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Christian Friedrich Hebbel: Gedichte - Kapitel 33
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich Hebbel
modified20170830
typepoem
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Der arme Vogel

                    Es sitzt im Käfig ein Vogel,
    Der denkt an Licht und Luft,
An frische, schattige Haine,
    An Blumen, voll von Duft,
Regt ungeduldig die Flügel,
    Will frei im Freien sein,
Und flattert gegen den Käfig
    Und stößt das Haupt sich ein.

Da sinkt er blutig zu Boden
    Und liegt in Todesgraus
Und schnappt so ängstlich nach Odem
    Und haucht sein Leben aus.
Du hast den Armen gesehen,
    Und Schmerz durchzuckt dich wild:
Du sahst – drum magst du wohl bluten –
    O Herz, dein eigen Bild!

 


 

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