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Christian Friedrich Hebbel: Gedichte - Kapitel 128
Quellenangabe
titleGedichte
authorFriedrich Hebbel
modified20170830
typepoem
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Rose und Lilie

            Die Rose liebt die Lilie,
    Sie steht zu ihren Füßen;
Bald löst die Glut ihr schönstes Blatt,
    Es fällt, um sie zu grüßen.

Die Lilie bemerkt es wohl,
    Sie hätt' das Blättlein gerne;
Der Wind verweht's, und Blatt nach Blatt
    Jagt er in alle Ferne.

Die Rose doch läßt nimmer ab,
    Läßt immer neue fallen;
Sie grüßt, und grüßt sich fast zu Tod,
    Doch keines trifft von allen.

Das letzte fängt die Lilie
    Und tut sich dicht zusammen;
Nun glüht das Blatt in ihrem Kelch,
    Als wär's ein Herz voll Flammen.

 


 

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