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Friedrich von Logau: Gedichte - Kapitel 166
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich von Logau
typepoem
created20030819
modified20170915
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Weiber-Haut, Böse-Kraut

        So soll ich mich, Echo, dann noch nicht beweiben?
E. Ey, laß es bleiben!
Dein Antwort hat mich von Herzen verdrossen.
E. Ey, welche Possen!
Ich muß mich, ich will mich mit Weiber-Fleisch speisen.
E. Es wird sich weisen.
Mir liebt eine hübsch, eine zart, eine junge,
E. Von scharfer Zunge.
Aus deren Lefzen ich Honig-Thau sauge,
E. Eifere Lauge.
Mit derer ich Schätzchen und Herzchen mich heiße,
E. Kiefel und beiße,
Mit der ich mich halse, mit der ich mich paare,
E. In deinem Haare.
Ey, Echo, du willst mich zum Jäcken nur machen!
E. Trau diese Sachen!
Ich bin ja ein Mann, daß ich künnte mich wehren.
E. Mit heißen Zähren.
Ich wollt ihr beym Schwapperment reiben die Schwarte.
E. Weh deinem Barte!
Sie müßte mir weichen, sie sollte mir schweigen!
E. Die Zähne zeigen.
Ich wollt sie mit Prügeln vom Halse gelosen.
E. Weh deinen Hosen!
Das wäre mir Wunder, das möcht ich wohl sehen!
E. Wie wirstu flehen!
Ey, Echo, dein dräuen, das machet mich stutzen.
E. Sie wird dich putzen.
Je, soll es so kummen, so mag es nur bleiben.
E. Willstu nicht weiben?

 


 

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