Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Jakob van Hoddis: Gedichte - Kapitel 14
Quellenangabe
titleGedichte
authorJakob van Hoddis
typepoem
created20120819
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170830
Schließen

Navigation:

Tohub

        Drei Männlein singen in der Höhe
Den gräßlichen Gesang:
Hast de Wanzen, Lause, Flöhe,
Wird die Zeit dir gar nicht lang.

Immer hast de was zu knacken,
Es krabbelt hier und da.
Darfst packen und darfst zwacken -
O je! Halleluja!

Was soll die Langeweile,
Wo edel du verkommst.
Minute wird zur Meile,
Du siehst nur Zeit und brommst.

Auf dem Schädel hörst du die Haare.
Hinter den Ohren wächst dir Gras,
Dein Kiefer wird zur Knarre,
Schwer ächzend durch die Jahre
Auf und ab ohn' Unterlaß.

Drei Männlein singen in der Höhe
Den gräßlichen Gesang:
Hast de Wanzen, Lause, Flöhe,
Wird dir die Zeit nicht lang.

Sie stiegen auf im Morgenrot
Und sangen Tag und Nacht,
Und störten Mittag- und Abendbrot
Und Luft und Erde kracht.

 


 

 << Kapitel 13  Kapitel 15 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.