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Gedichte

Heinrich Heine: Gedichte - Kapitel 393
Quellenangabe
titleGedichte
authorHeinrich Heine
modified20170830
typepoem
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        Bang hat der Pfaff sich in der Kirch verkrochen,
Der Herrschling zittert auf dem morschen Thrönlein,
Auf seinem Haupte wackelt schon sein Krönlein –
Denn Rousseaus Namen hab ich ausgesprochen.

Doch wähne nicht, das Püpplein, womit pochen
Die Mystiker, sei Rousseaus Glaubensfähnlein,
Auch halte nicht für Rousseaus Freiheit, Söhnlein,
Das Süpplein, das die Demagogen kochen.

Sei deines Namens wert, für wahre Freiheit
Und freie Wahrheit kämpf mit deutschem Sinne:
Schlag drein mit Wort und Schwert, sei treu und bieder.

Glauben, Freiheit, Minne sei deine Dreiheit,
Und fehlt dir auch das Myrtenreis der Minne,
So hast du doch den Lorbeerkranz der Lieder.

Bonn, den 15. Sept. 1820

 


 

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