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August von Platen: Gedichte - Kapitel 68
Quellenangabe
titleGedichte
authorAugust von Platen
year1968
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-000291-5
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170915
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        Was gleißt der Strom mit schönbeschäumten Wogen,
Da nur Entsetzen lauscht im tiefen Grunde?
Was haucht die Rose süßen Duft vom Munde,
Da manches Blatt ihr schon im Wind verflogen?

Was ist mit Gold der Wolke Saum bezogen,
Da schon Gewitter bringt die nächste Stunde?
So hat, mit allem Schrecklichen im Bunde,
Natur uns stets durch falschen Reiz belogen.

Doch wer enträtselt erst der Seele Tücken!
Dein Blick erglüht, der nur Verderben sendet,
Und ach! ich wähnte reines Licht zu saugen.

Nun fühl ich wohl, erwachend vom Entzücken,
Das meine Sinne nur zu sehr verblendet:
Dein Herz ist schwarz, wie deine schwarzen Augen.

 


 

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