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Christian Friedrich Hebbel: Gedichte - Kapitel 168
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich Hebbel
modified20170830
typepoem
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An Christine Engehausen

        Du tränkst des Dichters dämmernde Gestalten,
    Die ängstlich zwischen Sein und Nichtsein schweben,
    Mit deinem Blut, und gibst den Schatten Leben,
In denen ungeborne Seelen walten.

Ich aber möchte nicht zu früh erkalten,
    Der Zeit die Form zu dem Gehalt zu geben
    Und über sich hinaus sie zu erheben
Durch neuer Schönheit schüchternes Entfalten.

Doch dieses Deutschland wird uns schwer erwarmen,
    Und eh' wir's denken, stehn wir ab, verdrossen,
        Drum laß uns eins das andere belohnen.

Wo treu und fest sich Mann und Weib umarmen,
    Da ist ein Kreis, da ist der Kreis geschlossen,
        In dem die höchsten Menschenfreuden wohnen.

 


 

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