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Gedichtsammlung

Ernst Wilhelm Lotz: Gedichtsammlung - Kapitel 48
Quellenangabe
typepoem
authorErnst Wilhelm Lotz
booktitleGedichte, Prosa, Briefe
titleGedichtsammlung
publisheredition text + kritik GmbH
editorJürgen von Esenwein
year1993
isbn388377443X
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20160829
projectid490a79bb
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Frühlingsnacht

Ein Nebelabend. Straßen dämmern bleich,
Mit trüben Lichtern lieblos überstreut.
In meinen Ohren tönt mein Blut sehr weich.
Ich glaube, wo im Lande weht ein Grabgeläut.

Du warst sehr schön. – Und Deiner Augen sanftes Sehen,
War immer bei mir, wohin ich auch ging. –
Ich kann Deine Augen jetzt vor mir sehen,
Ganz wie ich zum ersten Mal sie empfing! –

Still, still! – Es ist Frühling, – Du bist es nicht. –
Die Nacht wird schwül. Ich will mich niedersetzen
Und mein heißes Gesicht
Mit feuchtem Grün der Gartenbüsche netzen.

Hier ist es weich. – Dein Fenster scheint jetzt irgendwo
Und schiebt in Nebelnacht hinaus Dein Licht. –
Mein Herz lief von mir fort. Es sucht jetzt irgendwo.
Doch was es sucht, mein Herz, ich weiß es nicht.

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