Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
August von Platen: Gedichte - Kapitel 11
Quellenangabe
titleGedichte
authorAugust von Platen
year1968
publisherPhilipp Reclam jun.
addressStuttgart
isbn3-15-000291-5
sendergerd.bouillon@t-online.de
typepoem
modified20170915
Schließen

Navigation:

Die Najade

    Die Quelle, die Felsen umschließen,
Ich sähe sie gern entstehn:
Sie wird nicht müde zu fließen,
Ich werde so müde, zu gehn!

Bald rinnt über Steine sie helle,
Bald dunkelt sie schattenumringt,
Fänd' ich die verschwiegene Stelle,
Wo sie dem Granit entspringt!

Da droht mich im Lauf zu stören
Die Felswand, schroff und nackt,
Das wilde Gestrüppe der Föhren,
Der wilde Katarakt.

Schon eil ich zurück die Pfade,
Da klingt mir's hell ins Ohr;
Die Stimme der schönen Najade
Tönt unter der Welle hervor:

»Mein klares Haupt beschauen
Die seligen Götter allein:
Durchspähe du suchend die Auen,
Den Wald und das öde Gestein.«

 


 

 << Kapitel 10  Kapitel 12 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.