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Friedrich von Logau: Gedichte - Kapitel 28
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich von Logau
typepoem
created20030819
modified20170915
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Die Welt ward nicht aus Sonnenstaube, sondern wird zu Sonnen-Staube

          Ich weiß nicht, ob die Welt kann länger stehn und halten,
Weil da und dort ihr Bau nimmt Brüche, Risse, Spalten.
Gott scheidet sich von uns; wir scheiden uns von Gott.
Die Wohlfahrt räumt das Land, und bleibt uns nichts als Not;
Die Tugend fleucht seitab; die alten Laster weichen
Der neuen Teufeley. Es können sich nicht gleichen
Der Unterthan und Herr, der Herr und Unterthan;
Der Mann sucht fremdes Weib; das Weib sucht fremden Mann.
Der Himmel will nicht mehr der Erde Samen günnen;
Die Erde will nicht mehr wie vor gebären künnen.
Das macht, daß man zum Theil dem Epikurus gläubt:
Die Welt werd ehstes das, was in der Sonne stäubt.

 


 

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