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Gedichte

Hafis: Gedichte - Kapitel 18
Quellenangabe
titleGedichte
authorMuhammad Schams ad-Din Hafis
modified20170830
typepoem
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          Die Veilchen setzt in Verwirrung
    ein Lockenwallen von dir,
Und Knospen sprenget ein Lächeln
    der Mundkorallen von dir.

O meine duftende Rose,
    warum verbrennst du das Herz
Der Nachtigall, die Gebet läßt
    die Nacht durchschallen von dir?

Der ich den Atem der Engel
    verdrießlich sonst nicht ertrug,
Der Welt Geschwätz nun ertrag ich
    um Liebeslallen von dir.

Dich lieben ist mein Verhängnis,
    dir angehören mein Sein,
Dein Staub mein Eden, mein Frieden
    das Wohlgefallen von dir.

Das Klausnerkleid und das Weinglas
    vereint ein jeder nicht leicht;
Doch ich vereine mit Fleiß das
    ums Wohlgefallen von dir.

Der Taumel deiner Berauschung
    wird aus dem Haupte mir gehn,
Wenn dieses Haupt in den Staub ist
    des Tors gefallen von dir.

O schau die Herrschaft der Lieb' an!
    Es wallt aus Stolz auf dem Haupt
Die Sultanshaube gegipfelt
    den Bettlern allen von dir.

Mein Schah, in Hallen des Auges
    sind Sitze nur für dein Bild:
Mein Schah, o komm doch, und leer laß
    nicht deine Hallen von dir.

O Wang', ein reizender Garten,
    bist du, zumal wenn im Lenz
Der Lust die Lieder von Hafis
    sind Nachtigallen von dir.

(Übersetzung: Friedrich Rückert)

 


 

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