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Geschichte der Gemeinde und Bürgermeisterei Dudweiler

Albert Ruppersberg: Geschichte der Gemeinde und Bürgermeisterei Dudweiler - Kapitel 16
Quellenangabe
typetractate
booktitleGeschichte der Gemeinde und Bürgermeisterei Dudweiler
authorAlbert Ruppersberg
year1923
firstpub1923
publisherGebr. Hofer
addressSaarbrücken
titleGeschichte der Gemeinde und Bürgermeisterei Dudweiler
pages190
created20171230
sendergerd.bouillon@t-online.de
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14. Verkehr.

Bis zum Jahre 1852 vollzog sich der Verkehr ausschließlich auf den Landstraßen, die Dudweiler mit Saarbrücken, Sulzbach und anderen Nachbarorten verbinden. Auf der Straße, die von Dudweiler nach Saarbrücken führt, bewegt sich noch heute ein besonders lebhafter Fuhrverkehr.

Von der größten Bedeutung war die Eröffnung der Saarbrücker Bahn im Jahre 1852 und die Erbauung des Bahnhofes in Dudweiler. Dadurch wurde eine umfangreiche Ausbeutung der Gruben ermöglicht. Die Grube Dudweiler wurde mit der Station durch eine Zweigbahn von 2,44 km Länge verbunden. Die Förderung der Grube Dudweiler betrug im Jahre 1850: 1 460 615 Zentner, im Jahre 1855: 5 094 890 Zentner. Die Arbeiterzahl belief sich im Jahre 1850 auf 679, im Jahre 1855 auf 1913 Mann. Auch der Verkehr mit der Außenwelt wurde außerordentlich gehoben. Die Einnahme aus dem Personenverkehr auf dem Bahnhof Dudweiler betrug im Jahre 1865 5970 Taler, aus dem Güterverkehr 5426 Taler. Im Jahre 1878 war der Reinertrag des Bahnverkehrs auf der Station auf etwa 60 000 Mark gestiegen.

Seit dem 1. Oktober 1858 hat Dudweiler ein eigenes Postamt. Die Gemeinde hat in der Hauptstraße im Jahre 1909 ein Postgebäude für etwa 40 000 Mark (mit Grunderwerb) errichtet und an die Reichspostverwaltung vermietet. Seitdem ist der ländliche Charakter von Dudweiler mehr und mehr geschwunden. Wie schon erwähnt, wurde im Jahre 1878 Straßenbeleuchtung durch Gaslaternen eingeführt. In demselben Jahre wurden Plakatanzeiger in den Straßen aufgestellt, im Jahre 1898 eine Fernsprechstelle eingerichtet. In demselben Jahre wurde durch eine Baupolizeiverordnung und durch ein Ortsstatut über die Anlage von Straßen und Plätzen eine planmäßige Bautätigkeit vorgeschrieben. 111

Postamt Dudweiler in der Saarbrücker Straße.

Der in derselben Zeit von einem Unternehmer vorgelegte Plan einer elektrischen Verbindung mit St. Ingbert gelangte nicht zur Ausführung; dagegen wurde zwei Jahre später die Straßenbahn von Saarbrücken durch das Sulzbachtal nach Dudweiler, Sulzbach und Friedrichsthal von der Gesellschaft für Straßenbahnen im Saartal gebaut und am 18. November 1901 dem Betrieb übergeben. Auf dieser Strecke entwickelte sich ein sehr lebhafter Verkehr. Im Jahre 1917 wurden auf der Strecke Saarbrücken-Schanzenberg-Dudweiler 2 227 034, auf der Strecke Dudweiler-Friedrichsthal 798 105 Fahrscheine ausgegeben.

Neben diesen neuen Verkehrswegen wurden auch die alten Verbindungen nicht vernachlässigt. Für Wegebau setzte die Gemeindeverwaltung im Jahre 1874 13 800 Mark, im Jahre 1909 76 200 Mark, im Jahre 1911 200 000 Mark in den Haushaltsplan ein. Im Jahre 1907 wurden für Bürgersteige auf der Provinzialstraße 25 000 Mark verwendet. Ein Verschönerungsverein hat die Anlage von angenehmen Spazierwegen und Ruheplätzen in der Umgegend von Dudweiler zu seiner Aufgabe gemacht. 112

 


 

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