Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Friedrich Hölderlin >

Gedichte. Sammlung aus dem Projekt Gutenberg-DE

Friedrich Hölderlin: Gedichte. Sammlung aus dem Projekt Gutenberg-DE - Kapitel 47
Quellenangabe
titleGedichte. Sammlung aus dem Projekt Gutenberg-DE
authorFriedrich Hölderlin
modified20170830
typepoem
Schließen

Navigation:

Die Launischen

            Hör ich ferne nur her, wenn ich für mich geklagt,
    Saitenspiel und Gesang, schweigt mir das Herz doch gleich;
        Bald auch bin ich verwandelt,
            Blinkst du, purpurner Wein! mich an

Unter Schatten des Walds, wo die gewaltige
    Mittagssonne mir sanft über dem Laube glänzt;
        Ruhig sitz ich daselbst, wenn
            Zürnend schwerer Beleidigung

Ich im Felde geirrt – zürnen zu gerne doch
    Deine Dichter, Natur! trauern und weinen leicht,
        Die Beglückten; wie Kinder,
            Die zu zärtlich die Mutter hält,

Sind sie mürrisch und voll herrischen Eigensinns;
    Wandeln still sie des Wegs, irret Geringes doch
        Bald sie wieder; sie reißen
            Aus dem Gleise sich sträubend dir.

Doch du rührest sie kaum, Liebende! freundlich an,
    Sind sie friedlich und fromm; fröhlich gehorchen sie;
        Du lenkst, Meisterin! sie mit
            Weichem Zügel, wohin du willst.

 


 

 << Kapitel 46  Kapitel 48 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.