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Gedichtsammlung

Ernst Wilhelm Lotz: Gedichtsammlung - Kapitel 32
Quellenangabe
typepoem
authorErnst Wilhelm Lotz
booktitleGedichte, Prosa, Briefe
titleGedichtsammlung
publisheredition text + kritik GmbH
editorJürgen von Esenwein
year1993
isbn388377443X
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20160829
projectid490a79bb
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Der Koloss

Von grauen Wolken ein Koloß
Stampfte dumpf dröhnend über mich hin:
Ein junger Reiter auf starkem Roß,
Die Stirn ganz Wille, die Faust am Zügel,
Die Beine ruhten herrschend im Bügel. –
Ich staunte hinan und sah – daß ich's bin! –

Das grollte so voll und so stark
Von machtvoll verhaltenen Kräften,
Und schwoll und quoll über von Mark
Und von jungen Säften! –

Ach! Da könnt ich so stark und so herrlich sein,
Tyrannenhaft reiten auf bebendem Pferde
Hoch über die Erde!
Weil: – Weil der Sonne Schein,
Der warme weich quellende Sonnenschein
Umhüllt war von rauchenden Frühlingsgewittern!

Das zog vorbei. – Die Luft stand wartend still,
Noch in der Ferne stumm die Blitze zittern. –
Da neigt die Sonne sich aus Wolken wieder
Und streichelt sanft ein großes Wort: Ich will! –
Oh! Da zerging's in Wölkchen kleiner Lieder!

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