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Christian Friedrich Hebbel: Gedichte - Kapitel 448
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich Hebbel
modified20170830
typepoem
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Grenze des Denkens

          Rein zu denken, vermeinst du? Wie sehr du die Bilder auch sichtest,
    Bilder bleiben es doch, wenn auch zu Worten verdünnt,
Und sie borgen sich bloß im ewigen Wechsel die Lichter,
    Denn das erste erlischt, wenn sich das zweite erhellt.
Aber ein anderes ist's, in Blei Figuren zu gießen,
    Wie es die Mägde tun, oder zu zeichnen, wie Kant.

 


 

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