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August von Platen: Gedichte - Kapitel 144
Quellenangabe
titleGedichte
authorAugust von Platen
year1968
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-000291-5
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170915
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Sonett nach Camoens

              Was beut die Welt, um noch darnach zu spähn,
Wo ist ein Glück, dem ich mich nicht entschwur?
Verdruß nur kannt' ich, Abgunst kannt' ich nur,
Dich, Tod, zuletzt, was konnte mehr geschehn?

Dies Leben reizt nicht, Leben zu erflehn;
Daß Gram nicht töte, weiß ich, der's erfuhr:
Birgst du noch größres Mißgeschick, Natur,
Dann seh ich's noch, denn alles darf ich sehn!

Der Unlust lange starb ich ab und Lust,
Selbst jenen Schmerz verschmerzt' ich, büßt' ich ein,
Der längst die Furcht gebannt mir aus der Brust.

Das Leben fühlt' ich als verliebte Pein,
Den Tod als unersetzlichen Verlust,
Trat ich nur darum in dies kurze Sein?

 


 

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