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Gedichte. Ausgabe letzter Hand

Johann Wolfgang von Goethe: Gedichte. Ausgabe letzter Hand - Kapitel 245
Quellenangabe
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typepoem
authorJohann Wolfgang von Goethe
titleGedichte. Ausgabe letzter Hand
publisherArtemis-Verlag Zürich
editorErnst Beutler
year1949
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20130530
projectid7bdc9617
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Aussöhnung

Die Leidenschaft bringt Leiden! – Wer beschwichtigt,
Beklommnes Herz, dich, das zu viel verloren?
Wo sind die Stunden, überschnell verflüchtigt?
Vergebens war das Schönste dir erkoren!
Trüb ist der Geist, verworren das Beginnen;
Die hehre Welt, wie schwindet sie den Sinnen!

Da schwebt hervor Musik mit Engelsschwingen,
Verflicht zu Millionen Tön um Töne,
Des Menschen Wesen durch und durch zu dringen,
Zu überfüllen ihn mit ewger Schöne:
Das Auge netzt sich, fühlt im höhern Sehnen
Den Götter-Wert der Töne wie der Tränen.

Und so das Herz erleichtert merkt behende,
Daß es noch lebt und schlägt und möchte schlagen,
Zum reinsten Dank der überreichen Spende
Sich selbt erwidernd willig darzutragen.
Da fühlte sich – o daß es ewig bliebe!
Das Doppel-Glück der Töne wie der Liebe.

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