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August von Platen: Gedichte - Kapitel 139
Quellenangabe
titleGedichte
authorAugust von Platen
year1968
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-000291-5
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170915
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        Wohl mit Hafis darf ich sagen:
Ewig trunken ist mein Mut!
Nimmer könnt' ich es ertragen,
Diesem Rausche zu entsagen,
Dieser Liebe, dieser Glut!

Magst du, Freude, mir gesellen
Deinen sprudelnden Pokal!
Mich verleumden, mich entstellen
Mögen nüchterne Gesellen,
Ihre Liebe wäre Qual!

Keiner wird es mir entwinden,
Dies unsägliche Vertraun:
Menschen hoff ich noch zu finden,
Die mich, wie sich selbst, empfinden,
Die mich, wie sich selbst, durchschaun.

Gern als Opfer sei gespendet
Dieser Erde Ruh' und Glück:
Kehrt doch stets, von Gott gesendet,
Jenes Glück, das nimmer endet,
Ins zerrißne Herz zurück!

Wohl ein Glück ist's, laut zu sagen,
Was das Innre leis empfand;
Selig fühl ich mich getragen
Auf den Schwingen meiner Klagen
In des ew'gen Friedens Land.

 


 

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