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August von Platen: Gedichte - Kapitel 114
Quellenangabe
titleGedichte
authorAugust von Platen
year1968
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-000291-5
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170915
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Fragment des Archilochos

(1831)

          Voll satanischen Lächelns sieht Berlin zu,
Wie ein tapferes Volk zu Staub zermalmt wird,
Gleich dem Rasenden, der das Haus des Nachbars
Sieht in Flammen und jauchzt und reibt die Hände.
Wenn Mongolen des Edlen Keim vernichten,
Tun jene Würger sie sich's, sich selbst, Berlin bloß
Spielt den Teufel und spielt den Teufel gratis.
Dennoch möchte sogar den Kampf es kämpfen,
Ungerechtesten Kampf, und aus dem Grabe
Achtzehnhundert und dreizehn auferwecken,
Auferwecken des deutschen Volks Begeisterung,
Die es selbst mit Gewalt erstickte, die es
Fünfzehn Jahre hindurch mit Füßen stampfte!
Nein, und wär' es ein Joch zu tragen nötig,
Eh'r französisches Joch ertrüge Deutschland
Als Baschkirengewalt und Peters Zwingburg.
Wie Demosthenes möcht' ich ewig rufen,
Krieg dem nordischen Mazedonier, Krieg ihm.
Sei, wer immer es will, Vasall Sibiriens,
Rußlands Knecht und geneigter Speichellecker,
Deutschland fodert zurück den Tag von Tilsit.

 


 

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