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Gedichtsammlung

Ernst Wilhelm Lotz: Gedichtsammlung - Kapitel 40
Quellenangabe
typepoem
authorErnst Wilhelm Lotz
booktitleGedichte, Prosa, Briefe
titleGedichtsammlung
publisheredition text + kritik GmbH
editorJürgen von Esenwein
year1993
isbn388377443X
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20160829
projectid490a79bb
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Was der Abendwind erzählte

Du mußt still sein, sonst hörst du nicht,
Wie der Abendwind mit den Blumen spricht.
Seine Sprache ist leise und verweht im Nu.
Lege die Finger an die Lippen und hör zu:

Hörst du! – Er ist von den Schneebergen gekommen,
Ist den Rhein heruntergeschwommen.
Hör nur, wie seine Sprache von kleinen Rheinwellen glitzt.
Sieh nur, wie er kleine Rheintropfen auf alle Blumen blitzt.

Nun halte den Atem an und gib acht:
Er hat mich belauscht in neulicher Nacht,
Als heimlich ich in der Berghütte stund,
Mit einem braunen Mädelchen Mund an Mund.

Das tut der Abendwind allen Blumen kund,
Ganz leis, und küßt sie weich auf den Mund.

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