Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Ernst Wilhelm Lotz >

Gedichtsammlung

Ernst Wilhelm Lotz: Gedichtsammlung - Kapitel 51
Quellenangabe
typepoem
authorErnst Wilhelm Lotz
booktitleGedichte, Prosa, Briefe
titleGedichtsammlung
publisheredition text + kritik GmbH
editorJürgen von Esenwein
year1993
isbn388377443X
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20160829
projectid490a79bb
Schließen

Navigation:

Da schwoll der Ton

Da wachte ich auf ...
Doch ich begriff nicht, daß ich wachen sollte,
Denn das war träumerischer als der Traum:
Ich fühlte Schwingen an meinen Schultern,
Die waren feucht und frisch,
Und ihre Sehnen nie gebraucht ...

Da vernahm ich ein feines Klingen –
Wie von Saiten aus Stahl: ganz fein, ganz dünn.
Das waren – dachte ich ferne – meine Nerven,
Die mein Gehirn in meine Flügel trugen.
Die klangen, fein und dünn,
Wie Saiten aus Stahl.

Und als ich meiner Schwingen Muskeln regte,
Da schwoll der Ton,
Wie beim Spannen von Violinsaiten
Und brausend bald wie Donner im Gebirgstal.

Und als ich niederblickte,
Lag dort die Erde
Wie der Ball eines Kindes.

Und meine Füße setzte ich auf den Stern,
Der einst in meine Kinderaugen
Gold tropfen ließ.

 << Kapitel 50  Kapitel 52 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.