Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Gutenberg > Georg Herwegh >

Gedichte

Georg Herwegh: Gedichte - Kapitel 80
Quellenangabe
titleGedichte
authorGeorg Herwegh
typepoem
sendererich.adler@abc.de
created20020619
modified20170830
Schließen

Navigation:

Sonett

                  Ich habe nie mein Elend mir vergoldet,
Stets seine Dolche schärfer noch gespitzt
Und blutig, blutig auf mein Herz geritzt;
Ich habe nie den Reim als Arzt besoldet.

O daß ihr endlich es mir glauben wolltet,
Wie tief der Tod mir in der Seele sitzt,
Wenn es in meinem Liede flammt und blitzt
Ihr reichtet mir die Hand, statt daß ihr grolltet!

Ihr wisset ja: Gewitter machen kalt;
So werd ich denn vor meinem Winter alt –
Was griff ich auch so frühe in die Saiten?

Allein – kein Menschenleben braucht's zum Glück!
Ich fühle oft, es ist ein Augenblick,
In dem wir uns die Ewigkeit erstreiten!

 


 

 << Kapitel 79  Kapitel 81 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.