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Christian Friedrich Hebbel: Gedichte - Kapitel 419
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich Hebbel
modified20170830
typepoem
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Auf das Tier

            Du bist der arme Kaliban der Welt,
    Du hast dem Menschen jede Frucht gezeigt,
Die auf der Erde Saft und Mark enthält,
    Und dich ihm stumm, als deinem Gott, geneigt,
Dir dankt er's selbst, daß er die Quelle kennt,
    Worin er sich den Leib verjüngen kann,
Doch seit ihm deine heil'ge Leuchte brennt,
    Verhängt er über dich den Todesbann,
Und das Geschöpf, das gleich verloren war,
    Wenn du es nicht geleitet durch die Nacht,
Bringt dir den Dank durch alle Martern dar,
    Wozu der Trieb in seiner Brust erwacht.

 


 

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