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August von Platen: Gedichte - Kapitel 61
Quellenangabe
titleGedichte
authorAugust von Platen
year1968
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-000291-5
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170915
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Rückblick

          O noch denk ich mit Lust der lieblich dämmernden Mondnacht,
    Welche dem Abende schnell, der mich beglückte, gefolgt.
Ach, es war nicht Nacht, es war nicht Schimmer des Morgens,
    Silbern dämmerte rings, träumte die ganze Natur.
Und so sah ich den Mond verbreiten befreundeten Abglanz,
    Sah in die Bäume hinein, die er so ruhig beschien:
Und da konnte der Schmerz nicht Wurzel fassen im Herzen,
    Nicht an bittern Verlust mahnt' ich, an künftigen, mich.
Hatt' ich sie nicht noch eben gesehn im Glanze der Jugend,
    Und im doppelten Glanz roter Juwelen im Haar?
Und nun schlich ich allein, vom Lindengedüft' umbalsamt,
    Dachte des Festes im Geist, dachte der Blume des Fests.
Rollen noch hört' ich den Wagen, der dich mir auf immer entführte.
    Aber mich wiegte der Traum, aber ich fühlte mich leicht.

 


 

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