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Friedrich von Logau: Gedichte - Kapitel 120
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich von Logau
typepoem
created20030819
modified20170915
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Weiber-Zank

    Weiber-Händel, die, wie bräuchlich, unter ihnen stets entstehn,
Pflegen endlich auf ein Sagen und auf nichts mehr auszugehn.
Jene sagte dieses neulich, und es sagte jenes die;
Dieses hat sie nicht gesaget; jene sagte solches nie.
Eine sagte, daß da sagte diese: jene sagte das;
Nein! sie sagte, daß sie sagte dieses nicht, nur sonsten was.
O, ich weiß wohl, was sie sagte; will sie, sagt ihr, sagen nicht,
Was sie sagte, will ich sagen, was sie sagte, frey ans Licht;
Ey, sie sage, was ich sagte; eh ich sagte, sagt sie vor;
Sagt nur, daß sie solle sagen, was sie mir sagt in ein Ohr.
Dieses Sagen will nun währen, weil das Leder währt ums Maul;
Dann zum Sagen und zum Plaudern, sind die Weiber selten faul.

 


 

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