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Christian Friedrich Hebbel: Gedichte - Kapitel 289
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich Hebbel
modified20170830
typepoem
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Platen

            Vieles hast du getan, man soll es mit Liebe dir danken,
    Hast der äußeren Form streng, wie kein Zweiter, genügt,
Hast die innre erkannt und alle Reifen der Sprache,
    Welche der Leichtsinn sprengt, wieder zusammengeschweißt.
Eines fehlt dir jedoch, die sanfte Wallung des Lebens,
    Die in ein reizendes Spiel gaukelnder Willkür den Ernst
Des Gesetztes verwandelt und das im Tiefsten Gebundne
    So weit löst, bis es scheint, daß es sich selbst nur gehorcht.
Dennoch verschmilzt nur dies die äußere Form mit der innern,
    Und man erreicht es nur so, daß die Gebilde der Kunst
Wirken, wie die der Natur, und daß, wie Blumen und Bäume,
    Keiner sich auch ein Gedicht anders noch denkt, als es ist.

 


 

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