Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Christian Friedrich Hebbel: Gedichte - Kapitel 47
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich Hebbel
modified20170830
typepoem
Schließen

Navigation:

Die Sprache

        Als höchstes Wunder, das der Geist vollbrachte,
    Preis ich die Sprache, die er, sonst verloren
    In tiefste Einsamkeit, aus sich geboren,
Weil sie allein die andern möglich machte.

Ja, wenn ich sie in Grund und Zweck betrachte,
    So hat nur sie den schweren Fluch beschworen,
    Dem er, zum dumpfen Einzelsein erkoren,
Erlegen wäre, eh' er noch erwachte.

Denn ist das unerforschte Eins und Alles
    In nie begriffnem Selbstzersplittrungs-Drange
        Zu einer Welt von Punkten gleich zerstoben:

So wird durch sie, die jedes Wesen-Balles
    Geheimstes Sein erscheinen läßt im Klange,
        Die Trennung völlig wieder aufgehoben!

 


 

 << Kapitel 46  Kapitel 48 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.