sorgfältig mit Geheimnissen zu umhüllen.

Caligulas Wahnsinn wurde zum großen Teile einem Philtrum zugeschrieben, das ihm seine Gemahlin Cäsonia gegeben haben soll Juvenal. VI. 614.. Die wollüstige Agrippina verstand für ihre Buhler das Hippomanes Salmas. Exerc. Plin. p. 659 ff. ebenso geschickt zu bereiten wie den giftigen Pilz für ihren schwachköpfigen Gemahl Juvenal. VI. 133.. Zwar fing man an, die Lex Cornelia di sicariis nun auch auf die Zauber zur Tötung und die Liebestränke auszudehnen, aber der sonstige Gebrauch magischer Mittel, namentlich zu Heilungen, blieb unbestraft. Doch findet sich bei Ulpian die Bestimmung, daß den magischen Heilkundigen keine Klage auf Entlohnung zustehe Digest. V. Tit. XIII. 3..

Unter den Prozessen wegen Bezauberung von Menschen ist in der Kaiserzeit einer der merkwürdigsten derjenige, in den sich der im zweiten Jahrhundert lebende platonische Philosoph und Sachwalter Apulejus aus Madaura in Afrika verwickelt sah, der auf Reisen durch Griechenland in die dortigen Mysterien eingeweiht war. Nach seiner Vermählung mit der reichen Witwe Pudentilla wurde er vor dem Prokonsul von Afrika angeklagt, ihre Liebe durch böse Kunst erworben zu haben. Dieser Anklage verdanken wir die schätzbare Apologia de magia, in der Apulejus nicht nur mit siegenden Gründen dartut, daß die Liebe einer Witwe auch ohne Zauberei zu gewinnen sei, sondern wo er auch treffliche Mitteilungen über die geistigen Zustände seines Zeitalters gegeben hat. Der Prozeß endigte mit der Freisprechung des Angeklagten Goldener Esel (Müller, München), S. XI ff..

Der dreihundertjährige Kampf, den die christliche Religion durchzukämpfen hatte, ehe sie ihren Sieg feierte, bietet Momente dar, die auch für die Gestaltung der Magie von Belang sind. Es ist besonders ihre theurgische Seite, die seit dem dritten Jahrhundert auffallend hervortritt.

Wenn eine herrschende Religion mit dem Zeitgeiste in Widerspruch zu treten anfängt, so sucht sie, sofern ihr nicht die öffentliche Gewalt mit despotischem Schutze zur Seite stehen will oder kann, ein Abkommen mit dem Zeitgeist zu treffen, indem sie entweder Begriffe und Ansichten der Zeit unter möglichster Belassung der alten Formen in sich aufnimmt oder die alten, in Mißkredit geratenen Lehren auf dem Wege einer bald sophistischen, bald schwärmerischen Spekulation als vernunftgemäß darzustellen und von neuem zu begründen strebt. Nachdem in Alexandria das absterbende Judentum durch die Bemühungen eines Philo und Josephus in den aufgenommenen Ideen griechischer Philosophen, namentlich Platons, eine neue Stütze gewonnen, ja sogar schon früher durch Aristeas und Aristobulus alles Gute der griechischen Philosophie als ursprünglich hebräisches Eigentum reklamiert hatte, wurde in den Träumereien der Kabbala die schon seit dem Exil einheimische Dämonenlehre so scharf ausgeprägt Knorr de Rosenroth. Kabbala denudata. Francof. 1684., daß dieses Gemisch exzentrischer Ideen noch vor wenigen Jahrhunderten nicht nur als die wissenschaftliche Grundlage gewisser Arten der Magie, sondern auch als Quelle höherer Weisheit überhaupt angestaunt werden konnte.

Doch war dieses für die weitere Entwicklung des Aberglaubens im Abendland von geringerer Bedeutung. Den belangreichsten Einfluß übte dagegen auf die Vorstellungswelt der abendländischen Christenheit nicht nur durch das Mittelalter hindurch, sondern auch bis in die neuere Zeit hin der letzte Entwicklungsgang der griechischen Philosophie aus.

Der Verfall der alten Welt, die Auflösung ihrer religiös-sittlichen Grundlagen war im Skeptizismus zutage getreten. Alle philosophisch Gebildeten, die diese Tatsache erkannten, fühlten sich hierdurch zu dem Streben angeregt, die Anschauungen der älteren (griechischen) Philosophie mit der modernen, von dem alten polytheistischen Volksglauben sich abwendenden Bildung so zu vermitteln, daß diese wiederum in jener ihre Grundlage finden konnte. So entstand die Schule der Neu-Pythagoräer, deren Heros Apollonius von Tyana und deren wissenschaftliche Vertreter Plutarch von Chäronea und Numenius von Apamea waren, – jener als Anhänger Platos, dieser als Vertreter der orientalischen Denkweise. Unter ihnen bemühte sich namentlich Plutarch um die Ausbildung der Dämonenlehre Friedländer, Darstellungen aus der Sittengesch. Roms (Leipz. 1871), B. III. S. 431., indem er die Nachweisung einer Dämonenwelt, die zwischen Göttern und Menschen stehe und beide miteinander vermittele, als das bedeutendste Ergebnis der philosophischen Forschung ansah. Doch war der Neu-Pythagoräismus nur der Vorläufer einer anderen Erscheinung, mit der die Entwicklung des philosophischen Geistes der alten Welt zu Ende ging. Es war dieses der Neuplatonismus Ritter, Gesch. der Philosophie, T. IV., und Zeller, Die Philosophie der Griechen, T. III..

Der Neuplatonismus war der letzte, wesentlich durch die Geistesmacht des Christentums sollizitierte Versuch der antiken Welt, ein philosophisches System zu liefern, das, angeblich auf Plato beruhend, alles Sein und Denken in seiner Einheitlichkeit darstellen und dem menschlichen Geiste ein allen skeptischen Einwürfen entrücktes Erfassen der absoluten Wahrheit gewähren sollte. Nicht außer sich, sondern in sich selbst, nicht durch Vermittlung des Denkens, sondern durch mystisches, ekstatisches Sichversenken in die Tiefen des Absoluten sollte der Mensch zum unmittelbaren Erfassen und Anschauen des einen allgemeinen Grundes alles Seins gelangen. Von diesem Gedanken aus ward das System des Neuplatonismus zuerst von Plotin, († 270 n. Chr.), dem Schüler des gefeierten Ammonius Sakkas, aufgeführt, und hernach von Porphyrius († 304 zu Rom), Jamblichus und anderen weiter ausgebaut. Aber schon bei Porphyrius zeigte sich die Hinneigung des neuplatonischen Geistes zu einer abergläubigen, in allerlei Beschwörungen, Exorzismen, Reinigungen etc. arbeitenden Theurgie, von der späterhin, namentlich seit dem Auftreten des Proclus, der Neuplatonismus vollständig beherrscht und absorbiert wurde. Porphyr erhob sich bereits zum Vertrauten und Priester der Gottheit, der aus unmittelbarer Anschauung über die tiefsten Geheimnisse Aufschluß geben könne, klassifizierte die Geister aufs genaueste, bezeichnete die Erscheinungen der einzelnen Dämonen nach ihren verschiedenen Merkmalen und stellte die Theurgie, als Wissenschaft des Übernatürlichen, über die Philosophie und alles übrige menschliche Wissen. Sie ist ihm die Wissenschaft geheimnisvoller Gebräuche, Worte und Opfer, vermittelst deren die Götter und Dämonen zur Erscheinung gezwungen werden. Angebliche hermetische Schriften, aus denen auch Pythagoras und Platon ihre Weisheit gezogen haben sollen, sind ihm die Quellen, aus denen die Rechtfertigung seiner Schwärmereien fließt. Die Prozedur, die zur Vereinigung mit der Gottheit führen soll Lobeck, Aglaopham. p. 104 ff., ist später von den Romandichtern oft kopiert worden. Zuerst Reinigung durch Besprengung und Räuchern mit geheimnisvollen Kräutern und Steinen, vermutlich von narkotischer Wirkung; dann Beschwörung der oberen und unteren Götter unter furchtbaren Drohungen; dann die geheimen Zeichen der göttlichen Mächte, Charaktere genannt, nach den Vorschriften der Kunst angewendet. Auch das geweihte Rad oder der Zauberhaspel darf nicht fehlen. Nun verfinstert sich der Himmel, die Erde bebt, feurige Erscheinungen blenden das Auge, hüpfen als Lichter umher oder nehmen Tiergestalt an. Endlich läßt sich die donnernde Götterstimme hören und offenbart das Verborgene. Dieses nannte man eine Weihung (τελετὴ), und dem so Eingeweihten versprach man unmittelbaren Verkehr mit dem Himmel, Freiheit von allen Schwächen und Widrigkeiten dieses Lebens, ja selbst die leibliche Unsterblichkeit. Der Abkürzung und Bequemlichkeit halber ließ man auch zuweilen den Einzuweihenden nicht mit eigenen Augen sehen; der Beschwörer übernahm dies Geschäft für ihn und spielte dann dieselbe Rolle, die der Schauspieldichter oft einem Wächter anweist, der, von einer Mauerbrüstung herab hinter die Kulissen schauend, dem Zuhörer einen Seesturm oder ein Schlachtgetümmel schildern muß. In diesem Falle hieß der Eingeweihte nicht Autopt, sondern Epopt. Auch Lukians Pseudomantis unterschied zwischen den mittelbaren Orakeln und den unmittelbaren (χρησμοις αυτοϕώνοις), d. h. denjenigen, die sein weissagendes Schlangenbild mit eigenem Munde zu verkünden schien, indem ein versteckter Mensch mittelst einer künstlich eingefügten Kranichgurgel durch dessen Kopf sprach. Solche Heiligtümer waren es, für die der Kaiser Julian sich vom Christentum lossagen mochte. Doch wohl ihm, wenn er nur bei diesen stehen geblieben wäre! Aber wenn wir Cassiodor glauben dürfen, so fand man nach dem Tode des Kaisers unter seinen Zaubergeräten auch ein an den Haaren aufgehängtes Weib, dem er den Leib geöffnet hatte, um aus der Leber den Erfolg des persischen Feldzugs zu bestimmen Cassiodor, Hist. tripart. XI. 48..

Die Wirkung, die der Neuplatonismus im religiösen Leben und Denken der alten Völker hervorbrachte, war daher nicht die von ihm angestrebte Neubelebung des antik-religiösen Geistes, sondern die gänzliche Auflösung des griechisch-römischen religiösen Bewußtseins. Denn an Stelle der alten Mythologie wurde ein religions-philosophisches System gesetzt, in dem wohl von der absoluten Einheit, von dem Urgrunde alles Seins, von der Urvernunft und von der in die Einzeldinge hineingebildeten Weltseele, dagegen von den konkreten Gestalten des alten Mythus gar nicht die Rede war. Daher wurde durch den Neuplatonismus, indem er als Prinzip seines Systems die monistische Gottesidee geltend machte, die ganze griechisch-römische Götterwelt prinzipiell in eine unter der Gottheit stehende, zwischen Himmel und Erde schwebende Dämonenwelt umgesetzt. Je weniger aber sich der Heide von dem abstrakten und leeren Ur-Eins, das der Neuplatonismus als Gott bezeichnete, innerlich berührt fühlen konnte, um so stärker mußte in ihm das Gefühl der Abhängigkeit von der ihn überall umgebenden, unheimlichen Dämonenwelt erregt werden. Eine ganz neue Steigerung der Furcht vor den Dämonen war daher die wesentlichste Wirkung, die der Neuplatonismus im religiösen Leben der alten Völker hervorbrachte. Wußte man doch, daß es allerorten Zauberer gab, die mit den Dämonen im Bunde standen und mit deren Hilfe Krankheiten und Plagen aller Art über den Menschen bringen, seinen Geist mit trügerischen Bildern verwirren, vor Gericht seine Zunge und in der Rennbahn seine Pferde lähmen, ihn in ein Tier verwandeln, die mit Sturm, Gewitter und Hagel seine Felder verwüsten und ganze Städte und Lande mit der Pest heimsuchen konnten! Die δεισιδαιμονία – die Dämonenangst oder der Angstglaube – die uns Plutarch geschildert hat, erfüllte die ganze griechisch-römische Welt, soweit sie nicht in den bodenlosesten Nihilismus gefallen war. Das griechisch-römische Heidentum war zum reinsten Dämonismus geworden Buchmann, Die unfreie und die freie Kirche, Breslau 1875, S. 230 ff.. Allerdings wurde der Glaube an Schutzgötter noch aufrecht erhalten, allein das geringste Versehen, das bei ihrem Anrufen mitunterlief, bewirkte es, daß nicht sie, sondern die »Antithei« zur Stelle kamen, »täuschend, betrügend, irreführend«, wie Arnobius (Adv. gentes, IV., Kap. 12) sagt, der dieses Vorkommnis als ein nicht seltenes den Heiden zu Gemüte führt. Vor der Tücke der Dämonen wußte sich der Heide in keinem Augenblick mehr sicher. Denn daß auch die drakonischen Gesetze der Kaiser gegen diese Dämonen keinen Schutz gewähren und dem Unwesen der Magie kein Ende machen konnten, wußte man längst. In Furcht und Schrecken erzitterte darum die ganze antike Welt, und Verzweiflung, Furcht und Schrecken war das Ende, in das ihr Leben auslief.

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