Projekt Gutenberg

Textsuche bei Gutenberg-DE:
Autoren A-Z: A | B | C | D | E | F | G | H | I | J | K | L | M | N | O | P | Q | R | S | T | U | V | W | X | Y | Z | Alle
Christian Friedrich Hebbel: Gedichte - Kapitel 173
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich Hebbel
modified20170830
typepoem
Schließen

Navigation:

Mein Päan

        Ich möchte auch einmal von Freiheit singen,
    Doch, ist der Drang auch groß, den ich verspüre,
    Wer sagt mir, wie viel Odem ihm gebühre?
Mir deucht, zuvor muß ich den Flamberg schwingen.

Der Tag erst, wo um mich die Schwerter klingen,
    Wo ich, so wie ich jetzt die Saiten rühre,
    Mit eigner Faust mein gutes Eisen führe,
Der Tag erst wird die rechte Antwort bringen.

Auch dann noch fecht' ich still und stumm, gleich allen,
    Die schweigend ihren Haß und Grimm getragen,
        Doch endlich wird mein Glut die Erde färben.

Dann soll der Freiheit mein Päan erschallen,
    Denn so viel Worte, glaub' ich, darf ich wagen,
        Als Odem zwischen Fallen bleibt und Sterben.

 


 

 << Kapitel 172  Kapitel 174 >> 






TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.