Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Friedrich Hölderlin >

Gedichte. Sammlung aus dem Projekt Gutenberg-DE

Friedrich Hölderlin: Gedichte. Sammlung aus dem Projekt Gutenberg-DE - Kapitel 167
Quellenangabe
titleGedichte. Sammlung aus dem Projekt Gutenberg-DE
authorFriedrich Hölderlin
modified20170830
typepoem
Schließen

Navigation:

Dem Sonnengott

                Wo bist du? trunken dämmert die Seele mir
Von aller deiner Wonne; denn eben ists,
Daß ich gesehn, wie, müde seiner
Fahrt, der entzückende Götterjüngling

Die jungen Locken badet' im Goldgewölk;
Und jetzt noch blickt mein Auge von selbst nach ihm;
Doch fern ist er zu frommen Völkern,
Die ihn noch ehren, hinweggegengen.

Dich lieb ich, Erde! trauerst du doch mit mir!
Und unsre Trauer wandelt, wie Kinderschmerz,
In Schlummer sich, und wie die Winde
Flattern und flüstern im Saitenspiele,

Bis ihm des Meisters Finger den schönern Ton
Entlockt, so spielen Nebel und Träum um uns,
Bis der Geliebte wiederkömmt und
Leben und Geist sich in uns entzündet.

 


 

 << Kapitel 166  Kapitel 168 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.