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Christian Friedrich Hebbel: Gedichte - Kapitel 495
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich Hebbel
modified20170830
typepoem
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Der Invalide

        Frei zieh ich durch Dörfer und Städte,
    Frei zieh ich von Haus zu Haus,
Und um mein Amt zu vermelden:
Ich glaub, ich säe die Helden
    Für künftige Schlachten aus.

Einst hatt ich, was ich brauchte,
    Jetzt brauch ich, was ich hab,
Noch gibt man mir ganz so gerne,
Wie man mir in der Ferne,
    In Feindes Landen gab.

Dort schrieb das Quantum der Degen,
    Hier schreibt's der Stelzfuß vor;
Viel schmäler, meinetwegen!
Gewann ich doch an Segen,
    Was ich an Brot verlor.

Auch sind ja hier nicht die Klingen,
    Wie dort, auf mich erpicht;
Ich, dem gedroht jedwede,
Bin sicher jetzt gegen jede,
    Nur – gegen die eigne nicht.

Dort kommen Buben gesprungen,
    Ich nehme den Stein hier zum Sitz,
Am Bettelbrot mich zu stärken.
Wenn sich's die Buben merken,
    So bin ich noch zu was nütz.

 


 

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