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Gedichte

Heinrich Heine: Gedichte - Kapitel 368
Quellenangabe
titleGedichte
authorHeinrich Heine
modified20170830
typepoem
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Diesseits und jenseits des Rheins

        Sanftes Rasen, wildes Kosen,
Tändeln mit den glühnden Rosen,
Holde Lüge, süßer Dunst,
Die Veredlung roher Brunst,
Kurz, der Liebe heitre Kunst –
Da seid Meister ihr, Franzosen!

Aber wir verstehn uns baß,
Wir Germanen, auf den Haß.
Aus Gemütes Tiefen quillt er,
Deutscher Haß! Doch riesig schwillt er,
Und mit seinem Gifte füllt er
Schier das Heidelberger Faß.

 


 

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