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Gedichte. Ausgabe letzter Hand

Johann Wolfgang von Goethe: Gedichte. Ausgabe letzter Hand - Kapitel 138
Quellenangabe
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typepoem
authorJohann Wolfgang von Goethe
titleGedichte. Ausgabe letzter Hand
publisherArtemis-Verlag Zürich
editorErnst Beutler
year1949
correctorreuters@abc.de
senderwww.gaga.net
created20130530
projectid7bdc9617
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XI. Nemesis

Wenn durch das Volk die grimme Seuche wütet,
      Soll man vorsichtig die Gesellschaft lassen.
      Auch hab ich oft mit Zaudern und Verpassen
      Vor manchen Influenzen mich gehütet.

Und obgleich Amor öfters mich begütet,
      Mocht ich zuletzt mich nicht mit ihm befassen.
      So ging mirs auch mit jenen Lacrimassen,
      Als vier- und dreifach reimend sie gebrütet.

Nun aber folgt die Strafe dem Verächter,
      Als wenn die Schlangenfackel der Erinnen
      Von Berg zu Tal, von Land zu Meer ihn triebe.

Ich höre wohl der Genien Gelächter;
      Doch trennet mich von jeglichem Besinnen
      Sonettenwut und Raserei der Liebe.

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