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Christian Friedrich Hebbel: Gedichte - Kapitel 254
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich Hebbel
modified20170830
typepoem
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Das Genie und die Talente

        An der höhern Stufe vermißt ihr gewöhnlich die niedre,
    Lernt's doch endlich, sie wird eben mit dieser erkauft.
Daß ein Ganzes werde, muß jeglicher Teil sich bescheiden,
    Tritt er einzeln hervor, wuchert er, wie er nur kann,
Und er wird, wo er herrscht, sich freilich stärker erweisen,
    Als er tut, wo er dient, aber ein Tor nur vergleicht.
Denkt nur an den Menschen! Ihm gaben alle Geschöpfe
    Von dem Ihrigen ab, doch er erreicht auch nicht eins,
Oder hat er die Klaue des Löwen, den Fittich des Vogels?
    Selbst das stumpfe Insekt trotzt ihm mit seinem Instinkt.
Dennoch ist er ihr König, und jedes muß sich ihm beugen,
    Aber ihm gleicht das Genie, das die Talente vereint.

 


 

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