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August von Platen: Gedichte - Kapitel 52
Quellenangabe
titleGedichte
authorAugust von Platen
year1968
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-000291-5
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170915
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        Die Fülle dieses Lebens erfüllt mich oft mit Schrecken,
Als fielen alle Sterne vom Himmel, mich zu decken:
Es reizt die Welt mein Auge durch tausend prächt'ge Formen,
Wo soll, vor diesem Drange, wie Saul, ich mich verstecken?
Des Forschens Labyrinthe! Der Kunst Gestaltenzauber!
Der Völker Tat und Sage! Der Länder schöne Strecken!
Auf meinem Busen lastet unendliche Begierde
Nach jenen Schätzen allen, die Lieb und Lust erwecken!
So wär' ich längst erlegen; doch meine Blicke sollten
In einen Punkt verdichtet, der Schönheit All entdecken:
Seitdem du mir erschienen, entsagt' ich diesem Schweifen
Nach allen Himmelswinkeln, nach allen Erdenecken.
Es dampft der Quell der Jugend vom Fels im Wirbelstaube,
Bis friedlich ihn und silbern umfängt der Liebe Becken.

 


 

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