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August von Platen: Gedichte - Kapitel 57
Quellenangabe
titleGedichte
authorAugust von Platen
year1968
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-000291-5
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170915
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        Jahre schwanden, dieser Busen ist von Liebe rein gewesen,
Was ihn wieder hat befangen, ist ein Becher Wein gewesen:
Frühlingshauch aus goldnen Locken lockte mich in eh'rne Bande,
Denn ihr Anbeginn ist Irrtum, und ihr Ende Pein gewesen:
An bemalten Schaugerichten wollt' ich meinen Hunger stillen,
Aber was mir Brot geschienen, ist ein kalter Stein gewesen:
Gold und Silber wollt' ich fördern auf im Traum gesehnen Plätzen,
Aber, was ich ausgegraben, ist ein morsch Gebein gewesen.
Will mich dennoch, aus der Ferne, deine Huld und Milde segnen,
Soll mir teurer sein die Trennung, als es der Verein gewesen;
Flattersinnig, unbeständig ließ ich zwar das Auge schweifen,
Doch es ist das Herz im stillen, ganz im stillen dein gewesen;
Was zu dir mich hingezogen, war Geschick und Gegenliebe,
Was an jene mich gefesselt, ist ein falscher Schein gewesen:
Richte nicht zu streng die Lieder, die ich nicht an dich gerichtet,
Freilich, solcher Lieder würdig wärst du ganz allein gewesen!

 


 

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