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August von Platen: Gedichte - Kapitel 49
Quellenangabe
titleGedichte
authorAugust von Platen
year1968
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-000291-5
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170915
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        Es lächelt, voll von Milde, mir manches Angesicht,
Doch all dies ist vergebens, ihr alle seid es nicht!
Ihr blauen Augen werdet nie meine Sterne sein,
Ich weiß ein schwarzes Auge, aus diesem saug ich Licht;
Ein hartes Wort befürcht ich von deinem spröden Mund,
Drum laß die Lippe schweigen, solang das Auge spricht!
Die Sonn' erwärmet Steine: wie sollte nicht dein Aug'
Ein Herz erwärmen, dem es an Wärme nie gebricht?
Doch rat ich dir, vertraue dem Geiste nicht zu sehr,
Der, flücht'ger als die Rose, nur flücht'ge Bande flicht;
Der gern erproben möchte die ganze Welt umher,
Den nach so viel gelüstet, den, ach! so viel besticht,
Allein, was sag ich? Flehen um Liebe sollt' ich dich,
Denn dich vor mir zu warnen, ist über meine Pflicht!
Mein leichtes Wesen hätte sich längst, wie Spreu, zerstreut,
Doch Schmerz um deine Liebe verleiht mir noch Gewicht.

 


 

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