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Christian Friedrich Hebbel: Gedichte - Kapitel 339
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich Hebbel
modified20170830
typepoem
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Auch einmal dem Wicht eine Antwort

                  Ein erbärmlicher Wicht, der meinen Angelo gestern
    Hoch bis zum Himmel erhob, heute mit Füßen ihn tritt,
Tadelt mich, daß ich nicht schläfrig im Zimmer sitze und brüte,
    Sondern die freie Natur suche, wie Kinder die Brust.
Freund, das find ich doch graß! Die Schuld zwar kann ich nicht leugnen:
    Ja, ich schweife herum, ganz, wie der alte Homer,
Mein ist das erste der Veilchen und mein die letzte der Astern,
    Regen sogar und Sturm halten mich selten zu Haus!
Aber, wo hörtest du denn, daß Mauern und Wände den Dichtern
    Je als Musen gedient, oder der Druckergesell?
Niemals saßen sie noch gebückt vor hungrigen Bogen,
    Aufgekrempelt den Arm, wie es dem Weber gebührt!
Nein, sie lauschten den Wellen, sie horchten dem Brausen des Windes,
    Und ein Lilienblatt reichte als Täfelchen aus.

 


 

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