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Gedichte

Edgar Allan Poe: Gedichte - Kapitel 32
Quellenangabe
titleGedichte
authorEdgar Allan Poe
typepoem
translatorHedwig Lachmann
senderreuters@abc.de
created20040708
modified20170915
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Schweigen

Übers.: Hedwig Lachmann

              Es gibt Begriffe, Dinge körperlos,
Urbilder jener Zwillingswesenheit,
Welcher der urzeitliche Schöpferschoß
Von Stoff und Geist Gestalt und Leben leiht.
Es gibt ein zwiefach Schweigen – Meer und Strand –
Seele und Leib. Das eine wohnt fernab
An einem Orte, den die ernste Hand
Gütiger Huldinnen mit Grün umgab.
Ein treu Gedenken waltet darum her
Und mildert seinen Ernst, nimmt ihm das Graun.
Es trägt den dunklen Namen: »Nimmermehr!«
Oh, furcht' es nicht, du kannst dich ihm vertraun.
Doch wenn sein Schatten, der im Reich der Lethe
Als finstrer, namenloser Elfe weilt,
Dich unvermutet vor der Zeit ereilt –
     Dann bete!

 


 

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