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Jakob van Hoddis: Gedichte - Kapitel 12
Quellenangabe
titleGedichte
authorJakob van Hoddis
typepoem
created20120819
sendergerd.bouillon@t-online.de
modified20170830
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Der Visionarr

        Lampe blöck nicht.
Aus der Wand fuhr ein dünner Frauenarm.
Er war bleich und blau geädert.
Die Finger waren mit kostbaren Ringen bepatzt.
Als ich die Hand küßte, erschrak ich:
Sie war lebendig und warm.
Das Gesicht wurde mir zerkratzt.
Ich nahm ein Küchenmesser und zerschnitt ein paar Adern.
Eine große Katze leckte zierlich das Blut vom Boden auf.
Ein Mann indes kroch mit gesträubten Haaren
Einen schräg an die Wand gelegten Besenstiel hinauf.

 


 

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