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August von Platen: Gedichte - Kapitel 36
Quellenangabe
titleGedichte
authorAugust von Platen
year1968
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-000291-5
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170915
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            Ist's möglich, ein Geschöpf in der Natur zu sein,
Und stets und wiederum auf falscher Spur zu sein?
Ward nicht dieselbe Kraft, die dort im Sterne flammt,
Bestimmt, als Rose hier die Zier der Flur zu sein?
Was seufzt ihr euch zurück ins sonst'ge Paradies,
Um, wie das Sonnenlicht, verklärt und pur zu sein?
Was wünscht ihr schmerzbewegt euch bald im Erdenschoß,
Und über Wolken bald und im Azur zu sein?
Was forscht ihr früh und spat dem Quell des Übels nach,
Das doch kein andres ist, als - Kreatur zu sein?
Sich selbst zu schaun erschuf der Ewige das All,
Das ist der Schmerz des Alls, ein Spiegel nur zu sein!
In Gott allein ist Ruh', doch wir vermögen nichts,
Als bloß ein Pendelschwung der ew'gen Uhr zu sein.

 


 

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