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Geographische Charakterbilder. Erster Teil. Arktis ? Europa

August Wilhelm Grube: Geographische Charakterbilder. Erster Teil. Arktis ? Europa - Kapitel 7
Quellenangabe
typereport
authorAugust Wilhelm Grube
titleGeographische Charakterbilder. Erster Teil. Arktis ? Europa
publisherFriedrich Brandstetter
printrunZweiundzwanzigste Auflage
editorHans Stübler
year1921
firstpub1850
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20130812
projectid70ccb212
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IV. Bilder aus Mitteleuropa.

Einleitung.

»Zwischen den Alpen und der Nord- und der Ostsee, zwischen dem Atlantischen Ozean und dem Schwarzen Meere liegt ein Teil Europas, dem Alpen, Karpaten und Balkan, weite Tiefländer, Flüsse wie Rhein und Donau eine Ähnlichkeit der großen Formen des Bodens verleihen, ein Land, dessen Klima übereinstimmend geartet ist, und dessen Pflanzenwuchs fast von dem einen bis zum anderen Ende denselben Teppich von Wäldern, Wiesen, Heiden, Mooren und Matten ausbreitet. Das ist Mitteleuropa im weitesten Sinne.

Gehen wir von hier nach Süden, so kommen wir in Länder der mittelmeerischen Region, die in jeder Hinsicht anders geartet sind. Im Norden und Westen haben wir das Meer zur Grenze. Nur im Osten ist der Gegensatz zum östlichen Europa nicht so scharf ausgeprägt, und gerade darin haben wir sofort eine der wichtigsten Eigenschaften Mitteleuropas: weniger scharf im Osten als auf allen anderen Seiten begrenzt zu sein.«

In diesem Streifen liegt Deutschland mitteninne. Seinen mannigfaltigen Landschaften werden die Geographischen Charakterbilder in einem besonderen Bande gerecht: denn es ist unser Vaterland! Und der Mann, der als Deutscher und Gelehrter sein berühmtes Büchlein »Deutschland« verfaßte, Friedrich Ratzel, schrieb in einer Vorbemerkung dazu das schöne Geleitwort: Eine Vertrautheit wie die des Kindes mit seinem Vaterhause muß das Ziel der Heimatkunde sein. Vor allem soll der Deutsche wissen, was er an seinem Lande hat.

Südöstlich vom Deutschen Reiche liegen als ein Übergangsland nach dem mittelmeerischen und dem festländischen östlichen Europa die Länder, deren Lebensader die Donau ist – südwestlich aber Frankreich als ein Übergangsland zum atlantischen Westeuropa und auch zum Mittelmeergebiete.

Zwischen beiden aber liegt das breite Grenzgebiet der Alpen mit dem Kernlande der Schweiz. Das Deutsche Reich, die Donauländer, Frankreich lehnen sich an dieses gewaltige Hochgebirge an und empfangen einen guten Teil ihrer Lebensadern aus diesem Quellenhorte. Wir geben im folgenden zuerst einige Charakterbilder aus dem südöstlichen Flügel Europas, den Donau- und Karpatenländern – Deutschland als geschlossenes Sprachgebiet scheidet hier aus –, endlich aus dem Grenzgebiete, den Alpenländern.

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