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Gedichte

Georg Herwegh: Gedichte - Kapitel 81
Quellenangabe
titleGedichte
authorGeorg Herwegh
typepoem
sendererich.adler@abc.de
created20020619
modified20170830
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Sonett

1845

              Dem Glanz der Throne bin ich wohl entronnen,
Und niemand sucht mich bei den Schmeichler-Chören,
Der bunte Pomp; wie könnt er mich betören!
Um keine kreis ich eurer Tagessonnen.

Doch hab ich wenig oder nichts gewonnen:
Nur allen kann die Freiheit angehören,
Die ganze Welt muß sich mit dir empören –
Sonst hast du nur ein eitel Werk gesponnen.

Drum fühl ich tief: Ich bin kein freier Mann,
Und ob ich keines Fürsten Joch mehr schleppe,
So bleibt doch jeder Sklave mein Tyrann.

Ich flieh umsonst Palast und Marmortreppe,
Und alles, was ich mir erobern kann,
Ist Einsamkeit in dieser Menschensteppe.

 


 

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