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Geschichte der Gemeinde und Bürgermeisterei Dudweiler

Albert Ruppersberg: Geschichte der Gemeinde und Bürgermeisterei Dudweiler - Kapitel 17
Quellenangabe
typetractate
booktitleGeschichte der Gemeinde und Bürgermeisterei Dudweiler
authorAlbert Ruppersberg
year1923
firstpub1923
publisherGebr. Hofer
addressSaarbrücken
titleGeschichte der Gemeinde und Bürgermeisterei Dudweiler
pages190
created20171230
sendergerd.bouillon@t-online.de
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15. Die Kirche zu Dudweiler.

a) Bis zur Reformation 1575.

Eine Kapelle in Dudweiler, die den Nonnen von St. Peter in Metz gehörte und von Malstatt aus bedient wurde, ist, wie anfangs erwähnt wurde, für das Jahr 977 urkundlich bezeugt. Sie scheint, wie Jungk (Heimatkunde 2. A. S. 74) mit Recht vermutet, erst kurz vorher erbaut worden zu sein, da sie in der Bestätigungsurkunde für Malstatt vom Jahre 960 nicht erwähnt wird. Das Kloster von St. Peter in Metz bezog also den Zehnten in Dudweiler und hatte dafür den Geistlichen zu stellen. Später erscheint der Graf von Saarbrücken, der auch weltlichen Besitz in Dudweiler hatte, als Besitzer des Zehnten und des Kirchenpatronats. Im Jahre 1561 hat Graf Johann IV. Patronat und Zehnten in Malstatt von St. Peter für 200 Gulden gekauft; um dieselbe Zeit hat er vermutlich diese Rechte auch in Dudweiler erworben. Andreae berichtet aus dem 17. Jahrhundert: »Am großen Zehnten zu Dudweiler hat die Kirch das Halb, von der übrigen Hälfte hat unser gnädiger Herr das Halb und Dr. Werners Erben von Zwitzermüllers Erben wegenVergl. oben im Kapitel »Besitzverhältnisse im Mittelalter«. die ander Hälft. Ist 2 Teil Korn und 1 Teil Haber.«

Als selbständige Pfarrei wird Dudweiler im Jahre 1357Jungk, Regesten Nr. 1672. erwähnt; sie gehörte zum Archipresbyteriat St. Arnual und zahlte als geistliche Steuer 6 Groschen, einen Betrag, der ungefähr dem Durchschnitt der damaligen Pfarrbeiträge gleichkam.

Im Jahre 1512 stiftete Clesgin (Nikolaus), Meier zu Quierschied, 60 Rheinische Gulden zu einer Wochenmesse an »Unserer lieben Frauen Altar« in der Kirche zu Dudweiler.Die Urkunde ist von Pfarrer Lichnock mitgeteilt im Dudweiler Anzeiger 1882 Nr. 21. Diese 113 Schenkung wurde auf Bitten des Kirchherrn (Pfarrers) Peter von Ramspach (Ransbach), des Meiers, des Heimbürgen, der Kirchengeschworenen und der Gemeinde Dudweiler von dem Grafen Johann Ludwig als Kirchenpatron bestätigt. Der Kirchherr sollte jedes Jahr auf Johannis Baptisten Tag (24. Juni) für diesen Dienst einen Rheinischen Gulden erhalten. Auch sollte er für sein Vieh auf dem Wittumhof bis zu 16 Stück Rindvieh, 12 Schweinen und 150 Schafen eigener Zucht frei vom Hirtenlohn sein. An der Kirche befand sich eine Bruderschaft, die im Jahre 1542 einen Gulden Kirchensteuer bezahlte, also auf 200 Gulden Vermögen geschätzt wurde.

Im Jahre 1529 wurde Herr Heinrich von Nalbach an Stelle des verstorbenen Herrn Peter Pfarrer in Dudweiler. Im Jahre 1556 erhielt Johann Stephan von Herbitzheim die Pfarre an Stelle des Herrn Heinrich. Dieser Pfarrer Stephan, später Johann Krahe genannt, bekannte sich bei der Visitation im Jahre 1575 zur Augsburgischen Konfession und wurde darauf in seinem Amte bestätigt. Damit war die Reformation in Dudweiler eingeführt.

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