Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Christian Friedrich Hebbel: Gedichte - Kapitel 427
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich Hebbel
modified20170830
typepoem
Schließen

Navigation:

Aus dem Wiener Prater

      Horch die geigenden Zigeuner!
    Wie vom Teufel selbst gepackt!
Die Gesichter immer bräuner,
    Immer wilder Ton und Takt.

Was vor vielen tausend Jahren
    Einst am Ganges schon erscholl,
Macht die ungrischen Husaren
    Und die deutschen Mädchen toll.

Bald zerreißt die erste Saite,
    Bald zerspringt die erste Brust,
Denn der Tod ist im Geleite
    Einer so dämon'schen Lust.

Instrument und Musikanten
    Sind dem Untergang geweiht,
Wie die rasenden Bacchanten,
    Die sich hier zum Tanz gereiht.

Und im ganzen Taumelkreise
    Ist auch nichts, was übrig bleibt,
Als die dunkle Zauberweise,
    Die sie in den Abgrund treibt.

 


 

 << Kapitel 426  Kapitel 428 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.